17.04.2019 | Presseinfo Nr. 22

Zukunft fit machen

Arbeitsagentur informiert über Qualifizierungschancengesetz

Die meisten Unternehmen sehen derzeit im Fachkräftemangel das größte Risiko für ihre Geschäftsentwicklung. Aus diesem Grund wird die Qualifizierung und Weiterbildung des eigenen Personals immer wichtiger. Oft ist hier nämlich noch Potenzial vorhanden. Gemeinsam mit der Kreishandwerkerschaft hat die Agentur für Arbeit Nordhorn nun zu einer Informationsveranstaltung über das neue Qualifizierungschancengesetz geladen. Das Gesetz erweitert die Möglichkeit der Förderung von beruflichen Weiterbildungen für Beschäftigte. Johannes Osseforth und Dunja Turhan vom Arbeitgeber-Service der Nordhorner Arbeitsagentur informierten während der Veranstaltung über die wesentlichen Änderungen.

Nach einer kurzen Einführung über die allgemeinen Entwicklungen am Arbeitsmarkt wurden die neuen Regelungen vorgestellt. Diese Rolle übernahm Turhan, Qualifizierungsberaterin in der Arbeitsagentur. Sie erklärte, dass eine finanzielle Unterstützung seit Jahresbeginn unabhängig von Ausbildung, Lebensalter und Betriebsgröße ermöglicht wird. „Die Förderung der Weiterbildung des eigenen Personals wird damit deutlich erweitert“. Teilweise werden die Lehrgangskosten und die Zuschüsse für das Arbeitsentgelt während der Weiterbildung vollständig von der Agentur für Arbeit übernommen. „Art und Umfang der Förderung sind immer individuell“, so Turhan. „Die Förderung orientiert sich maßgeblich an der Betriebsgröße“. Zu den Neuerungen des Gesetzes zählt auch, dass jetzt Beschäftigte in größeren Betrieben in die Weiterbildungsförderung mit einbezogen sind.

Turhan machte auch deutlich, dass ausreichend Finanzmittel zur Verfügung stehen. So hat die Bundesagentur für Arbeit für das Jahr 2019 insgesamt 2,1 Milliarden Euro für die Umsetzung der Weiterbildungsförderung eingeplant.

Überrascht waren die Veranstalter von der Beteiligung: lediglich zehn Firmenvertreter nahmen an der Veranstaltung teil. Sowohl die Agentur für Arbeit als auch die Kreishandwerkerschaft hatten sich durchaus eine größere Beteiligung der hiesigen Betriebe gewünscht.