21.07.2021 | Presseinfo Nr. 23

Assistierten Ausbildung

  • Die Assistierte Ausbildung gewährleistet eine enge Begleitung und individuelle Unterstützung während der Ausbildung
     
  • Die Agenturen für Arbeit und Jobcenter übernehmen die Kosten in voller Höhe

  • Viele Ausbildungsstellen könnten derzeit noch im Agenturbezirk der Arbeitsagentur Neuwied besetzt werden. Dennoch finden Jugendliche und Betriebe manchmal nicht zusammen, weil zum Beispiel Sprach- oder Lernschwierigkeiten dem Abschluss eines Ausbildungsvertrages im Wege stehen. In solchen Fällen kann die Ausbildungsförderung „Assistierte Ausbildung“ Abhilfe schaffen.
    In der Vergangenheit gab es zwei Unterstützungsmöglichkeiten: die Assistierte Ausbildung und ausbildungsbegleitende Hilfen. Diese wurden nun zu einer Unterstützung, der neuen Assistierten Ausbildung zusammengeführt.
     
    Die Assistierte Ausbildung kann Ausbildungsbetriebe und Jugendliche vor und während der Berufsausbildung unterstützen. Sie greift zum Beispiel, wenn ein Betrieb Bedenken hat, dass der junge Mann oder die junge Frau den fachlichen Anforderungen der Ausbildung nicht gewachsen sein könnte oder wenn während der Ausbildung Schwierigkeiten in der Berufsschule beziehungsweise im Betrieb auftreten. Auch im Rahmen einer Einstiegsqualifizierung kann die Assistierte Ausbildung bereits genutzt werden.
    Die Unterstützung richtet sich an die individuellen Bedürfnisse der Auszubildenden und der Betriebe. Konkret erhalten Jugendliche Stützunterricht zum Abbau von Sprach- und Bildungsdefiziten, Hilfen zur Förderung fachtheoretischer Kenntnisse und Fähigkeiten sowie sozialpädagogische Begleitung und Unterstützung bei Problemen im Betrieb oder zu Hause.
    Unternehmen können Hilfestellungen bei der Verwaltung, Organisation und Durchführung der Ausbildung oder Einstiegsqualifizierung beanspruchen wie zum Beispiel bei der Erstellung eines betrieblichen Ausbildungsplans. Auch eine Begleitung im Betriebsalltag zur Stabilisierung des Ausbildungsverhältnisses und eine Unterstützung des betrieblichen Ausbildungspersonals ist möglich.
     
    „Wir möchten damit verhindern, dass Ausbildungen abgebrochen werden, weil die Jugendlichen überfordert sind“, so Sabine Busch, Berufsberaterin bei der Agentur für Arbeit Neuwied und Ansprechpartnerin für die Assistierte Ausbildung. „Andererseits möchten wir die Betriebe damit unterstützen, auch Jugendliche einzustellen, bei denen es noch Defizite gibt, und damit natürlich auch den Fachkräftenachwuchs in der Region sichern.“
     
    Die gesamten Kosten übernimmt die Agentur für Arbeit beziehungsweise das Jobcenter. Interessierte Unternehmen erhalten unter der kostenfreien Arbeitgeber-Hotline 0800 4 5555 20 oder auf der Internetseite der Bundesagentur für Arbeit unter
    https://arbeitsagentur-red.webapp.dst.baintern.de/content/1478930532897) weitere Informationen.
    Jugendliche, die Unterstützung benötigen, können sich unter der Rufnummer (02631) 891 891 oder per E-Mail an Neuwied.151-BBvE@arbeitsagentur.de an die Berufsberatung der Agentur für Arbeit wenden oder sich auf der Internetseite der Bundesagentur für Arbeit unter https://www.arbeitsagentur.de/bildung/ausbildung/assistierte-ausbildung-asa informieren.