24.03.2020 | Presseinfo Nr. 18

Meldefrist für Unternehmen aufgrund der Coronakrise verlängert

Aufgrund der aktuellen Krisensituation in vielen Betrieben wird die Frist zur Meldung schwerbehinderter Beschäftigter um drei Monate verlängert.

Aufgrund der aktuellen Krisensituation in vielen Betrieben wird die Frist zur Meldung schwerbehinderter Beschäftigter um drei Monate verlängert. Arbeitgeber haben nun bis zum 30. Juni 2020 Zeit, ihre Anzeigen für die Beschäftigung schwerbehinderter Menschen zu erstatten. Gleiches gilt für die Zahlung der Ausgleichabgabe.

 

Arbeitgeber mit durchschnittlich mindestens 20 Arbeitsplätzen sind gesetzlich verpflichtet, auf mindestens fünf Prozent der Arbeitsplätze schwerbehinderte Menschen zu beschäftigen. Zur Überprüfung der Beschäftigungspflicht haben diese Arbeitgeber ihre Beschäftigungsdaten üblicherweise bis 31. März der zuständigen Agentur für Arbeit anzuzeigen. Sofern die Beschäftigungsquote nicht erfüllt ist, müssen Arbeitgeber eine Ausgleichsabgabe an die Integrations-/Inklusionsämter zahlen. Da Arbeitgeber derzeit aufgrund der Pandemie mit einer Vielzahl unterschiedlicher Probleme konfrontiert sind, wird zu ihrer Entlastung die Anzeigefrist in diesem Jahr um drei Monate verlängert.

 

Um die entsprechende Anzeige zu erstellen oder eine mögliche Ausgleichsabgabe zu berechnen, können Arbeitgeber die kostenfreie Software IW-Elan nutzen. Diese steht auf der Homepage www.iw-elan.de unter der Rubrik „Download“ zur Verfügung oder kann als CD-ROM unter der Rubrik „Service“ bestellt werden. Die Meldung kann auf elektronischem Wege schnell und unbürokratisch vorgenommen werden.

 

Weitere Informationen rund um das Anzeigeverfahren und die Beschäftigungspflicht schwerbehinderter Arbeitnehmer erhalten Arbeitgeber unter www.arbeitsagen-tur.de/unternehmen/personalfragen/schwerbehinderte-menschen.