31.03.2021 | Presseinfo Nr. 14

Der Arbeitsmarkt im März 2021

Positive Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt

  • Rückgang der Arbeitslosenzahlen im März
  • Arbeitslosigkeit trotz Belebung über Vorjahresniveau
  • Betriebe suchen weiterhin Nachwuchskräfte

Nachdem die Arbeitslosenzahlen seit November des vergangenen Jahres stetig angestiegen sind, konnten im März erstmals wieder sinkende Zahlen im Bezirk der Agentur für Arbeit Nienburg-Verden beobachtet werden.

Im Berichtsmonat März waren 12.277 Männer und Frauen von Arbeitslosigkeit betroffen, 541 weniger als noch im Februar. Trotz des aktuellen Pandemiegeschehens entwickelt sich der Arbeitsmarkt im gewohnten Zyklus und lässt eine erste Frühjahrsbelebung erkennen.

Durch den Rückgang der Erwerbslosenzahlen ist die Arbeitslosenquote von 4,8 Prozent aus dem Vormonat auf nun 4,6 Prozent im März gesunken.

„Die sich andeutende Frühjahrsbelebung ist für diese Jahreszeit üblich“, erklärt Harald Büge, Geschäftsführer Operativ der Agentur für Arbeit Nienburg-Verden. „Dennoch hat sich die Lage auf dem regionalen Arbeitsmarkt noch nicht entspannt. Mit 16,5 Prozent (1.741 Personen) liegen die Arbeitslosenzahlen noch deutlich über den Vorjahreswerten“, ergänzt Büge.

Im Berichtsmonat März sind die Neumeldungen aus Beschäftigung mit einem Wert von 758 um 18,8 Prozent oder 176 Personen zurückgegangen. Gleichzeitig konnten 182 Personen mehr als im Vormonat ihre Arbeitslosigkeit beenden.

Trotz dieser Entwicklung meldeten die Unternehmen im Bezirk weniger Arbeitsstellen als im Vormonat. Mit 861 Neumeldungen liegt der Wert um 176 Arbeitsangeboten unter dem Vormonatswert aus Februar. Auch im Vorjahr wurden mehr Stellen gemeldet. Im März 2020 lag der Wert bei 1.056 Stellenmeldungen. Anders sieht es hingegen bei den Ausbildungsstellen im Bezirk aus. Hier suchen die Arbeitgeber noch händeringend nach potentiellen Nachwuchskräften für das kommende Ausbildungsjahr. „Jugendliche sollten sich jetzt dringend bei der Berufsberatung der Agentur für Arbeit melden und sich bei der Ausbildungssuche unterstützen lassen. Zum jetzigen Zeitpunkt stehen die Chancen noch sehr gut, im Sommer eine Ausbildung zu beginnen“, rät Büge.

Interessierte können unter der 04231 809 333 einen Termin zur Beratung vereinbaren.

Die Zahl der Anzeigen auf Kurzarbeit ist ist im Januar Berichtsmonat stark rückläufig gewesen. Die Unternehmen meldeten mit 362 66 neuen Anzeigen auf Kurzarbeit annähernd konstant auf Vormonatsniveau., ein Rückgang um 256 Meldungen im Vormonatsvergleich.

 Im Dezember wurden 381 neue Anzeigen gestellt. Von den aktuellen Anzeigen auf Kurzarbeit im März könnten bis zu 621 Personen betroffen sein.


„Der im Dezember neu beschlossene Lockdown wirkt sich auch in diesem Monat weiterhin mit einer hohen Inanspruchnahme der Kurzarbeit, insbesondere in der Gastronomie, dem Handel und Dienstleistungsbereich, aus“, erklärt Tietje.

Insgesamt haben seit April des vergangenen Jahres  bis zum Stichtag am 25. März 6.143 5.691 Betriebe für bis zu 70.96875.753 Beschäftigte Kurzarbeit bei der Arbeitsagentur angezeigt. Wie viel Personen tatsächlich in Kurzarbeit waren, lässt sich erst mit einem Zeitverzug von drei Monaten sagen, da die Unternehmen drei Monate Zeit haben, die Abrechnung der Kurzarbeit bei der Agentur für Arbeit einzureichen.

Die Unterbeschäftigung, die zusätzlich zu den Arbeitslosen auch Personen erfasst, die Arbeit suchen, aber beispielsweise gerade an (Qualifizierungs-)Maßnahmen teilnehmen oder erkrankt sind und deshalb nicht als arbeitslos gezählt werden, lag im März bei 15.756 Personen. Das waren 474 oder 2,9 Prozentpunkte weniger als im Februar. Als unterbeschäftigt gelten auch viele Flüchtlinge, die in Kursen Sprach- oder Berufskenntnisse erwerben, um ihre Chancen auf dem Arbeitsmarkt zu erhöhen.

Entwicklung nach Landkreisen

Landkreis Diepholz:

Im März konnte im Diepholzer Kreis ein Rückgang der Arbeitslosenzahlen verzeichnet werden. Im Berichtsmonat waren 5.791 Personen arbeitslos, 232 oder 3,9 Prozent weniger als im vergangenen Monat. Auch im Landkreis Diepholz wird deutlich, dass diese Zahlen noch über Vorjahresniveau liegen. Im März des vergangenen Jahres waren hier 1.021 Männer und Frauen weniger arbeitslos gemeldet.

Die Arbeitslosenquote ist durch die Entwicklung im Bestand um 0,2 Prozentpunkte auf nun 4,7 Prozent gesunken, im Vorjahr lag sie bei 3,9 Prozent.

Die Stellenmeldungen der ­­­­­­Arbeitgeber im Landkreis Diepholz sind im März leicht gesunken. Die Unternehmen meldeten 303 neue Stellen zur Besetzung, 23 weniger als im Februar. Im vergangenen Jahr wurden 80 Arbeitsangebote mehr gemeldet.

Im Bereich der Arbeitslosenversicherung, das heißt bei den Arbeitsagenturen in Diepholz, Sulingen, Syke und der Gemeinde Bruchhausen-Vilsen ist die Zahl der von Arbeitslosigkeit betroffenen spürbar um 257 Personen auf nun 2.546 gesunken. Im März 2020 waren 22,9 Prozent weniger arbeitslos.

Bei dem für die steuerfinanzierte Grundsicherung verantwortlichen Jobcenter im Landkreis Diepholz ist die Arbeitslosigkeit leicht um 25 Arbeitslose auf nun 3.254 gestiegen. Im Vorjahr waren beim Diepholzer Jobcenter 546 Männer und Frauen weniger arbeitslos gemeldet.

Die Nachfrage nach Kurzarbeit fiel im aktuellen Monat erneut geringer aus. Im Berichtsmonat haben die Arbeitgeber des Kreises bis zum 25. März 29 neue Anzeigen auf Kurzarbeit gemeldet, wovon bis zu 312 Personen betroffen sein könnten.

Seit April haben 2.854 Betriebe Kurzarbeit bei der Arbeitsagentur angezeigt, wovon bis zu 36.108 Personen betroffen sein könnten.

Die konkrete Anzahl der Betroffenen lässt sich erst mit einem Zeitverzug von drei Monaten angeben, da die Unternehmen drei Monate Zeit haben, die Abrechnung der Kurzarbeit bei der Agentur für Arbeit einzureichen.

Landkreis Nienburg:

Auch im Kreis Nienburg sind die Arbeitslosenzahlen gesunken. Im März waren 3.643 Personen arbeitslos, 179 oder 4,7 Prozent weniger als noch im Februar. Verglichen mit den Werten aus dem Vorjahr lässt sich das weiterhin erhöhte Niveau erkennen. Im März 2020 waren im Landkreis Nienburg 523 Männer und Frauen weniger erwerbslos.

Die Arbeitslosenquote lag im Berichtsmonat bei 5,4 Prozent, 0,3 Prozentpunkte unter dem Wert aus dem Vormonat. Im Vorjahr lag sie noch bei 4,7 Prozent.

Die Betriebe im Kreis Nienburg meldeten im Berichtsmonat wieder mehr Stellen als im Monat zuvor. Mit 214 Neumeldungen lag der Wert um 20 Stellen über dem Vormonatswert. Im Vorjahresvergleich wurden aktuell hingegen 62 Stellen weniger gemeldet.

Bei den Arbeitsagenturen in Nienburg, Stolzenau und den Gemeinden Hoya und Eystrup, dem Bereich der Arbeitslosenversicherung, ist die Zahl der Arbeitslosen um 188 Personen auf nun 1.488 gesunken. Vor einem Jahr waren 197 Personen oder 15,3 Prozent weniger arbeitslos.

Bei dem für die steuerfinanzierte Grundsicherung verantwortlichen Jobcenter sind die Arbeitslosenzahlen annähernd auf Vormonatsniveau. Im März waren hier 2.155 Personen arbeitslos, 9 mehr als im Februar. Im Vorjahr wurden beim Nienburger Jobcenter 326 Erwerbslose weniger gezählt.

Die Nachfrage nach Kurzarbeit ist im Landkreis Nienburg ebenfalls deutlich gesunken. Bis zum Stichtag im März (25.3.2021) sind bei der Arbeitsagentur 19 neue Anzeigen auf Kurzarbeit eingegangen, 60 weniger als im Februar. Von den neu gemeldeten Anzeigen könnten bis zu 116 Personen betroffen sein.

Seit April sind im Nienburger Kreis 1.501 Anzeigen auf Kurzarbeit eingegangen, wovon bis zu 17.346 Beschäftigte betroffen sein könnten.

Die konkrete Anzahl der Betroffenen lässt sich erst mit einem Zeitverzug von drei Monaten angeben, da die Unternehmen drei Monate Zeit haben, die Abrechnung der Kurzarbeit bei der Agentur für Arbeit einzureichen.

Landkreis Verden:

Der Landkreis Verden reiht sich mit der Entwicklung der Arbeitslosenzahlen in den Gesamttrend der Agentur Nienburg-Verden ein. Die Erwerbslosenzahlen sind im März um 130 Personen auf nun 2.843 Personen gesunken. Im Vorjahr waren 197 Männer und Frauen weniger arbeitslos.

Durch den Rückgang im Erwerbslosenbestand ist die Arbeitslosenquote im März um 0,2 Prozentpunkte auf nun 3,8 Prozent gesunken. Im Vorjahr lag dieser Wert bei 3,6 Prozent.

Ein deutlicher Rückgang konnte bei den Stellenmeldungen der Verdener Unternehmen im Berichtsmonat beobachtet werden. Die Betriebe meldeten 344 neue Arbeitsstellen, 173 weniger als im Februar und 53 weniger als vor einem Jahr.

Im Bereich der Arbeitslosenversicherung, das heißt bei der Arbeitsagentur Verden, sind die Arbeitslosenzahlen ebenfalls spürbar um 116 Personen von 1.713 aus dem Vormonat auf nun 1.597 gesunken. Im Vorjahr fiel dieser Wert um 146 Männer und Frauen geringer aus.

Bei dem für die steuerfinanzierte Grundsicherung verantwortlichen Jobcenter ist die Zahl der von Arbeitslosigkeit betroffenen leicht um 14 Personen gesunken. Im März waren hier 1.246 Personen arbeitslos, 51 mehr als im Vorjahr.

Auch im Verdener Kreis ist die Nachfrage nach Kurzarbeit zurückgegangen. Bis zum 25.3. meldeten die Unternehmen 18 neue Anzeigen auf Kurzarbeit, 69 weniger als im Vormonat. Von den neuen Anzeigen könnten bis zu 193 Personen betroffen sein.

Seit April sind der Arbeitsagentur Verden 1.788 Anzeigen auf Kurzarbeit von Betrieben aus dem Kreisgebiet eingegangen, wovon bis zu 22.299 Personen betroffen sein könnten.

Die konkrete Anzahl der Betroffenen lässt sich erst mit einem Zeitverzug von drei Monaten angeben, da die Unternehmen drei Monate Zeit haben, die Abrechnung der Kurzarbeit bei der Agentur für Arbeit einzureichen.