02.03.2021 | Presseinfo Nr. 5

Der Arbeitsmarkt im Februar 2021

Arbeitslosenzahlen annähernd auf Vormonatsniveau

  • Unterschiedliche Entwicklung in den Rechtskreisen
  • Arbeitskräftenachfrage der Betriebe gestiegen

Im Berichtsmonat Februar zeigen haben sich die Arbeitslosenzahlen annähernd unverändert konstant im Vergleich zum Vormonat entwickelt. Waren im Januar noch

12-.783 Männer und Frauen von Arbeitslosigkeit betroffen, so ist diese Zahl im Monat Februar leicht um 35 Erwerbslose auf nun 12.818 gestiegen. Betrachtet man die Zahlen aus dem Vorjahr,  wird erkennbar, dass das Niveau dieer Arbeitslosigkeit noch immer auf einem hohen Niveau liegtüber den Werten vor der Corona-Pandemie liegt. Im Februar des Jahres 2020 warne waren 1.800 Personen weniger von Arbeitslosigkeit betroffen.

Auch wenn die Entwicklung auf dem Arbeitsmarktder Arbeitslosenzahlen zunächst wenig Dynamik erkennen lässt, so sind dennoch unterschiedliche Entwicklungen in den beiden Rechtskreisen erkennbar.

„Nach dem Anstieg der Erwerbslosenzahlen im Bereich der Arbeitslosenversicherung im Januar sind die Zahlen im Februar rückläufig. Dem gegenüber stehen steigende Zahlen bei den Jobcentern“, erklärt Christoph Tietje, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Nienburg-Verden.

Waren im Januar noch 6.295 Personen bei den Arbeitsagenturen im Bezirk ohne Beschäftigung, so ist diese Zahl im Februar um 1,6 Prozent auf nun 6.192 Personen gesunken. Bei den für die steuerfinanzierte Grundsicherung verantwortlichen Jobcentern hingegen sind die Arbeitslosenzahlen im Februar weiterhin gestiegen. Der Wert lag im Berichtsmonat bei 6.626 Personen, die nach einer neuen Beschäftigung suchten.

Die Arbeitslosenquote im Februar lag unverändert bei 4,8 Prozent. „An dieser Stelle zeigt sich, dass die aktuellen Werte noch deutlich über denen vor der Corona-Pandemie liegen. Im vergangenen Jahr lag die Arbeitslosenquote noch bei 4,2 Prozent,“ ergänzt der Agenturchef.  auf den Steigende Arbeitslosenzahlen im Januar stellen eine durchaus ü.bliche Entwicklung dar“, erklärt Christoph Tietje, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Nienburg-Verden. „Das Niveau der Arbeitslosigkeit liegt immer noch deutlich über dem Ausgangswert vor der Corona-Pandemie“, ergänzt der Agenturchef. Im Januar lag der Bestand an Arbeitslosen um 12,5 Prozent oder 1.423 Personen über den Werten aus dem Vorjahr.

Durch den Anstieg der Arbeitslosenzahlen im Berichtsmonat ist auch die Arbeitslosenquote gestiegen. Nachdem die Quote zum Jahresabschluss im Dezember noch bei 4,6 Prozent lag, ist sie im Januar um 0,2 Prozentpunkte auf nun 4,8 Prozent gestiegen. Vor einem Jahr lag die Arbeitslosenquote noch bei 4,3 Prozent.

Im ersten Monat des neuen Jahres wurden 777 neue Arbeitsstellen zur Besetzung gemeldet. Dies entspricht ungefähr dem Vorjahreswert von 791 Arbeitsangeboten. Ein gestiegener Personalbedarf im Berichtsmonat zeigt sich an den von den Unternehmen neu gemeldeten Stellen im Agenturbezirk. Lag dieser Wert im Januar noch bei 777 Arbeitsangeboten, so stieg der Personalbedarf im Februar um 33,5 Prozent. Im Berichtsmonat wurden 1.037 neue Vakanzen gemeldet. Mit Blick auf die Vorjahreswerte ist aber auch hier noch ein leicht geringeres Niveau zu beobachten: Im Februar 2020 wurden 51 Arbeitsangebote mehr gemeldet.

Die Zahl der Anzeigen auf Kurzarbeit ist lag im Januar Berichtsmonat mit bei 362 307 neuen Anzeigen annähernd konstant auf Vormonatsniveau., ein Rückgang um 119 Meldungen im Vormonatsvergleich.

 Im Dezember wurden 381 neue Anzeigen gestellt. Von den aktuellen Anzeigen auf Kurzarbeit im Februar könnten bis zu 3.587 Personen betroffen sein.

„Der im Dezember neu beschlossene Lockdown wirkt sich auch in diesem Monat weiterhin mit einer hohen Inanspruchnahme der Kurzarbeit, insbesondere in der Gastronomie, dem Handel und Dienstleistungsbereich, aus“, erklärt Tietje.

Insgesamt haben seit April des vergangenen Jahres  bis zum Stichtag am 24. Februar 6.062 5.691 Betriebe für bis zu 70.96875.080 Beschäftigte Kurzarbeit bei der Arbeitsagentur angezeigt. Wie viel Personen tatsächlich in Kurzarbeit waren, lässt sich erst mit einem Zeitverzug von drei Monaten sagen, da die Unternehmen drei Monate Zeit haben, die Abrechnung der Kurzarbeit bei der Agentur für Arbeit einzureichen.

Die Unterbeschäftigung, die zusätzlich zu den Arbeitslosen auch Personen erfasst, die Arbeit suchen, aber beispielsweise gerade an (Qualifizierungs-)Maßnahmen teilnehmen oder erkrankt sind und deshalb nicht als arbeitslos gezählt werden, lag im Februar bei 16.235 Personen. Das waren 69 oder 0,4 Prozentpunkte mehr als vor einem Monat. Als unterbeschäftigt gelten auch viele Flüchtlinge, die in Kursen Sprach- oder Berufskenntnisse erwerben, um ihre Chancen auf dem Arbeitsmarkt zu erhöhen.

Entwicklung nach Landkreisen

Landkreis Diepholz:

Im Berichtsmonat Februar sind die Arbeitslosenzahlen im Kreis Diepholz leicht gestiegen. Waren im Januar noch 5.969 Männer und Frauen im Kreis arbeitslos gemeldet, so ist dieser Wert um 54 Personen auf nun 6.023 Erwerbslose angestiegen.

Noch immer liegen die Werte über denen vor der Corona-Pandemie. Im Februar des vergangenen Jahres waren hier 1.079 Männer und Frauen weniger arbeitslos.

Die Arbeitslosenquote ist im Februar um 0,1 Prozentpunkte auf aktuell 4,9 Prozent gestiegen. Im vergangenen Jahr lag die Quote bei 4,1, Prozent.

Auch die ­­­­­­Arbeitgeber im Landkreis Diepholz meldeten im Februar deutlich mehr Arbeitsstellen zur Besetzung als im Vormonat. Im Berichtsmonat waren dies 326 Neumeldungen, 76 mehr als im Januar. Trotz des gestiegenen Personalbedarfs liegen diese Werte noch um 61 Stellenmeldungen unter denen aus dem Vorjahr.

Im Bereich der Arbeitslosenversicherung, das heißt bei den Arbeitsagenturen in Diepholz, Sulingen, Syke und der Gemeinde Bruchhausen-Vilsen ist die Zahl der Erwerbslosen leicht gesunken. Im Februar waren 2.803 Personen bei der Arbeitsagentur arbeitslos gemeldet, 22 weniger als im Vormonat. Mit 29,1 Prozent liegen die Werte aber noch über denen aus dem Jahr 2020.

Bei dem für die steuerfinanzierte Grundsicherung verantwortlichen Jobcenter im Landkreis Diepholz ist die Arbeitslosigkeit hingegen um 2,4 Prozent oder 76 Arbeitslose auf nun 3.220 gestiegen. Im vergangenen Jahr waren hier 447 Männer und Frauen weniger arbeitslos gemeldet.

Die Nachfrage nach Kurzarbeit fiel im aktuellen Monat geringer aus. Im Februar haben die Unternehmen bis zum Stichtag am 24. Februar 149 neue Anzeigen auf Kurzarbeit gemeldet, wovon bis zu 1.654 Personen betroffen sein könnten.

Seit April haben 2.818 Betriebe Kurzarbeit bei der Arbeitsagentur angezeigt, wovon bis zu 35.743 Personen betroffen sein könnten.

Die konkrete Anzahl der Betroffenen lässt sich erst mit einem Zeitverzug von drei Monaten angeben, da die Unternehmen drei Monate Zeit haben, die Abrechnung der Kurzarbeit bei der Agentur für Arbeit einzureichen.

Landkreis Nienburg:

Im Landkreis Nienburg zeigt sich ein ähnlicher Trend, wie er auch im gesamten Agenturbezirk in diesem Monat zu erkennen war. Die Arbeitslosenzahlen sind nur leicht um 16 Männer und Frauen auf nun 3.822 Personen angestiegen. Das Niveau liegt auch hier noch deutlich über den Zahlen vor der Corona-Pandemie. Im vergangenen Jahr waren im Kreis Nienburg 480 Personen weniger erwerbslos.

Die Arbeitslosenquote ist um 0,1 Prozentpunkte von 5,6 Prozent aus Januar auf nun 5,7 Prozent angestiegen. Im Februar 2020 lag die Quote bei 5,0 Prozent.

Die Betriebe im Kreis Nienburg meldeten im Februar entgegen des Trends im Gesamtbezirk weniger Stellen. Wurden im Januar noch 233 neue Stellen zur Besetzung gemeldet, so lag der Wert im Berichtsmonat bei 194, 39 Arbeitsangebote weniger. Im Vorjahr gab es 71 Stellenzugänge mehr im Februar.

Bei den Arbeitsagenturen in Nienburg, Stolzenau und den Gemeinden Hoya und Eystrup, dem Bereich der Arbeitslosenversicherung, ist der Arbeitslosenbestand im Vormonatsvergleich leicht gesunken. Im Februar wurden 1.676 Erwerbslose gezählt, 33 weniger als im Januar. Der Vorjahreswert fiel hingegen um 257 Personen niedriger aus.

Bei dem für die steuerfinanzierte Grundsicherung verantwortlichen Jobcenter sind die Arbeitslosenzahlen hingegen leicht um 2,3 Prozent oder 49 Personen auf nun 2.146 gestiegen, 223 mehr als noch im vergangenen Jahr.

Die Nachfrage nach Kurzarbeit ist im Kreis deutlich gesunken. Bis zum Stichtag am 24. Februar wurden 78 neue Anzeigen auf Kurzarbeit gezählt, 46 weniger als im Januar. Von den neu gemeldeten Anzeigen könnten bis zu 837 Personen betroffen sein.

Seit April sind im Nienburger Kreis somit 1.481 Anzeigen auf Kurzarbeit eingegangen, wovon bis zu 17.209 Beschäftigte betroffen sein könnten.

Die konkrete Anzahl der Betroffenen lässt sich erst mit einem Zeitverzug von drei Monaten angeben, da die Unternehmen drei Monate Zeit haben, die Abrechnung der Kurzarbeit bei der Agentur für Arbeit einzureichen.

Landkreis Verden:

Im Landkreis Verden ist die Arbeitslosigkeit um 35 Männer und Frauen auf einen Wert von 2.973 Erwerbslose gesunken. Trotz des Rückgangs im Berichtsmonat liegen die aktuellen Arbeitslosenzahlen noch über dem Niveau vor der Corona-Pandemie. Im vergangenen Jahr fiel dieser Wert um 251 Personen oder 8,8 Prozent geringer aus.

Durch den nur geringen Rückgang des Arbeitslosenbestands liegt die Arbeitslosenquote unverändert bei 4,0 Prozent. Im Februar 2020 lag die Quote bei 3,7 Prozent.

Auch der Personalbedarf der Verdener Unternehmen ist im Februar deutlich gestiegen. Meldeten die Betriebe im Januar noch 294 neue Stellen zur Besetzung, so stieg der Wert im Februar um 223 Stellen auf nun 517. Dieser Wert liegt 81 Arbeitsstellen über dem Niveau der Stellenmeldungen aus dem Vorjahr.

Im Bereich der Arbeitslosenversicherung, das heißt bei der Arbeitsagentur Verden, sind die Erwerbslosenzahlen um 48 Personen von 1.761 im Januar auf nun 1.713 gesunken. Mit 223 Arbeitslosen mehr liegt der Wert aber noch spürbar über Vorjahresniveau.

Bei dem für die steuerfinanzierte Grundsicherung verantwortlichen Jobcenter ist die Zahl der Arbeitslosen hingegen angestiegen. Im Februar waren hier 1.260 Männer und Frauen arbeitslos gemeldet, 13 oder 1,0 Prozent mehr als im Januar. Vor einem Jahr waren 18 Personen weniger von Arbeitslosigkeit betroffen.

Die Nachfrage nach Kurzarbeit hat sich im Berichtsmonat verringert. Bis zum Stichtag im Februar (24.2.) wurden 80 neue Anzeigen auf Kurzarbeit im Kreis Verden gezählt, 31 weniger als im Januar. Von den neuen Anzeigen könnten bis zu 1.096 Personen betroffen sein.

Seit April sind der Arbeitsagentur Verden 1.763 Anzeigen auf Kurzarbeit von Betrieben aus dem Kreisgebiet eingegangen, wovon bis zu 22.128 Personen betroffen sein könnten.

Die konkrete Anzahl der Betroffenen lässt sich erst mit einem Zeitverzug von drei Monaten angeben, da die Unternehmen drei Monate Zeit haben, die Abrechnung der Kurzarbeit bei der Agentur für Arbeit einzureichen.