30.01.2020 | Presseinfo Nr. 6

Arbeitsmarkt weiter in guter Verfassung

Die Arbeitslosigkeit ist gegenüber dem Vormonat saisonbedingt angestiegen und zum Vorjahresmonat deutlich gesunken.

Aktuell sind 16.638 Menschen arbeitslos gemeldet, 1.401 mehr als im letzten Monat und 1.906 weniger als im Januar 2019. Die Arbeitslosenquote beträgt 5,7 Prozent. Vor einem Jahr lag sie noch bei 6,3 Prozent.

„Der Arbeitsmarkt zeigt sich stabil, dennoch spürt man die üblichen Saisoneffekte. Insbesondere die Baubranche aber auch Handel und Logistik haben im Januar auf die Wintersaison mit betrieblichen Pausen oder dem Auslaufen von Verträgen reagiert. Dort haben wir die meisten Arbeitslosmeldungen zu verzeichnen. Wir beobachten genau, wie sich die Beschäftigungssituation in diesen Bereichen entwickelt. Dennoch sind wir optimistisch, dass diese Entwicklung vorübergehend ist. Spätestens im Frühjahr wird sich dieser Anstieg der Arbeitslosigkeit wieder abgebaut haben“ so Beate Kostka, Leiterin der Arbeitsagentur Neuruppin.

„Mit Blick auf den Vorjahresmonat sind deutlich weniger Menschen arbeitslos und im Brandenburger Vergleich sind wir damit Spitzenreiter. Das spricht auch für eine weiterhin sehr stabile und robuste Lage im Nordwesten des Landes. Die aktuell rückläufigen Stellenmeldungen, insbesondere in der Zeitarbeit, behalten wir im Blick, sehen aber jetzt keinen Anlass, sich Sorgen zu machen, zumal das Verarbeitende Gewerbe mehr Personal nachfragt als noch vor einem Jahr“ ergänzt Kostka.

Die Stellenmeldungen sind zum Vormonat leicht gesunken. Aktuell sind knapp 4.000 Stellen vakant und damit ist der Bestand der Personalnachfrage weiterhin auf hohem Niveau. Rückgänge bei den Stellenmeldungen gab es in diesem Monat in den Wirtschaftsabschnitten Zeitarbeit, Verkehr und Lagerei, Öffentliche Verwaltung und im Verarbeitenden Gewerbe.

 

Der Ausbildungsmarkt

Seit dem 1. Oktober haben sich 1.546 Jugendliche gemeldet, die das Dienstleistungsangebot der Berufsberatung in Anspruch nehmen um eine duale Ausbildung, ein Studium oder eine Alternative dazu zu finden wollen. Das sind 211 Jugendliche mehr als im gleichen Zeitraum vor einem Jahr.

Die Unternehmen haben bisher 1.995 Ausbildungsstellen gemeldet, 150 mehr als noch im Januar 2019.

„Diese Entwicklungen zeigen zwei wesentliche Aspekte. In erster Linie signalisieren die Bewerberzahlen, dass die jungen Menschen eine duale Ausbildung beginnen wollen. Als Zweites kommt hinzu, dass es vielfältige Angebote in der Region gibt und alle kräftig daran arbeiten, den Nachwuchs von morgen hier zu halten. Unser Beitrag für die Jugendlichen ist eine frühzeitige Berufsorientierung. So geben wir den jungen Menschen Sicherheit, ihren ganz persönlichen Plan für ihr Berufsleben zu entwickeln. Die Unternehmen unterstützen wir bei der Nachwuchskräftegewinnung und helfen bei Bedarf beiden Seiten auch mit finanziellen Fördermöglichkeiten – für einen erfolgreichen Berufsabschluss“ resümiert Beate Kostka die aktuellen Entwicklungen.