30.11.2021 | Presseinfo Nr. 57

Der Arbeitsmarkt im November

Rückgang der Arbeitslosenzahlen im Gesamtbezirk

  • Unterschiede in den Landkreisen erkennbar

Im aktuellen Berichtsmonat November ist die Zahl der von Arbeitslosigkeit Betroffenen im Bezirk der Agentur für Arbeit Nienburg-Verden insgesamt nochmals gesunken. Nachdem bereits im Oktober ein Rückgang der Erwerbslosenzahlen zu verzeichnen gewesen war, ist dieser Wert im Betrachtungszeitraum um 133 Personen oder 1,3 Prozent auf nun 10.370 Männer und Frauen gesunken. Im vergangenen Jahr waren im Agenturbezirk 1.708 Personen mehr arbeitslos.

Die Arbeitslosenquote ist durch den Rückgang um weitere 0,1 Prozentpunkte auf aktuell 3,9 Prozent gesunken. Im November des Vorjahres lag der Wert bei 4,6 Prozent.

„Auch wenn die Arbeitslosenzahlen insgesamt rückläufig sind, lassen sich Unterschiede in den drei Landkreisen unseres Bezirks erkennen“, erklärt Christoph Tietje, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Nienburg-Verden.

„Auch die Zahlen im Bereich der Grundsicherung und der Arbeitslosenversicherung weisen unterschiedliche Tendenzen auf“, so der Agenturchef.

Im November waren im Bereich der Arbeitslosenversicherung 4.148 Männer und Frauen arbeitslos. Dies waren 56 oder 1,4 Prozent mehr als im Vormonat. Im Bereich der Grundsicherung ist der Arbeitslosenbestand um 189 Erwerbslose oder 2,9 Prozent auf nun 6.222 gesunken.

Trotz einer rückläufigen Arbeitskräftenachfrage der Unternehmen im Bezirk liegen die Werte über denen aus dem Vorjahr. Im Berichtsmonat November meldeten die Betriebe im Agenturbezirk 984 neue Arbeitsstellen, 11,4 Prozent weniger als im Oktober. Im vergangenen Jahr gab es 91 Stellenmeldungen weniger.

Seit Beginn des Jahres wurden der Agentur für Arbeit Nienburg-Verden 12.818 Arbeitsangebote gemeldet, von denen im November noch 6.035 unbesetzt blieben.

Im November haben 21 Betriebe bis zum Stichtag am 24.11 Kurzarbeit neu angezeigt. Im Vormonat waren es noch 22 Unternehmen im Bezirk.

Von den neuen Anzeigen könnten bis zu 503 Personen betroffen sein. Wie viele Personen tatsächlich in Kurzarbeit waren, lässt sich erst mit einem Zeitverzug von drei Monaten sagen, da die Unternehmen drei Monate Zeit haben, die Abrechnung der Kurzarbeit bei der Agentur für Arbeit einzureichen.

Die Unterbeschäftigung, die zusätzlich zu den Arbeitslosen auch Personen erfasst, die Arbeit suchen, aber beispielsweise gerade an (Qualifizierungs-)Maßnahmen teilnehmen oder erkrankt sind und deshalb nicht als arbeitslos gezählt werden, lag im Berichtsmonat bei 13.492 Personen. Das waren 0,6 Prozent oder 75 Männer und Frauen weniger als im Monat zuvor.

Entwicklung nach Landkreisen

Landkreis Diepholz:

Im Kreis Diepholz ist die Zahl der Arbeitslosen wiederholt gesunken. Im Berichtsmonat November waren 4.786 Männer und Frauen arbeitslos, 162 weniger als im Vormonat Oktober. Vor einem Jahr waren im Landkreis 836 oder 14,9 Prozent mehr von Erwerbslosigkeit betroffen.

Durch den Rückgang im Arbeitslosenbestand ist die Arbeitslosenquote von 4,0 Prozent aus dem Vormonat auf nun 3,9 Prozent gesunken. Im vergangenen Jahr lag die Quote zu diesem Zeitpunkt bei 4,6 Prozent.

Im Landkreis Diepholz sind im aktuellen Betrachtungszeitraum sowohl im Bereich der Arbeitslosenversicherung als auch in der Grundsicherung sinkende Zahlen im Bestand der Arbeitslosen zu erkennen gewesen.

Im Bereich der Arbeitslosenversicherung, das heißt bei den Arbeitsagenturen in Diepholz, Sulingen, Syke und der Gemeinde Bruchhausen-Vilsen ist die Zahl der Arbeitslosen von 1.950 Männern und Frauen auf nun 1.927 Personen gesunken. Im Vergleich zum Vorjahr sind dies 621 Personen oder 24,4 Prozent weniger.

Bei dem für die steuerfinanzierte Grundsicherung verantwortlichen Jobcenter im Landkreis Diepholz sind die Erwerbslosenzahlen um 4,6 Prozent (139 Männer und Frauen) auf aktuell 2.859 Menschen gesunken. Dies stellt einen Rückgang um 215 Personen im Vorjahresvergleich dar.

Die Zahl der neu gemeldeten Arbeitsstellen ist im Vergleich zum Monat Oktober leicht um 7 Stellen auf 328 Neuzugänge gesunken. Dieser Wert liegt aber mit 18 Arbeitsangeboten über dem Vorjahreswert.

Im Diepholzer Kreis haben bis zum Stichtag im November (24.11.2021) 10 Betriebe Kurzarbeit neu angezeigt, eine Anzeige weniger als noch im Oktober. Von den neuen Anzeigen könnten bis zu 95 Personen betroffen sein. Im Vorjahr gab es im November 155 neue Anzeigen auf Kurzarbeit.

Die konkrete Anzahl der Betroffenen lässt sich erst mit einem Zeitverzug von drei Monaten angeben, da die Unternehmen drei Monate Zeit haben, die Abrechnung der Kurzarbeit bei der Agentur für Arbeit einzureichen.

Landkreis Nienburg:

Entgegen des Trends im Gesamtbezirk ist die Zahl der Arbeitslosen im Landkreis Nienburg um 79 Personen oder 2,5 Prozent auf aktuell 3.223 Personen angestiegen. Im Vorjahr waren 336 Männer und Frauen (9,4 Prozent) weniger von Erwerbslosigkeit betroffen.

Eine Ursache für diesen Anstieg sind rückläufige Zahlen beim Abgang in Erwerbstätigkeit. Konnten im Oktober noch 218 Personen in eine Erwerbstätigkeit einmünden, so sank dieser Wert im Berichtsmonat auf 176 Männer und Frauen – ein Rückgang um 19,3 Prozent.

Durch den Anstieg der Arbeitslosenzahlen ist die Arbeitslosenquote von 4,7 Prozent aus dem Vormonat auf aktuell 4,8 Prozent gestiegen. Im Vorjahr wurde eine Quote von 5,3 Prozent gemeldet.

Trotz steigender Erwerbslosenzahlen ist die Einstellungsbereitschaft der Betriebe weiterhin stabil. Im November meldeten die Nienburger Unternehmen 277 neue Stellen zur Besetzung, 21 mehr als im Oktober.

Ein gestiegener Bestand an Arbeitslosen ließ sich im aktuellen Betrachtungszeitraum in beiden Rechtskreisen beobachten. Bei den Arbeitsagenturen in Nienburg, Stolzenau und den Gemeinden Hoya und Eystrup, dem Bereich der Arbeitslosenversicherung, ist der Zahl der Erwerbslosen im Vergleich zum Vormonat um 60 Personen oder 5,8 Prozent gestiegen. Mit 419 Männer und Frauen liegt der Wert aber deutlich unter Vorjahresniveau.

Bei dem für die steuerfinanzierte Grundsicherung verantwortlichen Jobcenter ist die Erwerbslosenzahl nur leicht um 19 Personen oder 0,9 Prozent auf nun 2.124 Personen gestiegen. Im Vorjahr waren 83 Männer und Frauen weniger arbeitslos.

Im Landkreis Nienburg gab es im Berichtsmonat (Stichtag: 24. November) – wie auch im Oktober- 6 neue Anzeigen auf Kurzarbeit. Von diesen Anzeigen könnten bis zu 321 Personen betroffen sein.

Die konkrete Anzahl der Betroffenen lässt sich erst mit einem Zeitverzug von drei Monaten angeben, da die Unternehmen drei Monate Zeit haben, die Abrechnung der Kurzarbeit bei der Agentur für Arbeit einzureichen.

Landkreis Verden:

Im Verdener Kreis sind die Arbeitslosenzahlen insgesamt leicht um 50 Personen auf aktuell 2.361 Männer und Frauen gesunken. Im Vorjahr waren es noch 536 Erwerbslose oder 18,5 Prozent mehr. Trotz des beschriebenen Rückgangs der Erwerbslosenzahlen ist ein deutlicher Rückgang der Abgänge in eine Erwerbstätigkeit im Landkreis zu erkennen. Im November konnten 190 Menschen in eine Erwerbstätigkeit einmünden, 20,2 Prozent oder 48 Personen weniger als im Berichtsmonat zuvor.

Die Arbeitslosenquote liegt unverändert bei 3,2 Prozent. Im November des vergangenen Jahres wurde noch eine Quote von 3,9 Prozent gemeldet.

Die Verdener Unternehmen meldeten im Berichtsmonat November 379 neue Stellen zur Besetzung, 144 weniger als im Oktober. Vor einem Jahr wurden 71 Stellen weniger gemeldet.

Mit Blick auf die Arbeitslosenzahlen im gesamten Landkreis sind jedoch unterschiedliche Entwicklungen bei der isolierten Betrachtung der beiden Rechtskreise zu erkennen:

Im Bereich der Arbeitslosenversicherung, das heißt bei der Arbeitsagentur Verden, ist die Zahl der von Arbeitslosigkeit Betroffenen um 19 Männer und Frauen oder 1,7 Prozent auf aktuell 1.122 Erwerbslose gestiegen. Im Vergleich zum Vorjahr sind dies 539 Personen weniger.

Bei dem für die steuerfinanzierte Grundsicherung verantwortlichen Jobcenter ist die Zahl der Arbeitslosen im Vergleich zum Monat Oktober hingegen gesunken. Im aktuellen Berichtsmonat waren 1.239 Personen beim Jobcenter arbeitslos, 69 weniger als im Vormonat. Im vergangenen Jahr waren hier 57 Männer und Frauen weniger arbeitslos.

Im Berichtsmonat haben (bis zum Stichtag am 24.November) 5 Betriebe Kurzarbeit für bis zu 87 Personen neu angezeigt. Im Vorjahr wurden 109 neue Anzeigen gemeldet.

Die konkrete Anzahl der Betroffenen lässt sich erst mit einem Zeitverzug von drei Monaten angeben, da die Unternehmen drei Monate Zeit haben, die Abrechnung der Kurzarbeit bei der Agentur für Arbeit einzureichen.