29.03.2019 | Presseinfo Nr. 9

Arbeitsmarktdaten März 2019

Mit Frühjahrsbeginn ging die Zahl der Arbeitslosen im März spürbar zurück.
„Wir haben seit letztem Jahr eine leicht rückläufige Beschäftigung. Trotzdem ist die Arbeitslosigkeit auf den niedrigsten Stand in einem März gesunken.“, so Karsten Froböse, Chef der Nordhäuser Arbeitsagentur.

Mit Frühjahrsbeginn ging die Zahl der Arbeitslosen im März spürbar zurück.

„Wir haben seit letztem Jahr eine leicht rückläufige Beschäftigung. Trotzdem ist die Arbeitslosigkeit auf den niedrigsten Stand in einem März gesunken.“, so Karsten Froböse, Chef der Nordhäuser Arbeitsagentur. Die Arbeitslosigkeit gehe allerdings langsamer, als in den Jahren zuvor, zurück.

Die Zahl der Arbeitslosmeldungen sei im März um fast sechs Prozent gesunken. Die Zahl der Einstellungen nehme, jahreszeitlich bedingt, insbesondere zum Vormonat wieder zu. Das habe sich positiv auf die Arbeitsmarktsituation im letzten Monat ausgewirkt.

8.538 Männer und Frauen waren zum Ende des ersten Quartals auf Jobsuche, knapp 630 weniger als im Monat zuvor. Zum Vorjahr ging die Zahl der Jobsuchenden um 390 Personen zurück. Die Arbeitslosenquote im Agenturbezirk Nordhausen liegt aktuell bei 6,3 Prozent. Vor einem Jahr betrug sie noch 6,6 Prozent.

Arbeitslosigkeit sinkt in allen drei Landkreisen auf den niedrigsten März-Wert

Den größten Rückgang der Arbeitslosigkeit gab es im Kyffhäuserkreis. 3.228 Personen waren auf Jobsuche, 300 Personen weniger als im Vorjahresmonat. Die Arbeitslosenquote beträgt 8,4 Prozent. Vor einem Jahr lag sie bei 9,0 Prozent.

Im Landkreis Nordhausen ging die Arbeitslosigkeit zum Vorjahr langsamer zurück (-1,9%). 3.083 Männer und Frauen sind derzeit ohne Arbeit. Die Arbeitslosenquote liegt aktuell bei 7,2 Prozent. Vor einem Jahr betrug sie 7,3 Prozent.

Auch im Landkreis Eichsfeld ging die Arbeitslosigkeit nur geringfügig zurück. 2.227 Jobsuchende waren im letzten Monat im Landkreis Eichsfeld gemeldet, 180 weniger als im Februar und rund 30 weniger als vor einem Jahr. Die Quote liegt derzeit bei 4,1 Prozent. Vor einem Jahr betrug sie 4,2 Prozent.

Sozialversicherungspflichtige Beschäftigung leicht rückläufig

 Etwas über 87.000 Menschen waren in den ersten neun Monaten des vergangenen Jahres in Nordthüringen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Mit Blick auf die letzten zehn Jahre, sei das Beschäftigungsniveau hoch. Gleichwohl habe es, verglichen mit dem Vorjahr, einen leichten Rückgang gegeben. Während die Beschäftigung im Landkreis Eichsfeld praktisch konstant blieb (+0,2%), ging im Landkreis Nordhausen und im Kyffhäuserkreis die Entwicklung leicht zurück (-0,5%; -0,4%). In Thüringen ist das anders. Das Land verzeichnete zeitgleich einen Beschäftigungszuwachs von rund 0,5 Prozent.

Neue Perspektiven für Langzeitarbeitslose

Zum 01.01.2019 ist das Teilhabechancengesetz in Kraft getreten. Arbeitgeber, welche Langzeitarbeitslose in ihrem Unternehmen integrieren, erhalten eine Förderung von 75 % bis 100 % als Lohnkostenzuschuss. Zudem bieten die Jobcenter zur Unterstützung und Stabilisierung der Integration ein ganzheitliches beschäftigungsbegleitendes Coaching sowie professionelle Qualifizierungsmöglichkeiten während der Beschäftigung an. „Wir können den Menschen, die es auf dem Arbeitsmarkt schwerer haben, wieder eine Perspektive geben“, bestätigt Karsten Froböse. Die maximale Förderdauer beträgt fünf Jahre. Gebraucht zu werden und etwas zurück geben zu können, ist ein wichtiger Teil im Leben.

Das Jobcenter Nordhausen habe bereits über 50 Anträge ausgegeben, 33 Arbeitsaufnahmen sei schon zugestimmt, weitere zehn stehen vor der Genehmigung.

Halbjahr bei den Berufsberatern

Regelmäßig Ende März liegen für den Ausbildungsmarkt erste Zahlen vor. Das Bild bleibt gleich, es gibt weiterhin mehr Ausbildungsstellen als Bewerber. Bei 1.036 Bewerbern und 1.297 Stellen kommen aktuell knapp 80 Jugendliche auf 100 Ausbildungsstellen. Fast die Hälfte der Ausbildungsangebote kam aus dem verarbeitenden Gewerbe. Hier habe es sogar einen Anstieg um 5,5 Prozent gegeben. Bei den Top 10 der Ausbildungswünsche von Mädchen liege weiterhin der Beruf der Verkäuferin ganz vorn, bestätigt Andrea Springer, Pressesprecherin der Arbeitsagentur. „Wer sich für einen Beruf entscheidet, sollte sich auch über den künftigen Verdienst im Klaren sein. Junge Frauen sollten unbedingt technische Berufe und Ausbildungen im verarbeitenden Gewerbe mit in den Blick nehmen.“  Noch immer würden sich Frauen in den MINT Berufen (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik) zu wenig ihre Zukunft aufbauen. Dabei gäbe es in Industrie und Handwerk gute Übernahmechancen, Verdienst- und Karrieremöglichkeiten.