30.10.2019 | Presseinfo Nr. 50

Herbstbelebung beendet - Weiterhin stabiler Arbeitsmarkt

Aktuell sind 15.176 Menschen arbeitslos gemeldet, 6 mehr als im letzten Monat und 1.214 weniger als im September 2018. Die Arbeitslosenquote beträgt 5,2 Prozent. Vor einem Jahr lag sie noch bei 5,6 Prozent.
 

„Nach den Ferien setzt die saisonübliche Herbstbelebung ein. In diesem Jahr war das bereits in den Monaten August und September. In diesen beiden Monaten war noch viel Bewegung in Richtung Arbeitsmarkt. Im Oktober haben wir jetzt weniger Dynamik. Dennoch ist das kein Grund zur Sorge. Bei den Arbeitslosmeldungen sind keine auffälligen Trends zu erkennen“ so Beate Kostka, Leiterin der Arbeitsagentur Neuruppin.

Kostka weiter: „Als Konjunkturindikator behalten wir die Zeitarbeit besonders im Blick sowie Branchen, die von konjunkturellen Eintrübungen stärker betroffen sein können, wie beispielsweise das Verarbeitende Gewerbe. Aktuell sehen wir keine auffälligen Entwicklungen zumal die gemeldeten Stellen in der Zeitarbeit nach wie vor auf hohem Niveau sind. Im Verarbeitenden Gewerbe haben wir im Vergleich zum Vormonat sogar ein leichtes Stellenplus zu verzeichnen“

Ausbildungsmarkt 2019

Am 30. September endete das Ausbildungsmarktjahr 2018/2019.

Die Situation am Ausbildungsmarkt im Bezirk war auch im Beratungsjahr 2018/2019 von Ungleichgewichten geprägt. Das Ausbildungsstellenangebot hat sich von 2.600 auf 2.642 zu 2017/2018 erfreulicherweise leicht erhöht (+ 42) und liegt damit erstmals über der Zahl der Jugendlichen, die eine Ausbildung gesucht haben.

In diesem Jahr haben weniger Jugendliche die Dienstleistung der Ausbildungsvermittlung der Agentur für Arbeit oder der Jobcenter in Anspruch genommen. Insgesamt haben sich 2.582 Bewerbende gemeldet, 9,0 Prozent oder 254 Jugendliche weniger als im Vorjahr.

„In der Bilanz haben sich die Chancen in allen vier Landkreisen unterschiedlich verteilt. Auch wenn rechnerisch der Ausgleich besteht - es bleibt weiterhin so, dass Mobilität bei Jugendlichen – nicht nur räumlich, sondern auch hinsichtlich des Berufswahlverhaltens – erforderlich ist. Auch müssen Jugendliche weiter an ihren Noten, am Schulabschluss und auch an ihren Sozialkompetenzen – wie Teamfähigkeit, Pünktlichkeit, Verlässlichkeit, Kundenorientierung – arbeiten. Die Unternehmen müssen flexibel bleiben, wenn die gewünschte Nachwuchskraft nicht vor der Tür steht. Wenn Schulnoten und soziale Kompetenzen noch Potentiale aufweisen, können auch hier Unterstützungshilfen der Berufsberatung in Anspruch genommen werden. Genauso wichtig ist aber auch, dass Erreichbarkeit des Betriebes, Arbeitszeiten und Vergütung stimmen müssen, damit Jugendliche eine Ausbildung antreten. Um den Trend entgegenzutreten und noch deutlicher die Chancen am hiesigen Ausbildungsmarkt aufzuzeigen, verstärkt die Berufsberatung dieses Schuljahr die Aktivitäten an den Schulen. Aber auch jetzt gibt es noch viele Chancen – noch stehen 527Ausbildungsplätze zur Verfügung und Ausbildungsverträge können unterzeichnet werden“ so Kostka.