01.06.2021 | Presseinfo Nr. 18

Arbeitsmarktbericht Mai 2021

Arbeitslosigkeit liegt erstmalig wieder unter dem Vorjahreswert

 

Der Arbeitsmarkt im Bezirk der Agentur für Arbeit Nordhorn bestätigt seine gute Verfassung.
Mit 7.602 Personen waren bei den Geschäftsstellen der Agentur für Arbeit und den Jobcentern 461 Personen bzw. 5,7 Prozent weniger erwerbslos gemeldet als im Monat April. Die Arbeitslosenquote ist im Mai um 0,1 auf 2,9 Prozent gesunken. „Die positive Entwicklung bei der Arbeitslosigkeit und dem Stellenmarkt in unserem Bezirk hat sich fortgesetzt. In diesem Monat liegt die Arbeitslosigkeit seit Beginn der Pandemie erstmalig wieder unterhalb des Vorjahreswertes“, freut sich René Duvinage, kommissarischer Leiter der Nordhorner Arbeitsagentur. „Die Dynamik des Arbeitsmarktes und der Wirtschaft werden durch nach wie vor bestehende Unsicherheiten wie Pandemieverlauf und Liefer- bzw. Preisentwicklungen von Rohstoffen gebremst. Aber die negativen Auswirkungen der Pandemie scheinen durchbrochen.“
Die Zahl der gemeldeten Stellen stieg im Vergleich zum Vormonat. „Das gibt den Arbeitssuchenden vielfältige Chancen, das passende Jobangebot zu finden “, erläutert der Arbeitsmarktexperte.

Kurzarbeit
Im Mai zeigten 45 Betriebe Kurzarbeit für 936 Beschäftigte an. Seit Beginn der Corona-Krise wurden 95.914 Personen in Anzeigen gemeldet.
Die Zahl der Anzeigen sagt aber noch nichts über die Inanspruchnahme der Kurzarbeit aus. Diese steht erst nach drei Monaten fest, wenn die Betriebe ihre tatsächliche Kurzarbeit mit der Agentur für Arbeit abgerechnet haben. Im Monat Oktober des letzten Jahres haben insgesamt 1.165 Betriebe für 12.380 Beschäftigte Kurzarbeit abgerechnet. Im November haben 1.531 Betriebe für 14.084 Beschäftigte Kurzarbeit abgerechnet.

Stellenmarkt
Im Mai zeigten Betriebe und Verwaltungen der Agentur für Arbeit Nordhorn 1.099 offene Stellen an. Das sind 113 oder 11,5 Prozent mehr als im Vormonat. Insgesamt gab es im Mai 5.516 Stellen (+35,4 Prozent ggü. Mai 2020), über deren Besetzung noch nicht endgültig entschieden war. Stellenzugänge kamen vor allem aus der Zeitarbeit, dem Handel und dem verarbeitenden Gewerbe.

Entwicklung der Arbeitslosigkeit nach Rechtskreisen
Die Entwicklung der Arbeitslosigkeit in der Arbeitslosenversicherung (Sozialgesetzbuch III / Arbeitslosengeld I) und in der steuerfinanzierten Grundsicherung (Sozialgesetzbuch II / Arbeitslosengeld II) verlief im Mai im Vergleich zum Vormonat unterschiedlich.
Im Bereich der Arbeitslosenversicherung nahm die Zahl der Arbeitslosen gegenüber dem Vormonat um 462 oder 11,5 Prozent auf 3.571 Personen ab. Bei den für die steuerfinanzierte Grundsicherung verantwortlichen Jobcentern bleibt die Arbeitslosenzahl im Mai gegenüber dem Vormonat unverändert.

Entwicklung der Arbeitslosigkeit nach Personengruppen
Mit 4.020 arbeitslosen Männern waren 316 weniger im Bestand als noch im April. Bei den Frauen war eine Abnahme von 145 auf insgesamt 3.582 Personen zu verzeichnen. Der Anteil der Frauen an allen Arbeitslosen betrug 47,1 Prozent, der der Männer lag bei 52,9 Prozent.
Von den Arbeitslosen waren 8,6 Prozent Jugendliche. Die Arbeitslosenzahl sank auf 655 Personen (-76). Die Zahl der arbeitslosen Ausländer sank auf 2.000 Personen. Das waren 109 Personen oder 5,2 Prozent weniger als im Vormonat und 277 oder 12,2 Prozent weniger als im Mai 2020. Zu der Gruppe der Ausländer gehören sowohl Menschen, die schon länger im Emsland und in der Grafschaft Bentheim leben, als auch neu hinzugekommene Flüchtlinge und Zugewanderte.

Entwicklung der Arbeitslosigkeit in den Landkreisen
Im Emsland waren im Monat Mai insgesamt 5.422 Personen arbeitslos gemeldet, die Arbeitslosenquote liegt bei 2,9 Prozent. Verglichen mit dem Vormonat nahm die Zahl der Arbeitslosen um 323 Personen (-5,6 Prozent) ab. Auch in der Grafschaft Bentheim nahm die Zahl der Arbeitslosen ab. Hier gab es mit 2.180 Arbeitslosen 138 Personen (-6,0 Prozent)
weniger als im Monat April. Die Arbeitslosenquote beträgt 2,8 Prozent. Unterbeschäftigung (ohne Kurzarbeit) Ergänzend zur Arbeitslosenstatistik werden auch Daten zur Unterbeschäftigung veröffentlicht. Dazu zählen die gesetzlich definierten Arbeitslosen sowie Personen, die nicht als arbeitslos gelten, aber ohne Beschäftigung sind, z.B. in Maßnahmen beruflicher Weiterbildung, Arbeitsgelegenheiten und Sonderregelungen für Arbeitslose. Die Unterbeschäftigung umfasste im Agenturbezirk nach vorläufigen Angaben im Mai 11.161 Personen.

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