09.03.2021 | Presseinfo Nr. 13

Equal Pay: Deutschland zählt weiterhin zu den Schlusslichtern

Geringe Bezahlung, wenig Aufstiegsmöglichkeiten, Minijob nach oder während Familienphasen – für viele berufstätige Frauen in Deutschland ist das leider noch immer die Realität.

 

Geringe Bezahlung, wenig Aufstiegsmöglichkeiten, Minijob nach oder während Familienphasen – für viele berufstätige Frauen in Deutschland ist das leider noch immer die Realität. Einen wichtigen Beitrag zum Umdenken leistet der alljährliche „Equal Pay Day“, der in diesem Jahr am 10. März begangen wird.

Die Beauftragte für Chancengleichheit der Arbeitsagentur Nordhorn, Kathrin Zandman, hat den Equal Pay Day zum Anlass genommen, sich mit den Kooperationspartner des Aktionsbündnisses Equal Pay Day bei den Bundesligistinnen des SV Meppen zu treffen. Gemeinsam nahmen die Teilnehmerinnen das Heimspiel gegen den VfL Wolfsburg zum Anlass, um auf den großen Unterschied bei der Bezahlung von Sportlerinnen und Sportlern hinzuweisen.

„Mit dem Equal Pay Day wird deutschlandweit darauf hingewiesen, dass es zwischen dem Bruttoverdienst von Männern und Frauen immer noch eine Entgeltlücke von 19 Prozent zu Ungunsten der Frauen gibt“, so Kathrin Zandman. „In den vergangenen Jahren verringerte sich der unterschied zwar langsam, dennoch zählt Deutschland zu den Schlusslichtern im internationalen Vergleich.“

Der Frauenfußball lebt im Gegensatz zum Männerfußball noch überwiegend vom Ehrenamt. Hinter und vor den Kulissen sind Frauen wie Maria Reisinger, sportliche Leiterin der Frauenmannschaft, für den Erfolg der Frauen im Fußball mitverantwortlich. Sie setzt sich gerne für den Equal Pay Day ein: „Ich finde es wichtig, auf dieses Missverhältnis aufmerksam zu machen angesichts der hohen sportlichen Leistung, die sowohl Frauen als auch Männer im Profifußball erbringen“, sagt sie. Reisinger war darum sofort überzeugt davon, beim diesjährigen EPD mitzuwirken.

Die Idee für das Zusammengehen mit dem SV Meppen in dieser Sache entstand in einem Planungsgespräch des Aktionsbündnisses, das bereits seit 2016 besteht und jährlich eine gemeinsame Aktion anlässlich des EPD durchführt.

Das Aktionsbündnis Equal Pay Day (EPD)

Mit dem Thema Lohnentgeltlücke befassen sich Vereine, Verbände und Organisationen im Emsland, darunter die Katholische Frauengemeinschaft (kfd), der Katholische Deutsche Frauenbund (KDFB), die Frauen im ev.-luth. Kirchenkreis Emsland-Bentheim, die LandFrauen, der Sozialverband (SovD) und die Agentur für Arbeit Nordhorn. Sie alle zählen, neben der Arbeitsgemeinschaft der kommunalen Gleichstellungsbeauftragten, zum Aktionsbündnis EPD und engagieren sich mit dieser gemeinsamen Aktion für einen fairen Lohn für Frauen.

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Herr Vincent ten Voorde