01.02.2022 | Presseinfo Nr. 9

Der Arbeitsmarkt im Januar 2022

Anstieg der Arbeitslosenzahlen im Januar
 

  • Saisonalbedingte Entwicklung zum Jahresbeginn
  • Deutlicher Rückgang im Vorjahresvergleich

Im ersten Monat des neuen Jahres sind die Arbeitslosenzahlen im Bezirk der Agentur für Arbeit Nienburg-Verden gestiegen. Nachdem bereits im Dezember leicht steigende Zahlen gemeldet wurden, hat sich dieser Trend auch im Januar fortgesetzt.

Im aktuellen Berichtsmonat waren 11.011 Männer und Frauen in den drei Landkreisen Diepholz, Nienburg und Verden von Arbeitslosigkeit betroffen. Dies sind 543 Personen oder 5,2 Prozent mehr als noch zum Jahresende im Dezember. Verglichen mit den Werten aus dem Vorjahr ist hier jedoch ein deutlicher Rückgang zu erkennen. Im Januar 2021 waren 1.772 Personen mehr arbeitslos.

„Ein Anstieg der Arbeitslosenzahlen zum Jahresbeginn ist üblich“, erklärt Christoph Tietje, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Nienburg-Verden. „In witterungsabhängigen Branchen wie dem Baugewerbe oder den grünen Berufen kann nicht durchgehend gearbeitet werden, so dass es in den Wintermonaten zu Freisetzungen kommt“, ergänzt Tietje.

Die Arbeitslosenquote ist mit dem Anstieg der Erwerbslosenzahlen um 0,2 Prozentpunkte auf nun 4,1 Prozent gestiegen. Im Vorjahr lag die Quote im Januar bei 4,8 Prozent.

Die Zahl der gemeldeten Arbeitsstellen im Bezirk der Arbeitsagentur Nienburg-Verden ist geringer ausgefallen als im Vormonat Dezember. Im ersten Monat des Jahres meldeten die Unternehmen 1.063 neue Stellen zur Besetzung, 384 oder 26,5 Prozent weniger als im Vormonat, in dem ein Großteil der Stellenmeldungen auf das Vorweihnachtsgeschäft zurückzuführen war. Vergleicht man zusätzlich die Werte aus dem Januar des vergangenen Jahres, so wird ein aktuell höherer Personalbedarf deutlich. Im Vorjahr wurden im gleichen Zeitraum 286 Arbeitsstellen weniger gemeldet.

Die Unterbeschäftigung, die zusätzlich zu den Arbeitslosen auch Personen erfasst, die Arbeit suchen, aber beispielsweise gerade an (Qualifizierungs-) Maßnahmen teilnehmen oder erkrankt sind und deshalb nicht als arbeitslos gezählt werden, lag im Berichtsmonat bei 14.046 Personen. Das waren 4,2 Prozent oder 562 Männer und Frauen mehr als im Dezember zuvor.

Entwicklung nach Landkreisen

Landkreis Diepholz:

Im Landkreis Diepholz ist die Zahl der Arbeitslosen zu Beginn des Jahres gestiegen. Im aktuellen Betrachtungsmonat Januar waren 5.050 Männer und Frauen arbeitslos. Im Vormonatsvergleich stellt dies einen Anstieg um 4,5 Prozent oder 217 Arbeitslose dar. Vor einem Jahr waren 919 Personen weniger von Erwerbslosigkeit betroffen.

Die Arbeitslosenquote ist von 3.9 aus dem Vormonat auf nun 4,1 Prozent ansteigen. Im Vorjahr lag die Quote noch bei 4,8 Prozent.

Im Bereich der Arbeitslosenversicherung, das heißt bei den Arbeitsagenturen in Diepholz, Sulingen, Syke und der Gemeinde Bruchhausen-Vilsen ist die Zahl der Arbeitslosen von 1.967 Männern und Frauen auf inzwischen 2.159 Personen angestiegen. Im Vorjahresvergleich fällt dieser Wert um 23,6 Prozent oder 666 Personen geringer aus.

Bei dem für die steuerfinanzierte Grundsicherung verantwortlichen Jobcenter im Landkreis Diepholz ist der Bestand an Arbeitslosen im Januar nur leicht gestiegen. Hier waren im ersten Monat des Jahres 2.891 Männer und Frauen arbeitslos, 25 mehr als im Monat zuvor. Im Vorjahr waren es noch 253 Personen mehr, die nach einer neuen Beschäftigung gesucht haben.

Die Betriebe im Diepholzer Kreis haben im Berichtsmonat 372 neuen Stellen zur Besetzung gemeldet. Dies ist ein Zuwachs um 85 Arbeitsstellen im Vergleich zum Vormonat. Im Januar 2021 wurden 122 Arbeitsangebote weniger gemeldet.

Landkreis Nienburg:

Im Landkreis Nienburg ist der Bestand an Arbeitslosen im Vergleich zum Vormonat ebenfalls angestiegen. Waren im Dezember noch 3.294 Personen von Arbeitslosigkeit betroffen, so ist dieser Wert im Berichtsmonat um 120 auf nun 3.414 angestiegen. Zum Vorjahr stellt dies einen Rückgang dar. Im Januar 2021 waren 392 Personen oder 8,0 Prozent mehr arbeitslos.

Durch den Anstieg der Arbeitslosenzahlen ist die Arbeitslosenquote auf einen Wert von 5,1 Prozent angestiegen. Dieser Wert liegt 0,5 Prozentpunkte unter dem Vorjahreswert.

Bei den Arbeitsagenturen in Nienburg, Stolzenau und den Gemeinden Hoya und Eystrup, dem Bereich der Arbeitslosenversicherung, ist der Bestand an Erwerbslosen von 1.148 Personen auf nun 1.299 gestiegen. Im Vorjahr waren 410 Personen oder 24,0 Prozent mehr arbeitslos.

Bei dem für die steuerfinanzierte Grundsicherung verantwortlichen Jobcenter lag die Zahl an Erwerbslosen im Berichtsmonat bei 2.115, ein Rückgang um 1,4 Prozent oder 31 Erwerbslose im Vergleich zum Monat Dezember. Betrachtet man die Werte aus dem Vorjahr, so ist ein leichter Anstieg der Arbeitslosigkeit im Bereich der Grundsicherung um 18 Männer und Frauen zu erkennen.

Im ersten Monat des Jahres meldeten die Arbeitgeber im Landkreis Nienburg 272 freie Stellen, 16 weniger als im Vormonat.

Landkreis Verden:

Im Landkreis Verden ist die Zahl der arbeitslos gemeldeten Personen im Januar angestiegen, liegt aber noch unter Vorjahresniveau. Im Berichtsmonat waren 2.547 Männer und Frauen von Arbeitslosigkeit betroffen, 206 oder 8,8 Prozent mehr als im Vormonat. Im Januar 2021 waren 461 Personen mehr von Arbeitslosigkeit betroffen.

Die Arbeitslosenquote liegt mit 3,4 Prozent um 0,3 Prozentpunkten über dem Vormonatswert. Vor einem Jahr wurde eine Quote von 4,0 Prozent gemeldet.

Im Bereich der Arbeitslosenversicherung, das heißt bei der Arbeitsagentur Verden, ist die Zahl der Arbeitslosen um 134 auf nun 1.251 gestiegen. Vor einem Jahr waren 510 Personen oder 29,0 Prozent weniger von Arbeitslosigkeit betroffen.

Bei dem für die steuerfinanzierte Grundsicherung verantwortlichen Jobcenter ist die Erwerbslosenzahl um 5,9 Prozent von 1.224 Männer und Frauen auf 1.296 gestiegen. Vor einem Jahr waren 49 Personen weniger beim Jobcenter arbeitslos gemeldet.

Die Arbeitgeber im Landkreis Verden meldeten 419 neue Stellen zur Besetzung, ein Rückgang um 453 Stellen im Vergleich zum Vormonat. Im Vorjahr gab es 125 Stellenmeldungen weniger.