30.06.2021 | Presseinfo Nr. 32

Der Arbeitsmarkt im Juni 2021

Personalbedarf auf Rekordhoch

  • Arbeitslosigkeit weiter gesunken
  • Corona Effekt auf dem Arbeitsmarkt nahezu überwunden

Nachdem sich der Arbeitsmarkt im Bezirk der Agentur für Arbeit Nienburg-Verden bereits augenscheinlich in den letzten Monaten leicht von den Folgen der Pandemie erholt hat, hat sich diese Entwicklung auch im aktuellen Berichtsmonat Juni weiter bestätigt.

Die Zahl der Arbeitslosen im Agenturbezirk ist um 3,3 Prozent oder 381 Männer und Frauen auf nun 11.232 gesunken. Dieser Wert liegt seit April anhaltend unter den Werten zu Beginn der Pandemie.

„Wir verzeichnen einen konstanten Rückgang der Arbeitslosenzahlen, insbesondere durch sinkende Arbeitslosmeldungen aus Beschäftigung heraus. Zusätzlich sind in diesem Monat die Einmündungen in eine Erwerbstätigkeit im Vormonatsvergleich leicht gestiegen“, erklärt Christoph Tietje, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Nienburg-Verden.

Die Arbeitslosenquote sank im Juni um 0,2 Prozentpunkte von 4,4 Prozent auf nun 4,2 Prozent. Im vergangenen Jahr lag sie noch bei 4,9 Prozent. Auffällig im Juni war der rasante Anstieg der Stellenmeldungen im Bezirk der Arbeitsagentur. Die steigende Bereitschaft der Betriebe, neues Personal einzustellen, hat im Berichtsmonat ein Rekordhoch von 1.895 Meldungen erreicht. Verglichen mit dem Vorjahreswert wurden hier 1.187 Arbeitsangebote mehr gemeldet.

„Insbesondere im Kreis Verden haben die Unternehmen deutlich mehr Stellen gemeldet als je zuvor. Gerade in den Bereichen Handel und Logistik, scheinen die ersten Hürden der Pandemie überwunden zu sein“, ergänzt Tietje.

Im Juni meldeten allein die Betriebe im Raum Verden 1.158 neue Stellen zur Besetzung, 673 mehr als noch im Vormonat.

Auch die Zahl der Anzeigen auf Kurzarbeit sinkt stetig. Im Juni meldeten die Unternehmen bis zum Stichtag am 24. Juni 17 neue Anzeigen auf Kurzarbeit, 25 weniger als im Vormonat. Vor einem Jahr wurden im Juni 87 Anzeigen gezählt. Von den neuen Anzeigen auf Kurzarbeit im aktuellen Monat könnten bis zu 168 Personen betroffen sein.

Wie viel Personen tatsächlich in Kurzarbeit waren, lässt sich erst mit einem Zeitverzug von drei Monaten sagen, da die Unternehmen drei Monate Zeit haben, die Abrechnung der Kurzarbeit bei der Agentur für Arbeit einzureichen.

Die Unterbeschäftigung, die zusätzlich zu den Arbeitslosen auch Personen erfasst, die Arbeit suchen, aber beispielsweise gerade an (Qualifizierungs-)Maßnahmen teilnehmen oder erkrankt sind und deshalb nicht als arbeitslos gezählt werden, lag im Juni bei 14.534 Personen. Das waren 409 oder 2,7 Prozent weniger als im Monat zuvor.

Entwicklung nach Landkreisen

Landkreis Diepholz:

Im Landkreis Diepholz wurden im Berichtsmonat Juni erneut weniger Arbeitslose gezählt. Im Vergleich zum Vormonat ist der Bestand an Erwerbslosen um 125 Personen oder 2,3 Prozent auf nun 5.315 Männer und Frauen gesunken.

Vor einem Jahr waren 558 Personen mehr arbeitslos gemeldet.

Die Arbeitslosenquote lag im Juni bei 4,3 Prozent, 0,1 Prozentpunkte unter dem Wert aus Mai. Im Vorjahr lag sie zu diesem Zeitpunkt bei 4,8 Prozent.

Trotz eines leichten Stellenrückgangs um 9 Arbeitsstellen bleibt die Einstellungsbereitschaft der Betriebe auf einem konstanten Niveau. Verglichen mit den Werten aus 2020 wurden im Berichtsmonat 125 Arbeitsangebote mehr gemeldet.

Im Bereich der Arbeitslosenversicherung, das heißt bei den Arbeitsagenturen in Diepholz, Sulingen, Syke und der Gemeinde Bruchhausen-Vilsen ist der Bestand an Arbeitslosen abermals gesunken. Im aktuellen Monat waren 2.211 Männer und Frauen von Arbeitslosigkeit betroffen. Dies stellt einen Rückgang um 78 Personen oder 3,4 Prozent im Vergleich zum Monat Mai dar.

Ebenfalls sinkende Zahlen konnten im Bereich des für die steuerfinanzierte Grundsicherung verantwortlichen Jobcenters im Landkreis Diepholz verzeichnet werden. Hier sank der Wert aus Mai um 47 Arbeitslose auf nun 3.104 Männer und Frauen. Vor einem Jahr waren 139 Personen oder 4,3 Prozent mehr arbeitslos.

Die Zahl der Anzeigen auf Kurzarbeit im Kreis war im aktuellen Monat rückläufig. Bis zum Stichtag im Berichtsmonat (24.6.) sind 7 neue Anzeigen auf Kurzarbeit bei der Arbeitsagentur eingegangen, 13 weniger als im Monat zuvor. Im Vorjahr waren es noch 42 Anzeigen. Von den neuen Anzeigen im Berichtsmonat könnten bis zu 78 Personen betroffen sein.

Die konkrete Anzahl der Betroffenen lässt sich erst mit einem Zeitverzug von drei Monaten angeben, da die Unternehmen drei Monate Zeit haben, die Abrechnung der Kurzarbeit bei der Agentur für Arbeit einzureichen.

Landkreis Nienburg:

Sinkende Erwerbslosenzahlen konnten im Berichtsmonat Juni auch im Kreis Nienburg beobachtet werden. Nachdem die Arbeitslosenzahlen bereits im Vormonat gesunken waren, hat sich dieser Trend auch im aktuellen Monat fortgesetzt. Im Juni waren 3.355 Männer und Frauen im Kreisgebiet arbeitslos, 3,0 Prozent oder 105 Personen weniger als im Monat zuvor. Verglichen mit den Werten aus dem vergangenen Jahr stellt dies einen Rückgang um 11,9 Prozent (-454 Arbeitslose) dar. Durch den Rückgang im aktuellen Monat ist die Arbeitslosenquote von 5,1 Prozent aus Mai auf nun 5,0 Prozent gesunken. Im Juni 2020 lag diese bei 5,6 Prozent.

Der Bedarf nach neuen Fachkräften im Landkreis Nienburg ist weiterhin hoch. Meldeten die Unternehmen im Kreis im Mai noch 222 neue Stellen zur Besetzung, so stieg dieser Wert im Berichtsmonat auf 376 neue Arbeitsangebote. Insbesondere die Logistikbranche und das produzierende Gewerbe fragten im Juni deutlich vermehrt Arbeitskräfte nach.

Bei den Arbeitsagenturen in Nienburg, Stolzenau und den Gemeinden Hoya und Eystrup, dem Bereich der Arbeitslosenversicherung, ist die Zahl der Arbeitslosen erneut gesunken. Im aktuellen Berichtsmonat waren hier 1.160 Männer und Frauen arbeitslos gemeldet, 87 weniger als im Mai. Im vergangenen Jahr waren zu diesem Zeitpunkt 580 Personen mehr von Arbeitslosigkeit betroffen.

Bei dem für die steuerfinanzierte Grundsicherung verantwortlichen Jobcenter konnte im Juni nur ein leichter Rückgang im Bestand der Arbeitslosen beobachtet werden. Mit 2.195 Arbeitslosen liegt dieser Wert mit 18 Personen leicht unter dem Wert des Vormonats.

Die Unternehmen im Landkreis Nienburg meldeten im bis zum 24. Juni 9 neue Anzeigen auf Kurzarbeit, 3 weniger als im Mai. Von den neuen Anzeigen im Monat könnten bis zu 89 Männer und Frauen betroffen sein. Auch hier zeigt sich, dass die Auswirkungen der Pandemie auf die Inanspruchnahme von Kurzarbeit an Bedeutung verlieren.

Die konkrete Anzahl der Betroffenen lässt sich erst mit einem Zeitverzug von drei Monaten angeben, da die Unternehmen drei Monate Zeit haben, die Abrechnung der Kurzarbeit bei der Agentur für Arbeit einzureichen.

Landkreis Verden:

Weniger Arbeitslose im Landkreis Verden: Im Juni ist die Erwerbslosenzahl im Landkreis Verden – wie auch schon im Vormonat- gesunken. Im Berichtsmonat waren hier 2.562 Personen arbeitslos, 151 Männer und Frauen oder 5,6 Prozent weniger als im Mai. Verglichen mit den Werten aus dem Vorjahr ist hier ein Rückgang um 20,9 Prozent (-676 Arbeitslose) zu erkennen.

Der Rückgang im Bestand der Arbeitslosen bewirkt ebenfalls einen Rückgang der Arbeitslosenquote. Im Juni lag diese bei 3,4 Prozent, 0,2 Prozentpunkte unter dem Vormonatswert. Im Juni 2020 wurde ein Wert von 4,3 Prozent gemeldet.

Die Nachfrage nach Arbeitskräften im Verdener Kreisgebiet hat im Juni ein Rekordhoch erreicht. Die gelockerten Einschränkungen im Handel haben dazu geführt, dass hier deutlich mehr Personal nachgefragt wurde. Im Juni meldeten die Unternehmen 1.158 neue Arbeitsstellen. Im Mai lag dieser Wert noch bei 485 vakanten Stellen.

Im Bereich der Arbeitslosenversicherung, das heißt bei der Arbeitsagentur Verden, sind die Erwerbslosenzahlen im Berichtsmonat ebenfalls rückläufig gewesen. Im Juni waren 1.287 Männer und Frauen von Arbeitslosigkeit betroffen, 77 weniger als im Monat Mai. Im Vorjahresvergleich ist hier ein Rückgang um 27,5 Prozent oder 488 Personen zu erkennen.

Auch bei dem für die steuerfinanzierte Grundsicherung verantwortlichen Jobcenter konnten im Juni sinkende Arbeitslosenzahlen beobachtet werden. Im Berichtsmonat waren 74 Männer und Frauen weniger arbeitslos als im Mai. Der Bestand liegt aktuell bei 1.275 Männer und Frauen, 188 weniger als im Vorjahr.

Die Nachfrage nach Kurzarbeit im Landkreis Verden ist erstmals unter 3 Unternehmen gesunken, nachdem im Vormonat noch 10 neue Anzeigen bei der Arbeitsagentur eingegangen waren.

Die konkrete Anzahl der von Kurzarbeit Betroffenen lässt sich erst mit einem Zeitverzug von drei Monaten angeben, da die Unternehmen drei Monate Zeit haben, die Abrechnung der Kurzarbeit bei der Agentur für Arbeit einzureichen.