29.04.2021 | Presseinfo Nr. 18

Der Arbeitsmarkt im April 2021

Arbeitsmarkt zeigt sich weitestgehend stabil

  • Weniger Arbeitslose als im Vormonat
  • Anstieg der Arbeitskräftenachfrage
  • Langzeitarbeitslosigkeit seit Pandemiebeginn gestiegen

Die Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt aus dem vergangenen Monat konnte auch im aktuellen Berichtsmonat fortgesetzt werden. Trotz des Pandemiegeschehens zeigt sich der Arbeitsmarkt im Bezirk der Agentur für Arbeit Nienburg-Verden weitestgehend stabil:

Im April ist die Zahl der Arbeitslosen von 12.777 Männer und Frauen um 234 oder 1,9 Prozent auf nun 12.043 Erwerbslose gesunken. Vor einem Jahr wurde mit 12.044 Personen ein annähernd gleicher Wert erreicht. Zu diesem Zeitpunkt wirkte sich die Corona Pandemie erstmals spürbar auf den Arbeitsmarkt aus.

Die Arbeitslosenquote ist im April um 0,1 Prozentpunkte aus dem Vormonat auf nun 4,5 Prozent gesunken.

„Auch wenn sich der Arbeitsmarkt zuletzt wieder zunehmend stabil gezeigt hat, bestimmt das Pandemiegeschehen noch weiterhin die Entwicklungen in unserem Agenturbezirk, erklärt Christoph Tietje, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Nienburg-Verden. „Deutlich gestiegene Zahlen im Bereich der Langzeitarbeitslosigkeit trüben positive Trends wie eine steigende Arbeitskräftenachfrage ein“, ergänzt Tietje.

Seit April des vergangenen Jahres ist die Zahl der Langzeitarbeitslosen (Dauer der Arbeitslosigkeit von einem Jahr und länger) im Bezirk der Arbeitsagentur Nienburg-Verden um 1.211 Männer und Frauen auf nun 4.294 angestiegen.

Die Unternehmen im Agenturbezirk Nienburg-Verden meldeten im April 1.007 neue Stellen zur Besetzung, 146 mehr als im vergangenen Monat. Im Vorjahr wurden 536 Arbeitsangebote weniger gemeldet.

Die Zahl der Anzeigen auf Kurzarbeit ist im Berichtsmonat (zum Stichtag am 25.4.) weiterhin rückläufig. Die Unternehmen meldeten 42 neuen Anzeigen auf Kurzarbeit. Von den neuen Anzeigen auf Kurzarbeit im aktuellen Monat könnten bis zu 962 Personen betroffen sein.

Wie viel Personen tatsächlich in Kurzarbeit waren, lässt sich erst mit einem Zeitverzug von drei Monaten sagen, da die Unternehmen drei Monate Zeit haben, die Abrechnung der Kurzarbeit bei der Agentur für Arbeit einzureichen.

Die Unterbeschäftigung, die zusätzlich zu den Arbeitslosen auch Personen erfasst, die Arbeit suchen, aber beispielsweise gerade an (Qualifizierungs-)Maßnahmen teilnehmen oder erkrankt sind und deshalb nicht als arbeitslos gezählt werden, lag im April bei 15.327 Personen. Das waren 413 oder 2,6 Prozentpunkte weniger als im März. Als unterbeschäftigt gelten auch viele Flüchtlinge, die in Kursen Sprach- oder Berufskenntnisse erwerben, um ihre Chancen auf dem Arbeitsmarkt zu erhöhen.

Entwicklung nach Landkreisen

Landkreis Diepholz:

Im Landkreis Diepholz konnten im Berichtsmonat April ebenfalls sinkende Arbeitslosenzahlen beobachtet werden. Mit 5.621 Arbeitslosen liegt der Bestand um 2,9 Prozent oder 170 Personen unter den Werten aus dem Vormonat. Zum Pandemiebeginn im Vorjahr lag der Wert bei 5.793 Erwerbslosen. Die Zahl der Personen, die bereits ein Jahr und länger von Arbeitslosigkeit betroffen sind, ist im Kreisgebiet stetig gestiegen. Aktuell liegt der Wert bei 2.147 Personen, 679 mehr als im April 2020.

Die aktuelle Arbeitslosenquote liegt bei 4,6 Prozent, 0,1 Prozentpunkte weniger als im März. Im April des Vorjahres lag die Quote noch bei 4,5 Prozent.

Die Unternehmen im Kreis verzeichnen weiterhin einen anhaltenden Personalbedarf. Sie meldeten im April 349 neue Stellen zur Besetzung, ein Anstieg um 46 Arbeitsangeboten im Vergleich zum Vormonat.

Im Bereich der Arbeitslosenversicherung, das heißt bei den Arbeitsagenturen in Diepholz, Sulingen, Syke und der Gemeinde Bruchhausen-Vilsen ist der Bestand an Arbeitslosen im Vergleich zum Vormonat um 6,0 Prozent auf nun 2.393 gesunken. Im Vorjahr waren 65 Personen mehr erwerbslos.

Bei dem für die steuerfinanzierte Grundsicherung verantwortlichen Jobcenter im Landkreis Diepholz ist die Arbeitslosigkeit ebenfalls gesunken. Im aktuellen Berichtsmonat waren 3.228 Männer und Frauen von Arbeitslosigkeit betroffen, 17 weniger als im März. Im Vorjahr waren hier 237 Personen weniger arbeitslos gemeldet.

Die Zahl der Anzeigen auf Kurzarbeit ist erneut gesunken. Wurden im März noch 29 neue Anzeigen gezählt, so fiel dieser Wert (zum Stichtag am 25.4.) auf 18 neue Anzeigen im April. Von den neu eingegangenen Anzeigen könnten bis zu 101 Männer und Frauen betroffen sein.

Die konkrete Anzahl der Betroffenen lässt sich erst mit einem Zeitverzug von drei Monaten angeben, da die Unternehmen drei Monate Zeit haben, die Abrechnung der Kurzarbeit bei der Agentur für Arbeit einzureichen.

Landkreis Nienburg:

Auch die Arbeitslosigkeit im Kreis Nienburg ist im Vormonatsvergleich gesunken. Im April waren 3.582 Männer und Frauen arbeitslos, 61 weniger als im Vormonat. Der aktuelle Wert liegt um 11 Personen unter dem Vorjahreswert.

Auch im Nienburger Kreis sind die Zahlen der Langzeitarbeitslosen seit Beginn der Pandemie stetig angestiegen. Aktuell sind 1.330 Personen mindestens seit einem Jahr arbeitslos.

Die Arbeitslosenquote im April liegt bei 5,3 Prozent, 0,1 Prozentpunkte unter dem Vormonatswert. Im April 2020 lag diese Quote bei 5,4 Prozent.

Die Betriebe im Kreis meldeten 244 neue Arbeitsstellen, 30 mehr als noch im März und signalisieren weiterhin einen konstanten Arbeitskräftebedarf.

Bei den Arbeitsagenturen in Nienburg, Stolzenau und den Gemeinden Hoya und Eystrup, dem Bereich der Arbeitslosenversicherung, ist die Zahl der Erwerbslosen um 9,1 Prozent oder 136 Männer und Frauen gesunken. Im Vergleich zum Vorjahr ist dies ein Rückgang um 11,4 Prozent.

Bei dem für die steuerfinanzierte Grundsicherung verantwortlichen Jobcenter sind die Arbeitslosenzahlen wieder gestiegen. Mit einem Wert von 2.230 Personen liegt der Wert um 35 Erwerbslose über den Ergebnissen des Vormonats.

Im Vorjahr waren 163 Männer und Frauen weniger beim Jobcenter arbeitslos gemeldet.

Die Nachfrage nach Kurzarbeit ist im Landkreis Nienburg sichtlich gesunken. Zum Stichtag am 25. April wurden 8 neuen Anzeigen gemeldet, 11 weniger als im vergangenen Monat. Von den neu gemeldeten Anzeigen könnten bis zu 27 Personen betroffen sein.

Die konkrete Anzahl der Betroffenen lässt sich erst mit einem Zeitverzug von drei Monaten angeben, da die Unternehmen drei Monate Zeit haben, die Abrechnung der Kurzarbeit bei der Agentur für Arbeit einzureichen.

Landkreis Verden:

Die Arbeitslosigkeit im Landkreis Verden liegt im aktuellen Berichtsmonat annähernd auf Vormonatsniveau. Waren im März noch 2.843 Personen arbeitslos, so waren es im April 2.840 Männer und Frauen.

Der Anstieg bei den Langzeitarbeitslosen seit Beginn der Pandemie fällt im Vergleich zu den anderen beiden Landkreisen des Agenturbezirks nicht so signifikant aus. Aktuell sind 817 Personen länger als ein Jahr arbeitslos, 88 mehr als im April des Vorjahres.

Die Arbeitslosenquote im Verdener Kreis liegt unverändert bei 3,8 Prozent. Im Vorjahr lag dieser Wert bei 4,1 Prozent.

Nach einem deutlichen Rückgang der Stellenmeldungen im Vormonat ist die Arbeitskräftenachfrage im April deutlich gestiegen. Die Verdener Unternehmen meldeten 414 neue Arbeitsplatzangebote, ein Zuwachs um 70 Angeboten im Vergleich zum Monat März.

Im Bereich der Arbeitslosenversicherung, das heißt bei der Arbeitsagentur Verden, ist die Zahl der Erwerbslosen um 126 oder 7,9 Prozent auf nun 1.471 Personen gesunken. Im Vorjahr waren 230 Männer und Frauen mehr von Arbeitslosigkeit betroffen.

Bei dem für die steuerfinanzierte Grundsicherung verantwortlichen Jobcenter hingegen konnte ein Anstieg der Arbeitslosenzahlen beobachtet werden. Im April waren 1.369 Männer und Frauen erwerbslos, 123 mehr als im März. Dieser Wert liegt mit 5,2 Prozent über dem Wert des Vorjahres.

Die Nachfrage nach Kurzarbeit im Kreis Verden ist nur leicht zurückgegangen.

Zum Stichtag am 25. April wurden 16 neue Anzeigen auf Kurzarbeit gemeldet, 2 weniger als noch im März. Von diesen Anzeigen im Berichtsmonat könnten bis zu 834 Personen betroffen sein.

Die konkrete Anzahl der Betroffenen lässt sich erst mit einem Zeitverzug von drei Monaten angeben, da die Unternehmen drei Monate Zeit haben, die Abrechnung der Kurzarbeit bei der Agentur für Arbeit einzureichen.