30.06.2021 | Presseinfo Nr. 21

Arbeitsmarktbericht Juni 2021

Arbeitslosigkeit fällt weiter
 

Der Arbeitsmarkt im Bezirk der Agentur für Arbeit Nordhorn entwickelt sich abermals positiv.

Mit 7.375 Personen waren bei den Geschäftsstellen der Agentur für Arbeit und den Jobcentern 227 Personen bzw. 3,0 Prozent weniger erwerbslos gemeldet als im Monat Mai. Die Arbeitslosenquote ist im Juni um 0,1 auf 2,8 Prozent gesunken. „Die Erholung des Arbeitsmarktes in unserem Bezirk schreitet voran. Die Infektionszahlen sind niedrig und die Arbeitslosigkeit sinkt weiter“, berichtet René Duvinage, kommissarischer Leiter der Nordhorner Arbeitsagentur erfreut. „Ein Risiko bleibt, falls das Infektionsgeschehen im Zuge der Ausbreitung neuer Virusvarianten wieder steigen sollte. Ferner sind die indirekten Auswirkungen der Corona-Krise erkennbar. Lieferengpässe bei technischen Komponenten und Baustoffmangel „bremsen“ die gute Entwicklung der letzten Wochen ein. Diese Entwicklung beobachten wir mit einem kritischen Blick.“


Kurzarbeit 

Im Juni zeigten 26 Betriebe Kurzarbeit für 86 Beschäftigte an. Seit Beginn der Corona-Krise wurden 96.930 Personen in Anzeigen gemeldet. Die Zahl der Anzeigen sagt aber noch nichts über die Inanspruchnahme der Kurzarbeit aus.
Diese steht erst nach drei Monaten fest, wenn die Betriebe ihre tatsächliche Kurzarbeit mit der Agentur für Arbeit abgerechnet haben. Im Monat November des letzten Jahres haben insgesamt 1.531 Betriebe für 14.084 Beschäftigte Kurzarbeit abgerechnet. Im Dezember haben 1.821 Betriebe für 15.521 Beschäftigte Kurzarbeit abgerechnet.


Stellenmarkt

Im Juni zeigten Betriebe und Verwaltungen der Agentur für Arbeit Nordhorn 1.060 offene Stellen an. Das sind 39 oder 3,5 Prozent weniger als im Vormonat. Insgesamt gab es im  Juni 5.825 Stellen (+50 Prozent ggü. Juni 2020), über deren Besetzung noch nicht endgültig entschieden war. Stellenzugänge kamen vor allem aus der Zeitarbeit, der Lagerlogistik und dem verarbeitenden Gewerbe.


Entwicklung der Arbeitslosigkeit nach Rechtskreisen

Die Entwicklung der Arbeitslosigkeit in der Arbeitslosenversicherung (Sozialgesetzbuch III / Arbeitslosengeld I) und in der steuerfinanzierten Grundsicherung (Sozialgesetzbuch II / Arbeitslosengeld II) verlief auch im Juni unterschiedlich. Im Bereich der Arbeitslosenversicherung nahm die Zahl der Arbeitslosen gegenüber dem Vormonat um 295 oder 8,3 Prozent auf 3.276 Personen ab. Bei den für die steuerfinanzierte Grundsicherung verantwortlichen Jobcentern erhöhte sich die Arbeitslosenzahl im Juni gegenüber dem Vormonat um 68 oder 1,7 Prozent auf 4.099 Personen.


Entwicklung der Arbeitslosigkeit nach Personengruppen

Mit 3.901 arbeitslosen Männern waren 119 weniger im Bestand als noch im Mai. Bei den Frauen war eine Abnahme von 108 auf insgesamt 3.474 Personen zu verzeichnen. Der Anteil der Frauen an allen Arbeitslosen betrug 47,1 Prozent, der der Männer lag bei 52,9 Prozent. Von den Arbeitslosen waren 9,0 Prozent Jugendliche. Die Arbeitslosenzahl stieg auf 666 Personen (+ 11). Die Zahl der arbeitslosen Ausländer sank auf 1.881 Personen. Das waren 119 Personen oder 6,0 Prozent weniger als im Vormonat und 473 oder 20,1 Prozent weniger als im Juni 2020. Zu der Gruppe der Ausländer gehören sowohl Menschen, die schon länger im Emsland und in der Grafschaft Bentheim leben, als auch neu hinzugekommene Flüchtlinge und Zugewanderte.


Entwicklung der Arbeitslosigkeit in den Landkreisen

Im Emsland waren im Monat Juni insgesamt 5.270 Personen arbeitslos gemeldet, die Arbeitslosenquote liegt bei 2,8 Prozent. Verglichen mit dem Vormonat nahm die Zahl der Arbeitslosen um 152 Personen (-2,8 Prozent) ab. Auch in der Grafschaft Bentheim nahm die Zahl der Arbeitslosen ab. Hier gab es mit 2.105 Arbeitslosen 75 Personen (-3,4 Prozent) weniger als im Monat Mai. Die Arbeitslosenquote beträgt ebenfalls 2,8 Prozent. Unterbeschäftigung (ohne Kurzarbeit) Ergänzend zur Arbeitslosenstatistik werden auch Daten zur Unterbeschäftigung veröffentlicht. Dazu zählen die gesetzlich definierten Arbeitslosen sowie Personen, die nicht als arbeitslos gelten, aber ohne Beschäftigung sind, z.B. in Maßnahmen beruflicher Weiterbildung, Arbeitsgelegenheiten und Sonderregelungen für Arbeitslose. Die Unterbeschäftigung umfasste im Agenturbezirk nach vorläufigen Angaben im Juni 10.945 Personen.

Weitere Informationen

Haben Sie Fragen oder Anregungen zu diesem Thema? Unser Presse-Team steht Ihnen gerne zur Verfügung.