29.03.2019 | Presseinfo Nr. 21

Frühjahrsbelebung auf dem Arbeitsmarkt

Spürbarer Rückgang der Arbeitslosigkeit

„Die Frühjahrsbelebung hat die Arbeitslosigkeit im März deutlich sinken lassen. Insbesondere Arbeitslose in Außenberufen, wie zum Beispiel Bau und Land- und Forstwirtschaft, aber auch in Verkehrs- und Logistikberufen sowie Verkaufsberufen haben profitiert. Unbeeindruckt von der sich abschwächenden Konjunktur reagiert der regionale Arbeitsmarkt robust. Die Arbeitslosigkeit war seit der Wiedervereinigung in einem März noch nie so niedrig. Das gilt auch für die aktuelle Arbeitslosenquote, sie liegt jetzt bei 5,9 Prozent“ bewertet Cornelie Schlegel die Situation.

Aktuell sind im Agenturbezirk Neuruppin 17.191 Menschen arbeitslos gemeldet, 955 weniger als im letzten Monat und 1.998 weniger als im März 2018. Die Arbeitslosenquote ist zum Vormonat um 0,3 Prozentpunkte gesunken und liegt jetzt bei 5,9 Prozent. Im März 2018 betrug die Arbeitslosenquote noch 6,6 Prozent.

Insgesamt haben in diesem Monat 1.623 Menschen eine Beschäftigung am 1. Arbeitsmarkt aufgenommen. Davon wurden zuvor 83 Prozent oder 1.342 von den Arbeitsagenturen (Rechtskreis SGB III) betreut, 17 Prozent oder 281 Personen von den Jobcentern (Rechtskreis SGB II).

„Von der guten Aufnahmefähigkeit des Arbeitsmarktes und dem Rückgang der Arbeitslosigkeit profitieren nicht alle Arbeitslosen gleich stark. Insbesondere ältere Arbeitslose, Geringqualifizierte, Langzeitarbeitslose und auch geflüchtete Menschen brauchen mehr Unterstützung. Wir investieren deshalb konsequent in die Förderung beruflicher Weiterbildung und Maßnahmen zur beruflichen Eingliederung und Aktivierung, damit möglichst viele Arbeit aufnehmen können und gleichzeitig die Unternehmen bei der Fachkräftegewinnung unterstützt werden“ betont Schlegel.

Um die Beschäftigungsaussichten langzeitarbeitsloser Menschen in der Grundsicherung zu verbessern, sind mit dem Teilhabechancengesetz zum 1. Januar 2019 zwei neuen Fördermöglichkeiten für Langzeitarbeitslose auf dem allgemeinen und sozialen Arbeitsmarkt eingeführt worden. Mit dem Instrument „Teilhabe am Arbeitsmarkt“ werden aktuell im gemeinsamen Jobcenter in der Prignitz neun Personen gefördert und mit dem Instrument „Eingliederung von Langzeitarbeitslosen“ drei Personen.

Die Personalnachfrage liegt leicht unter dem Niveau des Vorjahresmonats. Insgesamt sind im März 1.099 Stellen neu gemeldet worden, aktuell sind 4.423 Arbeitsstellen vakant. Insbesondere Unternehmen aus Zeitarbeit, Handel, Verarbeitendem Gewerbe, Gesundheits- und Sozialwesen und dem öffentlichen Dienst suchen Personal. Besonders gefragt sind weiterhin Fachkräfte in den Bereichen Mechatronik, Energie- und Elektroberufe, Metall, Maschinen- und Fahrzeugtechnik, Berufskraftfahrer und medizinische Gesundheitsberufe.

„Ich erwarte für die Region, dass die gute Arbeitsmarktentwicklung zusätzliche Impulse durch die Landesgartenschau in Wittstock, Fontane 200, aber auch die Osterfeiertage, erhalten wird. Deshalb ist es gut möglich, dass in den kommenden Monaten erstmals die Arbeitslosigkeit unter die 16.000-Marke sinken wird“ gibt Schlegel einen optimistischen Ausblick.

In allen Landkreisen und Geschäftsstellen im Agenturbezirk ist die Arbeitslosigkeit zum Februar 2019 und zum März 2018 deutlich zurückgegangen. Besonders positiv ist der Rückgang im Altkreis Wittstock. Hier sinkt die Arbeitslosenquote sowohl zum Vormonat – von 7,1 Prozent auf 6,3 Prozent - als auch zum Vorjahresmonat – von 8,3 Prozent auf 6,3 Prozent - am stärksten. „Damit wechselt die Spitzenposition im Landkreis Ostprignitz-Ruppin erstmals nach Wittstock. Bisher war immer für den Altkreis Neuruppin die günstigste Arbeitslosenquote zu verzeichnen. Hier beträgt sie aktuell 6,5 Prozent,“ bilanziert Schlegel.

 

Ausbildungsmarkt

Seit Beginn des Berichtsjahres am 1. Oktober 2018 haben sich 1.787 junge Menschen gemeldet, die auf der Suche nach einem Ausbildungsplatz sind. Dem stehen gemeldete 2.169 Ausbildungsstellen gegenüber. Aufgrund des individuellen Meldeverhaltens der Jugendlichen und der Betriebe ist es für eine ausführliche Bewertung noch zu früh, allerdings zeigt sich schon jetzt, dass auch in diesem Jahr regionale, berufsfachliche und qualifikatorische Unterschiede einen Marktausgleich erschweren werden.

Von allen gemeldeten Jugendlichen sind bereits 567 versorgt. 246 von ihnen sind in eine Ausbildung eingemündet, 104 haben eine Erwerbstätigkeit aufgenommen und 67 haben sich bereits entschieden, die Schule weiter zu besuchen oder aber ein Praktikum beziehungsweise Studium zu beginnen.

„Auch in diesem Jahr sind deutlich mehr betriebliche Ausbildungsstellen gemeldet, als junge Menschen, die einen Ausbildungsplatz suchen. Deshalb ist es umso wichtiger, den Jugendlichen zu zeigen, dass die Chancen für einen Ausbildungsplatz in der Region gut sind. Betriebe, die ihren Fachkräftenachwuchs sichern wollen, sollten jede Möglichkeit nutzen, mit den Vorteilen einer attraktiven Ausbildung vor Ort auf sich aufmerksam zu machen“ empfiehlt Cornelie Schlegel.