27.02.2020 | Presseinfo Nr. 8

Fachkräfteeinwanderungsgesetz erweitert den Zugang von ausländischen Fachkräften zum deutschen Arbeitsmarkt

Neue Gesetzgebung ab dem 1. März 2020

„Der Fachkräftemangel, insbesondere in den technischen Berufen, im Handwerk und in der Pflege, ist in unserer Region deutlich zu spüren. Unternehmen brauchen Lösungen, um ihren Fachkräftebedarf in Zeiten des demografischen Wandels zu sichern. Einen Königsweg dafür gibt es aber nicht. Wer am Markt bestehen will, bildet im eigenen Unternehmen aus, bietet attraktive Arbeitsbedingungen, qualifiziert seine Belegschaft und gibt auch Menschen, die auf dem ersten Blick nicht überzeugen, eine Chance.

Mit dem Fachkräfteeinwanderungsgesetz wird ab dem 1. März ein weiterer Baustein zur Fachkräftegewinnung angeboten. Die Zusammenarbeit mit der Zentralen Auslands- und Fachvermittlung aber auch den Ausländerbehörden wird gestärkt. Unser Arbeitgeberservice berät die Unternehmen gerne zu den neuen gesetzlichen Möglichkeiten“ resümiert Beate Kostka zur Einführung des Fachkräfteeinwanderungsgesetzes ab dem 1. März 2020.

Bei Fragen und Beratungsbedarf erreichen Unternehmen den Arbeitgeber-Service unter der ihnen bekannten Telefonnummer oder über die kostenfreie Service-Hotline 0800 – 4 5555 20. Per Mail sind die Arbeitgeber-Services der Agentur für Arbeit Neuruppin wie folgt erreichbar:

Im Havelland: Nauen.arbeitgeber@arbeitsagentur.de

In Oberhavel: Oranienburg.arbeitgeber@arbeitsagentur.de

In Ostprignitz-Ruppin: Neuruppin.arbeitgeber@arbeitsagentur.de

In der Prignitz: Perleberg.arbeitgeber@arbeitsagentur.de

 

Hintergrund

Das Fachkräfteeinwanderungsgesetz (FEG) soll die Einwanderung qualifizierter Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer aus Drittstaaten* erleichtern. Das Gesetz tritt am 1. März 2020 in Kraft.

Ziel ist, dass Personen mit qualifizierter Berufsausbildung nach Deutschland kommen können, die die Unternehmen vor dem Hintergrund des großen Personalbedarfs jetzt und zukünftig dringend benötigen.

Die Anerkennung der Qualifikation bleibt für Fachkräfte mit Berufsausbildung nach wie vor Voraussetzung. Menschen mit einem anerkannten Abschluss können ohne Arbeitsplatz einreisen und sechs Monate nach einer Arbeit suchen. Voraussetzung sind notwendige deutsche Sprachkenntnisse und die Lebensunterhaltssicherung. Für Fachkräfte mit Hochschulabschluss ändert sich durch das neue Gesetz an den bisherigen Regeln nichts.

Weiterführende Informationen Beschäftigung von Menschen aus dem Ausland:

https://www.arbeitsagentur.de/fuer-menschen-aus-dem-ausland

https://www.make-it-in-germany.com/de/

*Drittstaatenangehörige sind Personen, die nicht Staatsangehörige eines Mitgliedstaates der Europäischen Union, des Europäischen Wirtschaftsraums (EU zzgl. Island, Liechtenstein, Norwegen) oder der Schweiz sind. Zudem werden "Staatenlose" zu den Drittstaatenangehörigen gezählt.