31.03.2022 | Presseinfo Nr. 24

Der Arbeitsmarkt im März 2022 im Landkreis Verden

Arbeitsmarkt erholt sich weiter
 

  • Weniger Menschen melden sich arbeitslos
  • Ausbildungsmarkt bietet gute Chancen für Jugendliche

Nachdem bereits im Vormonat ein leichter Rückgang der Arbeitslosenzahlen zu verzeichnen war, fällt dieser im Berichtsmonat März noch deutlicher aus.

Im Berichtsmonat waren 10.630 Männer und Frauen in den Landkreisen Diepholz, Nienburg und Verden von Arbeitslosigkeit betroffen, 330 weniger als noch im Vormonat. Der Rückgang der Arbeitslosenzahlen im Bezirk der Arbeitsagentur Nienburg-Verden resultiert auch aus einem erneuten Rückgang der Arbeitslosmeldungen aus Beschäftigung heraus. Im Vormonatsvergleich meldeten sich 10,5 Prozent oder 99 Personen weniger aus einem Arbeitsverhältnis bei der Agentur arbeitslos.

Die Arbeitslosenquote ist durch den Rückgang im März um 0,1 Prozentpunkte auf nun 4,0 Prozent gesunken. Im vergangenen Jahr lag die Quote noch bei 4,6 Prozent.

„Wir beobachten, dass sich der Arbeitsmarkt in unserem Bezirk weiter gut erholt“, sagt Christoph Tietje, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Nienburg-Verden. „Dies fällt vor allem mit Blick auf das Vorjahr auf, als das Pandemiegeschehen positive Entwicklungen am Markt gebremst hat“, fügt der Agenturchef hinzu. Vor einem Jahr waren im Bezirk der Arbeitsagentur noch 1.647 Menschen oder 13,4 Prozent mehr von Arbeitslosigkeit betroffen.

Auch mit Blick auf die Arbeitskräftenachfrage kann eine Stabilisierung beobachtet werden. Trotz eines Rückgangs der gemeldeten Arbeitsstellen um 219 Angeboten im Vormonatsvergleich, liegt der Wert aus dem aktuellen Berichtsmonat um 201 Stellen oder 23,3 Prozent über dem Vorjahreswert. Im Monat März meldeten die Unternehmen in den drei Landkreisen 1.062 neue Stellen zu Besetzung.

Die Unterbeschäftigung, die zusätzlich zu den Arbeitslosen auch Personen erfasst, die Arbeit suchen, aber beispielsweise gerade an (Qualifizierungs-) Maßnahmen teilnehmen oder erkrankt sind und deshalb nicht als arbeitslos gezählt werden, lag im Berichtsmonat bei 13.864 Personen. Das waren 1,6 Prozentpunkte oder 231 Männer und Frauen weniger als im Februar.

„Eine ähnliche Situation wie auf dem Arbeitsmarkt zeigt sich auch auf dem Ausbildungsmarkt. Die Unternehmen im Bezirk melden vermehrt offene Ausbildungsstellen“, erklärt Tietje. Aktuell sind von den 2.946 gemeldeten Ausbildungsstellen noch 1.894 offen. „Gerade jetzt bietet sich für junge Berufswähler eine gute Chance, einen Ausbildungsplatz zu finden. In nahezu allen Bereich wird nach neuen Nachwuchskräften gesucht“, so der Agenturleiter.

Jugendliche, die noch auf der Suche nach dem passenden Ausbildungsplatz sind, können sich von den Berufsberaterinnen und Berufsberatern bei der Zukunftsplanung unterstützen lassen und so der beruflichen Zukunft einen Schritt näher kommen. Termine können kostenlos unter 0800 4 5555 00 vereinbart werden.

Entwicklung nach Landkreisen

Landkreis Verden:

Im Landkreis Verden waren im März etwas weniger Menschen arbeitslos. Im Berichtsmonat lag der Bestand an Arbeitslosen im Kreis bei 2.505 Person, ein Rückgang um 21 Männer und Frauen im Vergleich zum Vormonat. Im vergangenen Jahr waren 338 Menschen mehr von Arbeitslosigkeit betroffen.

Die Arbeitslosenquote liegt, wie auch im Vormonat, unverändert bei 3,4 Prozent. Vor einem Jahr wurde im März eine Quote von 3,8 Prozent gemeldet.

Im Bereich der Arbeitslosenversicherung, das heißt bei der Arbeitsagentur Verden, sind die Erwerbslosenzahlen um 16 Personen oder 1,3 Prozent auf nun 1.204 Männer und Frauen gesunken. Im März des Vorjahres waren 389 Menschen mehr arbeitslos.

Bei dem für die steuerfinanzierte Grundsicherung verantwortlichen Jobcenter ist die Zahl der Erwerbslosen im Vergleich zum Vormonat leicht um 5 Personen auf nun 1.297 Männer und Frauen gesunken. Im vergangenen Jahr waren im März 51 Menschen weniger arbeitslos.

Die Betriebe im Landkreis Verden meldeten im März 403 neue Arbeitsstellen, 59 Beschäftigungsmöglichkeiten weniger als im Vormonat. 

Auch im Verdener Landkreis ist eine gestiegene Nachfrage nach Nachwuchskräften durch die Unternehmen zu erkennen. Seit Beginn des Berichtsjahres im Oktober meldeten die Betriebe 967 neue Ausbildungsstellen, von denen aktuell noch 628 Stellen in nahezu allen Bereichen offen sind. Eine ideale Chance für alle jungen Berufswählerinnen und Berufswähler, die noch auf der Suche nach einem Ausbildungsplatz für den Sommer sind.