26.01.2022 | Presseinfo Nr. 7

Zeugnis in der Tasche – Zukunft auch?

Für viele Schülerinnen und Schüler heißt es am Freitag: Zeugnis in der Tasche. Für einige Jugendliche wird es eines der letzten Zeugnisse sein: Wer im Sommer eine Ausbildung oder ein Studium beginnen möchte, der hält vermutlich sein vorletztes Zeugnis in der Hand. Aber was tun, wenn der Ausbildungsplatz noch nicht gesichert ist?
 

Charleen Sandmann von der Berufsberatung der Agentur für Arbeit Nienburg-Verden verrät, worauf es gerade jetzt ankommt.

„Wer im Sommer eine Ausbildung starten möchte, sollte sich spätestens jetzt bewerben, idealerweise sollten bis jetzt schon einige Bewerbungen raus sein“, sagt Berufsberaterin Sandmann und spricht damit aus Erfahrung.

Aber was mache ich, wenn ich noch keinen Plan habe, wo meine Reise hingehen soll?

„So etwas ist nicht schlimm. Jedoch sollte man sich mit seinen Möglichkeiten auseinandersetzen. Wir Berufsberater unterstützen hier gerne. Gemeinsam die Stärken und Interessen checken und einfach mal ins Gespräch kommen, welche Berufe hier eine gute Kombination sein könnten“, erklärt Charleen Sandmann.

Und dann? Wie bewerbe ich mich denn richtig?

„Wer einen Plan für seine Zukunft hat, muss aktiv werden. Das fängt doch bei der Bewerbung an. Egal ob schriftlich, per Email oder als Onlinebewerbung. Wichtig ist:  Einfach mal ein Muster erstellen, die eigenen Stärken hier klar formulieren, Interesse zeigen. Wir helfen dabei, dass die Bewerbung ein Türöffner sein kann“, erklärt Sandmann. „Es gibt auch tolle Onlineangebote zu diesem Thema.  Auf Planet-Beruf (https://planet-beruf.de/schuelerinnen/wie-bewerbe-ich-mich) kann jeder nachschauen, wie eine Bewerbung aussehen sollte“.

Dann kommt die große Frage: Wo soll ich mich nur bewerben?

„Kontakte sind Gold wert. Fragt im Freundes- und Bekanntenkreis nach, vielleicht ergeben sich hier schon erste Möglichkeiten. Oft reicht das aber nicht aus, oft müssen es zehn oder zwanzig Bewerbungen sein. Das bedeutet nicht, dass man zu schlecht ist, man hat einfach Konkurrenz“, sagt Sandmann. „Wir haben aber in den Agenturen Kontakt zu vielen Arbeitgeberinnen und Arbeitgebern, die dringend Nachwuchskräfte suchen. Gemeinsam suchen wir für den Wunschberuf Ausbildungsstellen raus und senden diese zu, natürlich kostenlos“, ergänzt die Beraterin.

Es hagelt nur Absagen – was dann?

„Absagen gehören dazu. Gerade in der jetzigen Zeit ist es auch nicht immer möglich, ein Praktikum anzubieten, in dem man überzeugen kann. Eine Absage ist immer frustrierend. Man sollte aber nicht den Mut verlieren, sondern weitere Unternehmen ansprechen. Vielleicht ist es manchmal auch sinnvoll, dass man über Alternativen spricht, ähnliche Berufe, die auch in Frage kommen könnten. Hier unterstützen wir gerne. Bei knapp 400 Ausbildungsberufen gibt es oft auch tolle Alternativen“, so die Ausbildungsexpertin.

„Und nicht vergessen, eine weiterqualifizierende Schulbildung sollte man als Plan B auch immer parat haben. Berufsfachschulen und andere Angebote der Berufsbildenden Schulen bieten eine gute Vorbereitung auf eine Ausbildung. Hier ist oft ein Anmeldeschluss zu beachten“, fügt sie hinzu.

Welche Schule oder Fachrichtungen zum Wunschberuf passen, verraten die Berufsberaterinnen und Berufsberater gerne im Gespräch. Es gibt auch viele Angebote für Jugendliche, die Ihre Schulpflicht erfüllt haben und nach Alternativen für den Sommer suchen.

Wer mehr wissen will oder noch Tipps für die Zukunftsplanung braucht, sollte sich jetzt beraten lassen. Termine können unter 05021 907 5555 oder Berufsberatung-Nienburg@arbeitsagentur.de vereinbart werden.

Charleen Sandmann appelliert: „Verpasse nicht Deinen Start in den Beruf. Lass Dich beraten und mach Dir jetzt Deine Ausbildung klar!“