02.03.2021 | Presseinfo Nr. 11

Arbeitsmarktbericht Februar 2021

Erste Frühlingsvorboten sorgen für einen leichten Rückgang der Arbeitslosigkeit im Bezirk der Agentur für Arbeit Nordhorn

 

Erste Frühlingsvorboten sorgen für einen leichten Rückgang der Arbeitslosigkeit im Bezirk der Agentur für Arbeit Nordhorn. Mit 8.693 Personen waren bei den Geschäftsstellen der Arbeitsagentur und den Jobcentern 87 Personen bzw. 1,0 Prozent weniger erwerbslos gemeldet als noch im Januar. Die Arbeitslosenquote liegt im Februar erneut bei 3,3 Prozent und damit weiterhin deutlich über dem Vorjahreswert von 2,6 Prozent.

„Trotz der noch andauernden Corona Krise verzeichnen wir einen leichten Rückgang der Arbeitslosigkeit“, beschreibt René Duvinage, Geschäftsführer Operativ der Nordhorner Arbeitsagentur, die aktuelle Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt. „Die Marktsituation ist jedoch in einigen Wirtschaftsbereichen außerordentlich angespannt. In anderen wiederum zeichnet sich eine Besserung der Lage in den kommenden Monaten ab. Die Entwicklung der Arbeitslosenzahlen ist allerdings nach wie vor stark abhängig von der Pandemie und damit einhergehend, wie sich der derzeitige Lockdown weiterentwickelt und welche möglichen Öffnungsszenarien seitens der Politik ermöglicht werden. Die Auswirkungen des aktuellen Lockdown werden erst in den kommenden Wochen und Monaten deutlicher sichtbar.“

Erfreut ist Duvinage auch über die gestiegene Zahl der gemeldeten Stellen. „Es wurden über 200 Stellen mehr als noch im Vormonat gemeldet“, so Duvinage. „Der Stellenbestand bietet damit gute Chancen für Arbeitssuchende. Da aber nach wie vor Fachkräfte fehlen, bieten wir unseren Bewerberinnen und Bewerbern Qualifizierungen und Weiterbildungen an, um so ihre individuellen Marktchancen zu erhöhen.“

Kurzarbeit

Im Februar zeigten 203 Betriebe Kurzarbeit für 1.578 Beschäftigte an. Seit April 2020 haben insgesamt 6.812 Betriebe für 93.676 Beschäftigte Kurzarbeit angezeigt.

Die Zahl der Anzeigen sagt aber noch nichts über die Inanspruchnahme der Kurzarbeit aus. Diese steht erst nach drei Monaten fest, wenn die Betriebe ihre tatsächliche Kurzarbeit mit der Agentur für Arbeit abgerechnet haben.

Im Monat Juli des letzten Jahres haben insgesamt 1.686 Betriebe für 19.825 Beschäftigte Kurzarbeit abgerechnet. Im August haben 1.419 Betriebe für 15.979 Beschäftigte Kurzarbeit abgerechnet.

Stellenmarkt

Im Februar zeigten Betriebe und Verwaltungen der Agentur für Arbeit Nordhorn 1.045 offene Stellen an. Das sind 230 oder 28,2 Prozent mehr als im Vormonat. Insgesamt gab es im Februar 4.739 Stellen (-0,1 Prozent ggü. Februar 2019), über deren Besetzung noch nicht endgültig entschieden war.

Stellenzugänge kamen vor allem aus der Zeitarbeit, dem Handel und dem verarbeitenden Gewerbe.

Entwicklung der Arbeitslosigkeit nach Rechtskreisen

Die Entwicklung der Arbeitslosigkeit in der Arbeitslosenversicherung (Sozialgesetzbuch III / Arbeitslosengeld I) und in der steuerfinanzierten Grundsicherung (Sozialgesetzbuch II / Arbeitslosengeld II) verlief im Februar im Vergleich zum Vormonat tendenziell gleich.

Im Bereich der Arbeitslosenversicherung nahm die Zahl der Arbeitslosen gegenüber dem Vormonat um 78 oder 1,6 Prozent auf 4.927 Personen ab. Bei den für die steuerfinanzierte Grundsicherung verantwortlichen Jobcentern ist die Arbeitslosenzahl im Februar gegenüber dem Vormonat um 9 bzw. 0,2 Prozent auf 3.766 Personen gesunken.

Entwicklung der Arbeitslosigkeit nach Personengruppen

Mit 4.773 arbeitslosen Männer waren 54 weniger im Bestand als noch im Januar. Bei den Frauen war eine Abnahme von 33 auf insgesamt 3.920 Personen zu verzeichnen. Der Anteil der Frauen an allen Arbeitslosen betrug 45,1 Prozent, der der Männer lag bei 54,9 Prozent.

Von den Arbeitslosen waren 11,4 Prozent Jugendliche. Die Arbeitslosenzahl stieg auf 989 Personen (+98).

Die Zahl der arbeitslosen Ausländer stieg auf 2.195 Personen. Das waren 8 Personen oder 0,4 Prozent mehr als im Vormonat und 557 oder 34,0 Prozent mehr als im Februar 2019. Zu der Gruppe der Ausländer gehören sowohl Menschen, die schon länger im Emsland und in der Grafschaft Bentheim leben, als auch neu hinzugekommene Flüchtlinge und Zuwanderer.

Entwicklung der Arbeitslosigkeit in den Landkreisen

Im Emsland waren im Monat Februar insgesamt 6.299 Personen arbeitslos gemeldet, die Arbeitslosenquote liegt bei 3,3 Prozent. Verglichen mit dem Vormonat nahm die Zahl der Arbeitslosen um 96 Personen (-1,5 Prozent) ab.

In der Grafschaft Bentheim nahm die Zahl der Arbeitslosen zu. Hier gab es mit 2.394 Arbeitslosen 9 Personen (+0,4 Prozent) mehr als im Monat Januar. Die Arbeitslosenquote beträgt 3,1 Prozent.

Unterbeschäftigung (ohne Kurzarbeit)

Ergänzend zur Arbeitslosenstatistik werden auch Daten zur Unterbeschäftigung veröffentlicht. Dazu zählen die gesetzlich definierten Arbeitslosen sowie Personen, die nicht als arbeitslos gelten, aber ohne Beschäftigung sind, z.B. in Maßnahmen beruflicher Weiterbildung, Arbeitsgelegenheiten und Sonderregelungen für Arbeitslose. Die Unterbeschäftigung umfasste im Agenturbezirk nach vorläufigen Angaben im Februar 12.211 Personen.

Weitere Informationen

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