30.09.2021 | Presseinfo Nr. 28

Der Arbeitsmarkt im Monat September 2021

- Die Arbeitslosenquote sinkt um 0,3 Punkte auf 4,6%
- Knapp 800 zuvor arbeitslose Personen fanden eine neue Stelle
 

Der Monat September weist mit einer Arbeitslosenquote von 4,6% einen Rückgang der Arbeitslosigkeit um 0,3 Prozentpunkte auf. Im Vergleich zum Vorjahr ist die Arbeitslosenquote von damals 5,6% um einen vollen Prozentpunkt gesunken. Mit nunmehr 7.944 Betroffenen sinkt die Zahl der Arbeitslosen gegenüber August um 488, gegenüber dem September 2020 um 1.735. Auch die Zahl der Langzeitarbeitslosen zeigt mit einem Rückgang um 67 Personen eine positive Tendenz zum Vormonat. Mit 3426 Langzeitarbeitslosen wird der Vorjahreswert jedoch um 642 Betroffene überschritten.

Des Weiteren ist festzustellen, dass im September die Arbeitslosigkeit der Frauen (- 6,7%) stärker abgenommen hat als die der Männer (-5,0 %). Ob das auch für die Frauen eine Trendwende zum Besseren darstellt, muss abgewartet werden. Für beide Geschlechter beträgt die Alo-Quote aktuell übereinstimmend 4,6%. Gegenüber 629 Arbeitnehmer*innen, die sich im September neu arbeitslos melden mussten, konnten 783 zuvor Arbeitslose eine neue Stelle antreten, was bedeutet, dass der regionale Arbeitsmarkt weiterhin aufnahmefähig bleibt.

Bezogen auf den Bestand ist vor allem der Anteil der älteren Generation an der Arbeitslosenquote auffällig. Insgesamt 39,5% der arbeitslosen Männer und Frauen sind 50 Jahre alt oder älter. Daran zeigt sich, dass besonders ältere Menschen Schwierigkeiten haben, wieder am Arbeitsmarkt integriert zu werden.

Auf der anderen Seite der Alterspyramide hat sich der Bestand an jungen arbeitslosen Personen im Verlaufe des Septembers um 17,9 % oder 139 Personen auf 637 verringert (Alo-Quote der U25-Jährigen: 3,4%). Erfahrungsgemäß haben in diesem Zeitraum viele junge Menschen eine Ausbildung oder ein Studium begonnen.

„Die aktuellen Daten am Arbeitsmarkt belegen eine deutliche Erholung von der langanhaltenden Pandemie. Besonders erfreulich ist, dass insbesondere die jungen Menschen trotz der coronabedingten Schwierigkeiten eine Ausbildung beginnen bzw. einen passenden Arbeitsplatz besetzen konnten. Jedoch ist weiterhin ein deutlicher Unterschied zwischen der jüngeren und älteren Generation hinsichtlich der Chancen auf dem Arbeitsmarkt erkennbar.“, so Karl-Ernst Starfeld.

Zurzeit sind bei der AA Neuwied insgesamt 2972 Arbeitsstellen registriert. Allein im September sind 537 Stellen hinzugekommen. Dies sind 125 Stellen und damit 30,3 Prozent mehr als im September 2020. Im bisherigen Jahresverlauf konnte mit 4.681 gemeldeten Stellen das Vorjahresergebnis um 1.119 oder 31,4% übertroffen werden, auch dies ist ein Beleg, für die verbesserte Lage in den Unternehmen der Region. Besonders in den Branchen des verarbeitenden Gewerbes und der Zeitarbeit ist dieser Mehrbedarf ersichtlich.

Abschließend ein Blick auf die Entwicklung der Kreise Neuwied und Altenkirchen:

Auffällig ist, dass sowohl im Kreis Altenkirchen als auch im Kreis Neuwied die Arbeitslosenquote 4,6% beträgt. Wird das Augenmerk auf die einzelnen Geschäftsstellen gelegt, bildet sich in der Region Linz mit 4,0% die niedrigste Arbeitslosenquote ab. Dahinter liegt Altenkirchen mit 4,4%, gefolgt von Betzdorf mit 4,8% und Neuwied mit 5,0%.