04.03.2019 | Presseinfo Nr. 16

Arbeitsmarkt profitiert von milder Witterung

Milde Witterung und mehr Arbeitsmarktpolitik begünstigen Rückgang der Arbeitslosigkeit

„Der Arbeitsmarkt profitiert spürbar von der milden Witterung, die Arbeitslosigkeit ist im Vergleich zum Januar wieder leicht zurückgegangen. Ursächlich dafür sind weniger Arbeitslosmeldungen insbesondere von Menschen aus Außenberufen, wie zum Beispiel dem Bau und der Land- und Forstwirtschaft und deutlich mehr Arbeitsaufnahmen als im Januar. So hat sich die Zahl der Arbeitslosmeldungen aus Erwerbstätigkeit gegenüber dem Januar halbiert. Gleichzeitig setzen die Jobcenter und die Arbeitsagentur mehr arbeitsmarktpolitische Instrumente ein, um zum Beispiel die Chancen auf einen neuen Arbeitsplatz durch die Teilnahme an einer Weiterbildungsmaßnahme zu verbessern“ bewertet Cornelie Schlegel die aktuelle Situation.

 

Aktuell sind 18.146 Menschen arbeitslos gemeldet, 398 weniger als im letzten Monat und 1.663 weniger als im Februar 2018. Die Arbeitslosenquote ist zum Vormonat um 0,1 Prozentpunkte gesunken und liegt jetzt bei 6,2 Prozent. Im Februar 2018 betrug die Arbeitslosenquote noch 6,8 Prozent.

 

Insgesamt haben sich im Februar 1.313 Menschen nach einer Beschäftigung am 1. Arbeitsmarkt arbeitslos gemeldet, davon werden 84 Prozent oder 1.100 von den Arbeitsagenturen (Rechtskreis SGB III) betreut. Gleichzeitig haben 1.147 Menschen eine Beschäftigung auf dem 1. Arbeitsmarkt aufgenommen, 916 davon waren vorher in den Arbeitsagenturen arbeitslos gemeldet und 231 in den Jobcentern. Im gleichen Zeitraum haben sich 1.103 Menschen nach Schulbesuch, einer Ausbildung, einem Studium oder arbeitsmarktpolitischen Maßnahme, wie z. B. nach einer beruflichen Weiterbildung arbeitslosgemeldet, etwas mehr - 1.148 Personen - sind im Februar aus der Arbeitslosigkeit in eine entsprechende Maßnahme gewechselt.

 

Die Personalnachfrage liegt leicht unter dem Niveau des Vorjahresmonats. Insgesamt sind im Februar 1.312 Stellen neu gemeldet worden. Im Vergleich zum Januar haben die Unternehmen fast 500 mehr Stellen gemeldet. Insbesondere Unternehmen aus dem Verarbeitenden Gewerbe, dem Handel, dem Gesundheits- und Sozialwesen, dem öffentlichen Dienst und der Vermittlung und Überlassung von Arbeitskräften suchen Personal. Besonders gefragt sind weiterhin Fachkräfte in den Bereichen Mechatronik, Energie- und Elektroberufe, Metall, Maschinen- und Fahrzeugtechnik, Berufskraftfahrer und medizinische Gesundheitsberufe.

„Der regionale Arbeitsmarkt zeigt sich aktuell in guter Verfassung - die milde Witterung und stabile Konjunktur sind gute Vorboten für die Frühjahrsbelebung. Im März wird die Arbeitslosigkeit weiter zurückgehen und dürfte dann bereits wieder unter die Marke von 18.000 sinken“ so Cornelie Schlegel.

Ausbildungsmarkt

Seit Beginn des Berichtsjahres am 1. Oktober 2018 haben sich 1.598 junge Menschen gemeldet, die auf der Suche nach einem Ausbildungsplatz sind. Dem stehen aktuell 2.053 offene Ausbildungsstellen gegenüber. Aufgrund des individuellen Meldeverhaltens der Jugendlichen und der Betriebe ist es zu früh für eine Bewertung des Ausbildungsmarktes. Ein erster belastbarer Vergleich zum Vorjahr ist ab März 2019 möglich.

„Wenn bereits jetzt deutlich mehr betriebliche Ausbildungsstellen gemeldet sind, als junge Menschen, die einen Ausbildungsplatz suchen, ist das ein wichtiges Signal, dass man für eine Ausbildung nicht die Region verlassen muss. Betriebe, die ihren Fachkräftenachwuchs sichern wollen, sollten in Anbetracht der komfortablen Situation für die jungen Menschen, jede Möglichkeit nutzen, mit den Vorteilen einer attraktiven Ausbildung vor Ort auf sich aufmerksam zu machen“ empfiehlt Cornelie Schlegel.