02.03.2022 | Presseinfo Nr. 9

Niedrigste Arbeitslosigkeit in einem Februar

Arbeitslosigkeit mit niedrigstem Februarwert seit mehr als 30 Jahren
 

Nordhausen: Die Zahl der Arbeitslosen ist im letzten Monat gesunken.

„Es ist die niedrigste Arbeitslosigkeit in einem Februar seit 1990“, sagt Karsten Froböse, Chef der Nordhäuser Arbeitsagentur zur Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt. „Wir hatten praktisch keinen Winter. Die milde Witterung wirkt sich positiv auf die Arbeitslosenzahlen aus.“ Ebenso spüre man die wirtschaftliche Erholung bereits seit dem zweiten Quartal. Die Zahl der Entlassungen sei zurückgegangen, zum Vorkrisenjahr 2019 sogar um fast ein Drittel.

7.816 Menschen waren Ende Februar in den drei nördlichsten Landkreisen gemeldet, gut zwei Prozent weniger als im Januar und fast zwanzig Prozent weniger als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote liegt aktuell bei 5,9 Prozent. Vor einem Jahr betrug sie noch 7,2 Prozent. Karsten Froböse, Chef der Nordhäuser Arbeitsagentur verbindet diesmal die Veröffentlichung der Arbeitsmarktzahlen mit einem Firmenbesuch der DS Smith GmbH in Arenshausen.

Fachkräftenachfrage in Nordthüringen weiter hoch

„Es ist so einfach: Weniger Entlassungen und mehr Arbeitsaufnahmen. So sinkt die Arbeitslosigkeit“, sagt Froböse. Mehr als 2.000 Stellen waren Ende Februar zu besetzen. Rund 480 Arbeitsplatzangebote wurden von den Unternehmen und Verwaltungen allein im Februar gemeldet, fast vierzig Prozent mehr als im Februar 2021.

Über 500 Männer und Frauen nahmen im vergangenen Monat eine neue Beschäftigung auf dem ersten Arbeitsmarkt auf, über 180 mehr als Im Januar. „Die Nachfrage nach Fachkräften steigt. Die Unternehmen bieten gute Beschäftigungschancen in unserer Region“, so Froböse. Man fördere und begleite die Menschen aktiv im Prozess der Arbeitsaufnahme. Die berufliche Weiterbildung sei dabei ein wesentlicher Baustein, so der Agenturchef. Knapp 500 Personen waren im letzten Monat im Agenturbezirk Nordhausen in Qualifizierung. Unterstützung vor Arbeitsaufnahme erhielten knapp 670 Arbeitslose.

Weiterbildung als Bestandteil der Unterbeschäftigung

Arbeitslose während Weiterbildung sind, neben weiteren Faktoren, ein Bestandteil der Unterbeschäftigung. Betrachtet man deren Entwicklung, so zeichnet sich ebenfalls eine klare Besserung. Mit aktuell 7,8 Prozent ist die Unterbeschäftigungsquote deutlich rückläufig. Vor fünf Jahren lag die Quote noch bei mehr als zehn Prozent. Aktuell liegt die Zahl der Unterbeschäftigten mit knapp 10.500 Personen um fast 14 Prozent unter dem Vorjahr.

Zahl der arbeitslosen Jugendlichen deutlich unter Vorjahreswert

Dass der Arbeitsmarkt aktuell gute Beschäftigungsmöglichkeiten bietet, zeigt sich auch bei der Betrachtung der Jugendarbeitslosigkeit. Die Zahl der unter 25-jährigen Arbeitslosen konnte im Vergleich zum Februar 2021 um fast 30 Prozent reduziert werden. 562 Jugendliche waren Ende des Monats gemeldet. Verglichen mit Januar gab es zwar einen Anstieg um 7,5 Prozent. Dieser ist aber unter anderem auf die Beendigung von zweieinhalbjährigen Ausbildungen zurückzuführen.

Die Arbeitslosenquote liegt für die Jugendlichen aktuell bei 5,4 Prozent. Vor einem Jahr betrug sie noch 7,9 Prozent.

Arbeitslosigkeit in den Landkreisen:

3.043 Arbeitslose waren im Landkreis Nordhausen registriert, 15,0 Prozent (-535) weniger als im Vorjahr. Die Arbeitslosenquote im letzten Monat bei 7,3 Prozent. Im Jahr zuvor betrug sie 8,4 Prozent.

Im Kyffhäuserkreis ging die Zahl der Arbeitslosen zum Februar 2021 um 18,5 Prozent zurück. 2.730 Männer und Frauen waren Ende Februar arbeitslos. Die Arbeitslosenquote lag bei 7,4 Prozent, 1,5 Prozentpunkte unter dem Vorjahreswert.

2.043 Personen waren im Landkreis Eichsfeld ohne Arbeit. Das war die niedrigste Arbeitslosigkeit in einem Februar. Vor einem Jahr hatte der Landkreis noch über 2.700 Erwerbslose. Der Rückgang zum Vorjahresmonat war mit 25,3 Prozent am höchsten. Die Arbeitslosenquote liegt aktuell bei 3,8 Prozent. Im Vorjahr betrug sie 5,1 Prozent.