08.02.2019 | Presseinfo Nr. 8

Den Blick nach vorne richten

Mit einer Umschulung in eine erfolgreiche Zukunft starten!

Zweifel und Unsicherheit über die eigene berufliche Zukunft - das bestimmte in den vergangenen Monaten den Alltag von Daniela Walter und Margarete Wissmann. Beide wollen aber nun den Blick nach vorne richten und sich auf ihre Umschulung zur Fachkraft für Lagerlogistik konzentrieren. Die ehemaligen Mitarbeiterinnen aus dem Logistikbereich eines großen Rotorblattherstellers nehmen seit der vergangenen Woche an einer Umschulungsmaßnahme teil. Diese absolvieren sie bei der DEKRA Akademie in Meppen. Die Transfergesellschaft AGS (Küste Nord) und der Agentur für Arbeit Nordhorn haben die Umschulung gemeinsam angestoßen. Und obwohl die Umschulung durchaus anspruchsvoll ist, sind Walter und Wissmann zuversichtlich: „Wir schreiben uns noch nicht ab“.

Durch die Schließung des Standortes fiel ihr Arbeitsplatz weg. Die beiden Damen sind daher seit September letzten Jahres in einer Transfergesellschaft. Bei ihrem Arbeitgeber waren sie im Lagerbereich angestellt. Und die Arbeit gefiel ihnen: „Im Lager kann ich selbständig arbeiten“, so Wissmann. „Man hat uns etwas zugetraut“. Obwohl beide bereits seit mehreren Jahren im Lager tätig waren, hatten sie keinen Berufsabschluss in dem Bereich. Walter ist gelernte Malerin/Lackiererin und hat hauptsächlich in der Baubranche gearbeitet, Wissmann hat einen Abschluss als Baumschulgärtnerin. Da aber beide ohne Abschluss wenig Perspektiven für sich sahen, meldeten sie sich für eine Beratung bei der Agentur für Arbeit. Hier trafen sie auf Esther Hollenberg, Arbeitsvermittlerin in der Arbeitsagentur in Meppen. Aufgrund einer neuen gesetzlichen Regelung konnte Hollenberg mit den beiden eine Umschulung als Fachkraft für Lagerlogistik anstoßen. Und zwar noch während der Zeit in der Transfergesellschaft. So konnten sie direkt mit der Umschulung starten.

Die beiden Teilnehmerinnen sind frisch gestartet und durchlaufen nun eine zweijährige Vollzeitausbildung. Durchaus anstrengend für Wissmann und Walter, liegt doch die Schulzeit bereits einige Jahre zurück. „Nach erfolgreichem Abschluss sind sie gelernte Fachkräfte und haben damit deutlich bessere Chancen auf dem Arbeitsmarkt“, so Hollenberg. In dem Zusammenhang lobt die Arbeitsvermittlerin die Kooperation mit der zuständigen Transfergesellschaft und dem Bildungsträger: „Wir haben auf Augenhöhe gearbeitet, um den Teilnehmern die besten Chancen zu ermöglichen“. Auch die 55-jährige Margarete Wissmann sieht die Vorteile: „Ich habe in zwei Jahren etwas in der Hand, womit ich noch ein paar Jahre auf dem Arbeitsmarkt tätig werden kann“.

Im schulischen Teil der Ausbildung bereitet vor allem der Umgang mit dem Computer den beiden noch etwas Sorgen. Wissmann: „Ich habe zuhause noch nicht einmal einen Computer, für mich ist das Neuland“. Bei der DEKRA Akademie sind sie aber zufrieden über den Fortschritt. „Beide verkaufen sich noch etwas unter Wert“, so Maßnahmebetreuerin Manuela Specken-Selan. „Ich bin aber überzeugt, dass sie es schaffen werden. Und durch verschiedene Praktika können sie sich auch schon mal bei Betrieben empfehlen“. Die Chancen auf eine dauerhafte Beschäftigung nach erfolgreichem Abschluss stehen nicht schlecht: „Fachkräfte werden derzeit händeringend gesucht“, so Hollenberg.

Daniela Walter und Margarete Wissmann schauen nun zuversichtlich nach vorne. Gemeinsam wollen sie in den nächsten zwei Jahren an einer erfolgreichen beruflichen Zukunft arbeiten.