21.01.2021 | Presseinfo Nr. 2

Arbeitgeber müssen schwerbehinderte Beschäftigte bis 31. März melden

Diese Frist sollten Arbeitgeber nicht verpassen: Bis zum 31. März 2021 müssen Unternehmen ihre Beschäftigungsdaten an die Arbeitsagentur melden.

Arbeitgeber mit durchschnittlich mindestens 20 Arbeitsplätzen sind gesetzlich verpflichtet, auf mindestens fünf Prozent der Arbeitsplätze schwerbehinderte Menschen zu beschäftigen. Dies gilt auch für Unternehmen, die im laufenden Jahr von Kurzarbeit betroffen waren. Sofern die Beschäftigungsquote nicht erfüllt ist, müssen Arbeitgeber eine Ausgleichsabgabe an die Integrations-/Inklusionsämter zahlen.

Die Daten können elektronisch übermittelt werden

Unternehmen können die kostenfreie Software IW-Elan nutzen. Diese steht auf der Homepage www.iw-elan.de unter der Rubrik „Download“ zur Verfügung oder kann als CD-ROM unter der Rubrik „Service“ bestellt werden. Falls eine Ausgleichsabgabe gezahlt werden muss, kann dies ebenso über die Software berechnet werden.

Die Ausgleichsabgabe erhöht sich ab dem 01. Januar 2021

Die Abgabe wird auf Grundlage der jahresdurchschnittlichen Beschäftigungsquote ermittelt und ist gestaffelt. Ab 01. Januar 2021 gelten neue Beträge:

Beschäftigungsquote Höhe der Abgabe je Monat und für Arbeitgeber unbesetztem Arbeitsplatz

3 Prozent bis unter 5 Prozent                125,- Euro / NEU 140,- Euro

2 Prozent bis unter 3 Prozent                220,- Euro / NEU 245,- Euro

unter 2 Prozent                                      320,- Euro / NEU 360,- Euro

Die Erhöhung wirkt sich erst im Jahr 2022 aus, da diese für unbesetzte Arbeitsplätze im Jahr 2021 entrichtet wird. Für die Ausgleichsabgabe, die im Jahr 2021 für das Jahr 2020 zu entrichten ist, gelten noch die alten Sätze.

Die Mittel der Ausgleichsabgabe werden zur Förderung der Teilhabe von schwerbehinderten Menschen verwendet. Darunter zählt etwa die Einrichtung eines Arbeitsplatzes oder die Förderung eines schwerbehinderten Menschen mit einem Eingliederungszuschuss.