04.01.2022 | Presseinfo Nr. 1

Der Arbeitsmarkt im Dezember

Leichter Anstieg der Arbeitslosigkeit 

  • Kurzarbeit ist wieder ein Thema
  • Weniger Stellenmeldungen als im vergangenen Jahr

Im aktuellen Berichtsmonat Dezember ist die Zahl der von Arbeitslosigkeit Betroffenen im Bezirk der Agentur für Arbeit Nienburg-Verden insgesamt leicht gestiegen. Nachdem im November ein Rückgang der Erwerbslosenzahlen zu verzeichnen gewesen war, ist dieser Wert nun im Betrachtungszeitraum um 98 Personen oder 0,9 Prozent auf nun 10.468 Männer und Frauen gestiegen.

Im vergangenen Jahr waren im Agenturbezirk 1.686 Personen mehr arbeitslos.

Die Arbeitslosenquote liegt gleichbleibend bei 3,9 Prozent.

Im Dezember 2020 lag der Wert bei 4,6 Prozent.

„Die Pandemie hat weiter Einfluss auf den Arbeitsmarkt – wenn auch Unterschiede in den einzelnen Landkreisen erkennbar sind“, erklärt Christoph Tietje, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Nienburg-Verden.

Im Dezember waren im Bereich der Arbeitslosenversicherung 4.232 Männer und Frauen arbeitslos. Dies waren 84 oder 2,0 Prozent mehr als im Vormonat. Im Bereich der Grundsicherung ist der Arbeitslosenbestand um 14 Erwerbslose oder 0,2 Prozent auf nun 6.236 gestiegen.

Die Arbeitskräftenachfrage der Unternehmen im Bezirk steigt unterdessen: Im Berichtsmonat Dezember meldeten die Betriebe im Agenturbezirk 1.447 neue Arbeitsstellen, ganze 47,1 Prozent mehr als im November. Im vergangenen Jahr gab es 615 Stellenmeldungen weniger. Seit Beginn des Jahres wurden der Agentur für Arbeit Nienburg-Verden 14.265 Arbeitsangebote gemeldet.

Im Dezember haben 105 Betriebe bis zum Stichtag Kurzarbeit neu angezeigt. Im Vormonat waren es noch 21 Unternehmen im Bezirk.

Von den neuen Anzeigen könnten bis zu 1.292 Personen betroffen sein. Wie viele Personen tatsächlich in Kurzarbeit waren, lässt sich erst mit einem Zeitverzug von drei Monaten sagen, da die Unternehmen drei Monate Zeit haben, die Abrechnung der Kurzarbeit bei der Agentur für Arbeit einzureichen.

Insgesamt haben von April 2021 bis Dezember 2021 424 Betriebe für 7.520 Personen eine Kurzarbeit angezeigt.

Im selben Zeitraum im Jahr 2020 (April 2020 – Dezmeber 2020) waren es noch 5.329 Betreibe für 67.708 Personen.

Die Unterbeschäftigung, die zusätzlich zu den Arbeitslosen auch Personen erfasst, die Arbeit suchen, aber beispielsweise gerade an (Qualifizierungs-)Maßnahmen teilnehmen oder erkrankt sind und deshalb nicht als arbeitslos gezählt werden, lag im Berichtsmonat bei 13.531 Personen.

Entwicklung nach Landkreisen

Landkreis Diepholz:

Im Kreis Diepholz ist die Zahl der Arbeitslosen ebenfalls leicht gestiegen: Im Berichtsmonat Dezember waren 4.833 Männer und Frauen arbeitslos, 47 mehr als im Vormonat November. Vor einem Jahr waren im Landkreis 842 oder 14,8 Prozent mehr Menschen von Erwerbslosigkeit betroffen.

Die Arbeitslosenquote im Landkreis liegt gleichbleibend bei 3,9 Prozent. Im vergangenen Jahr lag die Quote zu diesem Zeitpunkt bei 4,6 Prozent.

Im Bereich der Arbeitslosenversicherung, das heißt bei den Arbeitsagenturen in Diepholz, Sulingen, Syke und der Gemeinde Bruchhausen-Vilsen ist die Zahl der Arbeitslosen um 40 Männern und Frauen auf nun 1.976 Personen gestiegen. Im Vergleich zum Vorjahr sind dies 608 Personen oder 23,6 Prozent weniger.

Bei dem für die steuerfinanzierte Grundsicherung verantwortlichen Jobcenter im Landkreis Diepholz sind die Erwerbslosenzahlen um 0,2 Prozent (7 Männer und Frauen) auf aktuell 2.866 Menschen gestiegen. Dies stellt einen Rückgang um 234 Personen im Vorjahresvergleich dar.

Die Zahl der neu gemeldeten Arbeitsstellen ist im Vergleich zum Monat November um 41 Stellen auf 287 Neuzugänge gesunken. Dieser Wert liegt aber mit 16 Arbeitsangeboten über dem Vorjahreswert.

Im Diepholzer Kreis haben im Dezember 43 Betriebe Kurzarbeit neu angezeigt. Von den neuen Anzeigen könnten bis zu 503 Personen betroffen sein. Die konkrete Anzahl der Betroffenen lässt sich erst mit einem Zeitverzug von drei Monaten angeben, da die Unternehmen drei Monate Zeit haben, die Abrechnung der Kurzarbeit bei der Agentur für Arbeit einzureichen.

Insgesamt gab es von April 2021 bis Dezember 2021 202 Anzeigen für bis zu 2.688 Personen.  Im vergleichbaren Zeitraum des Vorjahres waren es noch 2.478 Anziegen für 32.277 Personen

Landkreis Nienburg:

Auch im Landkreis Nienburg ist die Zahl der Arbeitslosen um 71 Personen oder 2,2 Prozent auf aktuell 3.294 Personen angestiegen. Im Vorjahr waren 308 Männer und Frauen (8,6 Prozent) mehr von Erwerbslosigkeit betroffen.

Durch den Anstieg der Arbeitslosenzahlen ist die Arbeitslosenquote von 4,8 Prozent aus dem Vormonat auf aktuell 4,9 Prozent gestiegen. Im Vorjahr wurde eine Quote von 5,3 Prozent gemeldet.

Trotz steigender Erwerbslosenzahlen ist die Einstellungsbereitschaft der Betriebe weiterhin stabil. Im Dezember meldeten die Nienburger Unternehmen 288 neue Stellen zur Besetzung, 11 mehr als im November.

Ein gestiegener Bestand an Arbeitslosen ließ sich im aktuellen Betrachtungszeitraum in beiden Rechtskreisen beobachten. Bei den Arbeitsagenturen in Nienburg, Stolzenau und den Gemeinden Hoya und Eystrup, dem Bereich der Arbeitslosenversicherung, ist der Zahl der Erwerbslosen im Vergleich zum Vormonat um 49 Personen oder 4,5 Prozent auf 1.148 Personen gestiegen. Mit 429 Männer und Frauen mehr im Dezember 2020 liegt der Wert aber deutlich unter Vorjahresniveau.

Bei dem für die steuerfinanzierte Grundsicherung verantwortlichen Jobcenter ist die Erwerbslosenzahl nur leicht um 22 Personen oder 1,0 Prozent auf nun 2.146 Personen gestiegen. Im Vorjahr waren 121 Männer und Frauen weniger arbeitslos.

Im Landkreis Nienburg gab es im Berichtsmonat 24 neue Anzeigen auf Kurzarbeit. Von diesen Anzeigen könnten bis zu 252 Personen betroffen sein.

Die konkrete Anzahl der Betroffenen lässt sich erst mit einem Zeitverzug von drei Monaten angeben, da die Unternehmen drei Monate Zeit haben, die Abrechnung der Kurzarbeit bei der Agentur für Arbeit einzureichen.

Landkreis Verden:

Als einziger der drei Landkreise kann der Verdener Kreis einen leichten Rückgang der Arbeitslosenzahlen verzeichnen: Die Zahl sinkt um 20 Personen auf aktuell 2.341 Männer und Frauen. Im Vorjahr waren es noch 536 Erwerbslose oder 18,6 Prozent mehr.

Die Arbeitslosenquote liegt unverändert bei 3,1 Prozent, 0,1 Prozent weniger als im November 2021. Im November des vergangenen Jahres wurde noch eine Quote von 3,9 Prozent gemeldet.

Die Verdener Unternehmen meldeten im Berichtsmonat November 872 neue Stellen zur Besetzung, 493 mehr als im November. Vor einem Jahr wurden 533 Stellen weniger Stellen gemeldet, ganze 157,2 Prozent.

Im Bereich der Arbeitslosenversicherung, das heißt bei der Arbeitsagentur Verden, ist die Zahl der von Arbeitslosigkeit Betroffenen um 5 Männer und Frauen oder

0,4 Prozent auf aktuell 1.117 Erwerbslose gesunken. Im Vergleich zum Vorjahr sind dies 563 Personen weniger

Auch bei dem für die steuerfinanzierte Grundsicherung verantwortlichen Jobcenter ist die Zahl der Arbeitslosen im Vergleich zum Monat November gesunken. Im aktuellen Berichtsmonat waren 1.224 Personen beim Jobcenter arbeitslos, 15 weniger als im Vormonat. Im vergangenen Jahr waren hier 27 Männer und Frauen weniger arbeitslos.

Im Berichtsmonat haben 38 Betriebe Kurzarbeit für bis zu 537 Personen neu angezeigt. Die konkrete Anzahl der Betroffenen lässt sich erst mit einem Zeitverzug von drei Monaten angeben, da die Unternehmen drei Monate Zeit haben, die Abrechnung der Kurzarbeit bei der Agentur für Arbeit einzureichen.