05.01.2021 | Presseinfo Nr. 1

Der Arbeitsmarkt im Dezember 2020

Leichter Anstieg der Arbeitslosenzahlen

Auswirkungen des Lockdowns noch nicht sichtbar

Mit dem Berichtsmonat Dezember neigt sich ein Jahr voller wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Herausforderungen dem Ende. Die Corona-Pandemie hat nicht nur das alltägliche Leben beeinflusst, sondern auch Auswirkungen auf dem Arbeitsmarkt zur Folge gehabt.

Die Zahl der von Arbeitslosigkeit betroffenen Personen ist im Dezember im Vormonatsvergleich wieder leicht angestiegen. Im Bezirk der Agentur für Arbeit Nienburg-Verden waren im Berichtsmonat 12.154 Personen arbeitslos gemeldet, 76 oder 0,6 Prozentpunkte mehr als noch im Vormonat. Vor einem Jahr waren es 1.659 Männer und Frauen weniger.

„Auch im Monat Dezember stellen wir fest, dass das Arbeitsmarktgeschehen weiterhin von der Pandemie beeinflusst wird“, erklärt Harald Büge, Geschäftsführer der Agentur für Arbeit Nienburg-Verden.

„Der moderate Anstieg der Arbeitslosenzahlen in diesem Monat umfasst jedoch noch nicht vollständig die Auswirkungen des zweiten Lockdowns. Diese werden vermutlich erst im Januar zu sehen sein. Mit Blick auf die Vorjahreswerte wird aber schon heute sichtbar, dass die Arbeitslosigkeit weiterhin auf einem höheren Niveau liegt“, ergänzt Büge.

Die Arbeitslosenquote liegt aktuell unverändert bei 4,6 Prozent. Im Vorjahr lag die Quote noch bei 4,0 Prozent.

Die Betriebe im Bezirk der Arbeitsagentur meldeten im Berichtsmonat 832 neue Stellen, 61 weniger als im November. Im Vergleichszeitraum des Vorjahres wurden hingegen 25 Arbeitsplätze weniger gemeldet.

Im Dezember ist die Zahl der von Kurzarbeit betroffenen Betriebe um 336 gestiegen. Von den neuen Anzeigen auf Kurzarbeit könnten bis zu 3.040 Personen betroffen sein.

Insgesamt haben seit April bis zum Stichtag am 28. Dezember 5.284 Betriebe für bis zu 67.437 Beschäftigte Kurzarbeit bei der Arbeitsagentur angezeigt. Wie viel Personen tatsächlich in Kurzarbeit waren, lässt sich erst mit einem Zeitverzug von drei Monaten sagen, da die Unternehmen drei Monate Zeit haben, die Abrechnung der Kurzarbeit bei der Agentur für Arbeit einzureichen.

Die Unterbeschäftigung, die zusätzlich zu den Arbeitslosen auch Personen erfasst, die Arbeit suchen, aber beispielsweise gerade an (Qualifizierungs-)Maßnahmen teilnehmen oder erkrankt sind und deshalb nicht als arbeitslos gezählt werden, lag im Dezember bei 15.727 Personen. Das waren 6,9 Prozent mehr als vor einem Jahr. Als unterbeschäftigt gelten auch viele Flüchtlinge, die in Kursen Sprach- oder Berufskenntnisse erwerben, um ihre Chancen auf dem Arbeitsmarkt zu erhöhen.

Entwicklung nach Landkreisen

Landkreis Diepholz:

Im Dezember waren 5.675 Männer und Frauen im Landkreis Diepholz arbeitslos gemeldet. Im November waren es noch 53 Erwerbslose oder 0,9 Prozentpunkte weniger. Vor einem Jahr waren zu diesem Zeitpunkt 917 Personen oder 19,3 Prozent weniger von Arbeitslosigkeit betroffen.

Die Arbeitslosenquote liegt aktuell – wie auch schon im Vormonat- bei 4,6 Prozent.

­­­­­­­­­­­Die Unternehmen im Landkreis Diepholz meldeten im Dezember 271 neue Stellen zur Besetzung, 39 weniger als im Monat zuvor.

Im Bereich der Arbeitslosenversicherung, das heißt bei den Arbeitsagenturen in Diepholz, Sulingen, Syke und der Gemeinde Bruchhausen-Vilsen ist die Zahl der Arbeitslosen von 2.548 aus dem Vormonat auf nun 2.575 Männer und Frauen gestiegen. Damit liegen die Werte deutlich über den Vorjahreswerten. Im Dezember 2019 waren 555 Personen weniger von Arbeitslosigkeit betroffen.

Bei dem für die steuerfinanzierte Grundsicherung verantwortlichen Jobcenter im Landkreis Diepholz zeigt sich ein ähnliches Bild:

Auch hier ist die Zahl der arbeitslos gemeldeten Personen leicht gestiegen. Im Berichtsmonat waren 3.100 von Erwerbslosigkeit betroffen, 26 mehr als im Monat November. Vor einem Jahr waren beim Jobcenter 362 Männer und Frauen weniger arbeitslos gemeldet.

Im Kreis Diepholz sind bis zum Stichtag im Dezember (28.12.2020) 149 neue Anzeigen auf Kurzarbeit eingegangen. Insgesamt könnten davon bis zu 1.404 Personen betroffen sein.

Seit April haben 2.452 Betriebe Kurzarbeit angezeigt, wovon bis zu 32.116 Personen betroffen sein könnten.

Die konkrete Anzahl der Betroffenen lässt sich erst mit einem Zeitverzug von drei Monaten angeben, da die Unternehmen drei Monate Zeit haben, die Abrechnung der Kurzarbeit bei der Agentur für Arbeit einzureichen.

Landkreis Nienburg:

Auch die Arbeitslosenzahlen im Landkreis Nienburg sind im Berichtsmonat im Vergleich zum Monat November gestiegen. Im Dezember waren 3.602 Männer und Frauen im Kreisgebiet arbeitslos, 43 mehr als im Vormonat. Im Vorjahr waren 505 Personen weniger von Arbeitslosigkeit betroffen.

Trotz des Anstiegs der Arbeitslosenzahlen liegt die Arbeitslosenquote unverändert bei 5,3 Prozent. Im vergangenen Jahr lag sie im Dezember bei 4,6 Prozent.

Die Nienburger Betriebe meldeten im Betrachtungszeitraum Dezember 222 neue Stellen, 53 weniger mehr als im November. Vor einem Jahr wurden 221 Arbeitsangebote gemeldet.

Bei den Arbeitsagenturen in Nienburg, Stolzenau und den Gemeinden Hoya und Eystrup, dem Bereich der Arbeitslosenversicherung, ist der Bestand an Arbeitslosen im Vergleich zum November ebenfalls gestiegen. Im Dezember waren 1.577 Männer und Frauen arbeitslos. Im Vormonatsvergleich stellt dies einen Anstieg um 59 Personen oder 3,9 Prozent dar. Im Vorjahr waren 330 Personen weniger arbeitslos.

Bei dem für die steuerfinanzierte Grundsicherung verantwortlichen Jobcenter ist die Zahl der Erwerbslosen im Berichtsmonat hingegen leicht gesunken. Im Dezember waren hier 2.025 Personen arbeitslos, 16 weniger als im November. Der aktuelle Wert liegt aber mit 175 Arbeitslosen über dem Vorjahreswert.

Im Landkreis haben 77 Betriebe zum Stichtag am 28. Dezember Kurzarbeit für bis zu 669 Personen neu angezeigt. Seit April sind im Kreis somit 1.271 Anzeigen auf Kurzarbeit eingegangen, wovon bis zu 15.119 Beschäftigte betroffen sein könnten.

Die konkrete Anzahl der Betroffenen lässt sich erst mit einem Zeitverzug von drei Monaten angeben, da die Unternehmen drei Monate Zeit haben, die Abrechnung der Kurzarbeit bei der Agentur für Arbeit einzureichen.

Landkreis Verden:

Im Landkreis Verden konnte im Berichtsmonat Dezember ein leichter Rückgang der Arbeitslosenzahlen beobachtet werden.

Im Dezember waren 2.877 Männer und Frauen arbeitslos, 20 weniger als im November. Im vergangenen Jahr waren dagegen 237 Männer und Frauen weniger von Arbeitslosigkeit betroffen.

Die Arbeitslosenquote liegt weiterhin bei 3,9 Prozent. Im vergangenen Jahr lag sie im Dezember bei 3,6 Prozent.

Die Verdener Unternehmen meldeten im Berichtsmonat 339 neue Arbeitsstellen. Im Vormonatsvergleich stellt dies einen Zuwachs um 31 Arbeitsstellen dar, im Vorjahresvergleich ein Zuwachs um 43 Stellen.

Im Bereich der Arbeitslosenversicherung, das heißt bei der Arbeitsagentur Verden, ist die Zahl der Arbeitslosen im Dezember um 35 Personen oder 2,0 Prozent auf nun 1.680 Personen gesunken. Damit liegt der Wert um 336 Personen über dem des Vorjahres.

Bei dem für die steuerfinanzierte Grundsicherung verantwortlichen Jobcenter ist die Zahl der von Arbeitslosigkeit Betroffenen im Vergleich zum Vormonat leicht gestiegen. Im Dezember waren beim Jobcenter 1.197 Personen arbeitslos gemeldet, 15 mehr als im November. Im Vorjahr waren hier 99 Personen mehr arbeitslos.

Bis zum Stichtag am 28. Dezember haben 110 Betriebe für bis zu 967 Beschäftigte Kurzarbeit neu bei der Agentur für Arbeit angezeigt.

Seit April sind der Arbeitsagentur Verden 1.561 Anzeigen zur Kurzarbeit von Betrieben aus dem Kreis zugegangen, wovon bis zu 20.202 Beschäftigte betroffen sein könnten.

Die konkrete Anzahl der Betroffenen lässt sich erst mit einem Zeitverzug von drei Monaten angeben, da die Unternehmen drei Monate Zeit haben, die Abrechnung der Kurzarbeit bei der Agentur für Arbeit einzureichen.