30.01.2020 | Presseinfo Nr. 7

Arbeitsmarkt Januar 2020

Das Gespür für Schnee schwindet allmählich immer mehr, weil der Winter bislang ausbleibt. Für die Wintersportler ist es Fluch, für den Arbeitsmarkt eher Segen.
 

Arbeitslosigkeit unter 9.000 Personen

Das Gespür für Schnee schwindet allmählich immer mehr, weil der Winter bislang ausbleibt. Für die Wintersportler ist es Fluch, für den Arbeitsmarkt eher Segen. Der Blick ins Freie verrät es:  Nach kurzer Pause wird in vielen Außenbereichen wieder angepackt. Deutlich sinkende Arbeitslosenzahlen zum Vorjahr, das sind die positiven Folgen für die Nordhäuser Arbeitsagentur.

„Wir haben weniger als 9.000 Arbeitslose. In einem Januar war die Arbeitslosigkeit seit 30 Jahren noch nie so niedrig“, beschreibt Agenturchef Karsten Froböse die Situation. „Der fehlende Winter hat den Start in das neue Jahr spürbar erleichtert.“ Die alljährlich geplanten Wiedereinstellungen in den Außenberufen im Frühjahr dürften damit ebenfalls deutlich geringer ausfallen, als bisher.

Knapp 700 Arbeitslose sind derzeit noch in allen drei Landkreisen für die Land-, Forst- und Tierwirtschaft sowie den Gartenbau gemeldet, 13 Prozent weniger als vor einem Jahr.  Für das Baugewerbe sank die Zahl der Jobsuchenden um fast sieben Prozent.

Dass die Zahlen zum Dezember gestiegen sind, sei üblich für den Jahresbeginn und vor allem beendeten Befristungen geschuldet. Gleichwohl sei auch hier der Zuwachs im Vergleich der letzten Jahre geringer ausgefallen.   

8.923 Männer und Frauen waren Ende des letzten Monats auf der Suche nach einer neuen Beschäftigung, etwas über 1.000 mehr als vor einem Monat und über 500 weniger als im Januar 2019. Damals betrug die Arbeitslosenquote 6,9 Prozent, jetzt liegt sie bei 6,7 Prozent.

Mehr arbeitslose Agenturkunden

Von leicht steigenden Zahlen sind weiterhin die Kunden der Arbeitsagentur betroffen. In Nordhausen und den beiden Geschäftsstellen wurden 3.949 Arbeitslose gezählt, drei Prozent mehr als im vergangenen Jahr. Durch die schwächere Arbeitskräftenachfrage einzelner Wirtschaftszweige setzte sich die Entwicklung der letzten Monate, wenn auch in abgeschwächter Form, fort. Karsten Froböse sieht in erster Linie den hohen Personalbedarf anderer Branchen: „In weiten Teilen der Industrie oder im Handwerk wird nach Fachkräften gesucht. Ebenso in Pflegeeinrichtungen, die jetzt und in Zukunft eine steigende Zahl von Pflegefachkräften benötigen. Qualifizierte Menschen können hier schnell wieder vermittelt werden.“ Die Bereitschaft zur Veränderung sei allerdings ein wichtiges Kriterium in der heutigen Zeit.

In allen drei Landkreisen niedrigster Januar-Wert

3.162 Arbeitslose waren im Landkreis Nordhausen gemeldet, rund 260 weniger als noch vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote lag bei 7,4 Prozent, im Vorjahresmonat betrug sie noch acht Prozent. 450 Personen meldeten sich nach einer Erwerbstätigkeit in den letzten vier Wochen arbeitslos, ein Viertel weniger als im Vorjahreszeitraum.

Der Kyffhäuserkreis hatte eine Arbeitslosenquote von 8,8 Prozent und lag damit deutlich unter den 9,2 Prozent des Vorjahres. Der Landkreis, mit stark ländlicher Ausprägung, hat im Winter stärkere saisonale Auswirkungen als manch andere Region in Thüringen. Erst mit Beginn des Frühjahres wird hier die Nachfrage nach Personal wieder steigen. 3.318 Jobsuchende waren im letzten Monat gemeldet, knapp 240 weniger als im Januar des vergangenen Jahres. Rund 1.900 Menschen werden vom Jobcenter des Kyffhäuserkreises betreut.

Die Arbeitslosenquote im Landkreis Eichsfeld blieb im Januar mit 4,5 Prozent zum Vorjahresmonat unverändert. Knapp 2.443 Arbeitslose waren auf Jobsuche, 11 Personen weniger als vor einem Jahr.