Arbeitslosigkeit in Oberhausen weiterhin auf historischem Tiefstand

– leichter Anstieg der Arbeitslosigkeit in Mülheim

03.03.2022 | Presseinfo Nr. 11

Der Arbeitsmarkt in Oberhausen

Arbeitslosenzahl: 10.539 (-217 / -2,0 %)

Arbeitslosenzahl im Vorjahresvergleich: -1.574 / -13,0 %

„In Oberhausen verzeichnen wir einen für den Wintermonat Februar unüblichen Rückgang der Arbeitslosigkeit. Die Arbeitslosenquote beträgt 9,5 %. Dies ist erneut ein historischer Tiefstand für den Monat Februar“, betont Jürgen Koch, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Oberhausen, und fügt hinzu: „Im Februar gelang es 451 Menschen eine neue Beschäftigung aufzunehmen, das waren 23,6 % mehr als im Januar. Gleichzeitig mussten sich weniger Menschen aus einer Erwerbstätigkeit heraus arbeitslos melden. Im Februar waren dies nämlich mit 485 Personen 20,5 % weniger als im Vormonat. Ein positives Signal ist zudem der Anstieg der gemeldeten Arbeitsstellen. Die Unternehmen meldeten dem Arbeitgeber-Service 449 neue Arbeitsstellen, das waren 100 mehr als im Januar.

Für die nächsten Wochen und Monate fällt es aufgrund der aktuellen Ereignisse in Europa schwer, eine Prognose für die weitere Entwicklung abzugeben. Wir bereiten uns auf alle denkbaren Szenarien gut vor.“

Arbeitslosigkeit

Im aktuellen Berichtsmonat sank die Arbeitslosigkeit in Oberhausen um 217 Personen auf 10.539. Im Jahresvergleich gab es einen Rückgang um 1.574 Arbeitslose (-13,0 %). Die Arbeitslosenquote ist um 0,2 %-Punkte gesunken und beträgt aktuell 9,5 %.

Entwicklung in der Arbeitslosenversicherung (SGB III)

Im Bereich der Arbeitslosenversicherung (Agentur für Arbeit) waren im Februar 2.181 Personen arbeitslos gemeldet, 58 Personen weniger als im Januar. Im Vergleich zu Februar des letzten Jahres gab es einen Rückgang um 905 Personen (-29,3 %).

Entwicklung in der Grundsicherung (SGB II)

Im Jobcenter Oberhausen wurden im Berichtsmonat 8.358 Arbeitslose gezählt, 159 weniger als im Vormonat und 669 weniger als im Februar 2021 (-7,4 %).

Jugendarbeitslosigkeit

738 junge Arbeitslose unter 25 Jahren im Februar bedeuten einen Anstieg von 18 Personen gegenüber Januar und einen Rückgang von 120 Personen gegenüber dem Vorjahr. Damit lag die Jugendarbeitslosenquote bei 7,1 % (+0,2 %-Punkte zum Vormonat).

Von den Jugendlichen befanden sich 222 Personen in der Betreuung des Rechtskreises SGB III (Arbeitslosenversicherung), 4 mehr als im Januar und 136 weniger als im Vorjahresmonat. Beim Jobcenter Oberhausen waren 516 arbeitslose Jugendliche registriert, 14 mehr als im Vormonat und 16 mehr als im Februar 2021.

Langzeitarbeitslosigkeit

Mit aktuell 5.622 Personen hat die Zahl derjenigen, die bereits ein Jahr oder länger bei der Arbeitsagentur oder dem Jobcenter arbeitslos gemeldet sind, gegenüber Januar um 178 Personen abgenommen. Im Vergleich zum Vorjahresmonat gibt es einen Rückgang von 487 Frauen und Männern.

Unterbeschäftigung

Die Unterbeschäftigung[1] umfasste im Februar 14.604 Personen. Das waren 85 weniger als im Januar und 1.326 weniger als im Februar des letzten Jahres. Die Unterbeschäftigungsquote beträgt aktuell 12,8 %. Im Rechtskreis des SGB III befanden sich in der Unterbeschäftigung 2.677 Personen, 11 weniger als im Januar und 931 Personen weniger als im Vorjahresmonat. Die Unterbeschäftigung im Rechtskreis des SGB II hat gegenüber Januar um 74 Personen abgenommen und liegt aktuell bei 11.927 Personen.

Arbeitskräftenachfrage

Die Vermittler/innen des gemeinsamen Arbeitgeber-Service der Agentur für Arbeit Oberhausen und des Jobcenter Oberhausen haben im Berichtsmonat insgesamt 449 neue Stellen von den Unternehmen akquiriert, 100 mehr als im Januar und 84 weniger als im Vorjahresmonat. Zum Stichtag standen 1.945 freie Stellen zur Verfügung, 73 mehr als im Vormonat und 382 mehr als im Februar 2021.

Im Februar wurden die meisten freien Stellen aus dem Bereich Produktion und Fertigung gemeldet, gefolgt von Verkehr, Logistik, Schutz und Sicherheit.

Kurzarbeit

Im Februar haben 18 Oberhausener Betriebe für potentiell 238 Beschäftigte Kurzarbeit angezeigt. Damit sind die Anzeigen wieder zurückgegangen. Wie viele Unternehmen die Kurzarbeit dann tatsächlich in Anspruch nehmen, zeigt sich erst nach einer Wartezeit von sechs Monaten. Demnach befanden sich im August 2021 in Oberhausen 269 Betriebe in Kurzarbeit mit insgesamt 1.037 betroffenen Beschäftigten.

Ausführliche Informationen für Unternehmen zur Kurzarbeit und dem Kurzarbeitergeld gibt es hier: https://www.arbeitsagentur.de/m/corona-kurzarbeit/  

Der Arbeitsmarkt in Mülheim

Arbeitslosenzahl: 7.099 (+51 / +0,7 %)

Arbeitslosenzahl im Vorjahresvergleich: -588 / -7,6 %

Arbeitslosenquote (gegenüber Vormonat): 8,2 % (+0,1 %-Punkte

[1] Die Unterbeschäftigung beschreibt das Volumen der Arbeitslosigkeit einschließlich der Personen, die zum Beispiel wegen der Teilnahme an Qualifizierungs-, Trainings- oder Beschäftigungsmaßnahmen, wegen Krankheit oder vorruhestandsähnlicher Regelungen nicht als arbeitslos gezählt werden.

„Der Februar bringt einen leichten Anstieg der Arbeitslosigkeit mit sich, so dass die Arbeitslosenquote nun 8,2 % beträgt. Dieser Anstieg ist für den Wintermonat Februar durchaus üblich – dennoch gibt es aktuell positive Signale“, erläutert Jürgen Koch, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Oberhausen, und fügt hin-zu: „Im aktuellen Monat gelang es 312 Menschen eine neue Beschäftigung aufzunehmen, das waren 38,1 % mehr als im Januar. Gleichzeitig haben sich weniger Menschen aus einer Erwerbstätigkeit heraus arbeitslos gemeldet. Mit 354 Personen waren es 13,2 % weniger als im Vormonat. Positiv sehe ich zudem den Anstieg der gemeldeten Arbeitsstellen. Unternehmen meldeten dem Arbeitgeber-Service im Februar 329 neue Stellen, das waren 130 mehr als im letzten Monat.

Für die nächsten Wochen und Monate fällt es aufgrund der aktuellen Ereignisse in Europa schwer, eine Prognose für die weitere Entwicklung abzugeben. Wir bereiten uns auf alle denkbaren Szenarien gut vor.“

Arbeitslosigkeit

Im Februar stieg die Arbeitslosigkeit in Mülheim um 51 Personen. Somit waren insgesamt 7.099 Mülheimer/innen arbeitslos gemeldet. Im Jahresvergleich gab es einen Rückgang der Arbeitslosigkeit um 588 Personen (-7,6 %). Die Arbeitslosenquote ist um 0,1 %-Punkte auf 8,2 % gestiegen.

Entwicklung in der Arbeitslosenversicherung (SGB III)

Die Agentur für Arbeit betreute im Bereich der Arbeitslosenversicherung im Februar 1.679 Arbeitslose, 22 Personen mehr als im letzten Monat und 652 weniger als im Februar 2021     (-28,0 %).

Entwicklung in der Grundsicherung (SGB II)

Das Jobcenter Mülheim an der Ruhr zählte in der Grundsicherung 5.420 Arbeitslose, 29 Personen mehr als im letzten Monat und 64 mehr als im Februar 2021 (+1,2 %).

Jugendarbeitslosigkeit

Insgesamt gab es in der Ruhrstadt 304 junge Arbeitslose unter 25 Jahren, 19 mehr als im Januar und 76 weniger als im Februar 2021. Die Jugendarbeitslosenquote beträgt aktuell 4,1 % (plus 0,3 %-Punkte). Von den Jugendlichen befanden sich 139 Personen in der Betreuung des Rechtskreises SGB III (Arbeitslosenversicherung), 20 mehr als im Januar und 26 weniger als im Februar 2021. Bei dem Mülheimer Jobcenter waren 165 arbeitslose Jugendliche registriert, 1 weniger als im Januar und 50 weniger als im Vorjahresmonat.

Langzeitarbeitslosigkeit

Mit aktuell 4.233 Personen hat die Zahl derjenigen, die bereits ein Jahr oder länger bei der Arbeitsagentur oder dem Jobcenter arbeitslos gemeldet sind, gegenüber Januar um 26 Personen zugenommen. Im Vergleich zum Vorjahresmonat gab es einen Anstieg von 363 Frauen und Männern.

Unterbeschäftigung

Die Unterbeschäftigung umfasste im Februar für Mülheim 9.558 Personen. Das waren 105 mehr als im Januar und 116 weniger als im Februar 2021. Die Unterbeschäftigungsquote beträgt 10,8 %. Im Rechtskreis des SGB III betrug die Unterbeschäftigung 2.009 Personen (9 mehr als im Vormonat und 710 weniger als im Februar 2021). Bei dem Mülheimer Jobcenter lag die Unterbeschäftigung bei 7.550 Personen, 97 mehr als im Januar und 595 mehr als im Vorjahresmonat.

Arbeitskräftenachfrage

Die Vermittler/innen des Arbeitgeber-Service der Agentur für Arbeit Mülheim konnten insgesamt 329 neue Stellen akquirieren, 130 mehr als im Vormonat und 10 mehr als im Vorjahresmonat. Im Bestand befanden sich zum Stichtag 1.315 Arbeitsstellen, 81 mehr als im Januar und 334 mehr als im Februar 2021.

Im Februar wurden die meisten freien Stellen aus dem Gesundheits- und Sozialwesen inklusive Lehre und Erziehung gemeldet, gefolgt von dem Bereich Produktion und Fertigung.

Kurzarbeit

Im Februar haben 36 Mülheimer Betriebe für potentiell 785 Beschäftigte Kurzarbeit angezeigt. Die Anzeigen auf Kurzarbeit sind damit weiter leicht gestiegen. Wie viele Unternehmen die Kurzarbeit in Anspruch nehmen, zeigt sich nach einer Wartezeit von sechs Monaten. Demnach befanden sich im August 2021 in Mülheim 251 Betriebe in Kurzarbeit mit insgesamt 896 betroffenen Beschäftigten.

Ausführliche Informationen für Unternehmen zur Kurzarbeit und dem Kurzarbeitergeld gibt es hier: https://www.arbeitsagentur.de/m/corona-kurzarbeit/

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