Der Arbeitsmarkt im Oktober in Oberhausen und Mülheim an der Ruhr

Leichter Anstieg der Arbeitslosigkeit in Oberhausen –
Stabile Entwicklung in Mülheim!

02.11.2023 | Presseinfo Nr. 31

Der Arbeitsmarkt in Oberhausen

  • Arbeitslosenzahl: 11.369
  • Veränderung zum Vormonat: +154 / +1,4 %
  • Veränderung zum Vorjahresmonat: -515 / -4,3%
  • Arbeitslosenquote (gegenüber Vormonat): 10,2 % (+0,1 %-Punkte)

„Nach dem Rückgang der Arbeitslosigkeit aufgrund der Herbstbelebung im Vormonat, gibt es im aktuellen Monat einen Anstieg. Dieser ist im Bereich der Grundsicherung zu verzeichnen. So liegt das Plus vor allem bei den langzeitarbeitslosen Menschen, den ausländischen Personen sowie den Jugendlichen unter 25 Jahren, die sich in der Betreuung des Jobcenters befinden“, resümiert Jürgen Koch, Vorsitzender der Geschäftsführung der Oberhausener Agentur für Arbeit. „Die Unternehmen waren im Oktober bei den Stellenmeldungen eher verhalten. Uns wurden 71 Stellen weniger gemeldet als im September – ein Minus von 22,3 Prozent. Dies kann unter anderem an den Herbstferien liegen, da sich Betriebe in der Urlaubszeit aufgrund von Abwesenheiten der Mitarbeitenden nicht so intensiv um Einstellungen kümmern können, wie sonst üblich. Zudem machen den Unternehmen - nach wie vor - die konjunkturelle Situation sowie der Fachkräftemangel zu schaffen.“

Arbeitslosigkeit

Im aktuellen Berichtsmonat stieg die Arbeitslosigkeit in Oberhausen um 154 Personen auf 11.369. Im Jahresvergleich gab es einen Rückgang um 515 Arbeitslose (-4,3 %). Die Arbeitslosenquote ist um 0,1 %-Punkte auf 10,2 % gestiegen.

Entwicklung in der Arbeitslosenversicherung (SGB III)

Im Bereich der Arbeitslosenversicherung (Agentur für Arbeit) waren im Oktober 2.206 Personen arbeitslos gemeldet, 16 Personen weniger als im September. Im Vergleich zu Oktober des letzten Jahres gab es einen Anstieg um 76 Personen.

Entwicklung in der Grundsicherung (SGB II)

Im Jobcenter Oberhausen wurden im Berichtsmonat 9.163 Arbeitslose gezählt, 170 mehr als im Vormonat und 591 weniger als im Oktober 2022 (-6,1 %).

Jugendarbeitslosigkeit

817 junge Arbeitslose unter 25 Jahren bedeuten einen Anstieg von 44 Personen zu September und von 21 Personen gegenüber Oktober des letzten Jahres. Damit lag die Jugendarbeitslosenquote bei 7,7 % (+0,5 %-Punkte zum Vormonat). Von den Jugendlichen befanden sich 260 Personen in der Betreuung des Rechtskreises SGB III (Arbeitslosenversicherung), 13 weniger als im September und 24 mehr als im Vorjahresmonat. Beim Jobcenter Oberhausen waren 557 arbeitslose Jugendliche registriert, 57 mehr als im Vormonat und 3 weniger als im Oktober 2022.

Langzeitarbeitslosigkeit

Mit aktuell 5.735 Personen hat die Zahl derjenigen, die bereits ein Jahr oder länger bei der Arbeitsagentur oder dem Jobcenter arbeitslos gemeldet sind, gegenüber September um 96 Personen zugenommen. Im Vergleich zum Vorjahresmonat gibt es einen Anstieg von 166 Frauen und Männern.

Arbeitslose Ausländer

Im Berichtsmonat waren 4.553 Ausländer/innen arbeitslos gemeldet, 79 mehr als im September und 348 weniger als im Oktober des letzten Jahres.

Unterbeschäftigung

Die Unterbeschäftigung[1] umfasste im Oktober 15.475 Personen. Das waren 28 mehr als im September und 118 mehr als im Oktober des letzten Jahres. Die Unterbeschäftigungsquote beträgt aktuell 13,5 %. Im Rechtskreis des SGB III befanden sich in der Unterbeschäftigung 2.698 Personen, 25 mehr als im September und 186 Personen mehr als im Vorjahresmonat. Die Unterbeschäftigung im Rechtskreis des SGB II hat gegenüber September um 2 Personen zugenommen und liegt aktuell bei 12.776 Personen.

Arbeitskräftenachfrage

Die Vermittler/innen des gemeinsamen Arbeitgeber-Service der Agentur für Arbeit Oberhausen und des Jobcenters Oberhausen haben im Berichtsmonat insgesamt 248 neue Stellen von den Unternehmen akquiriert, 71 weniger als im September und 123 weniger als im Vorjahresmonat. Zum Stichtag standen 1.691 freie Stellen zur Verfügung, 7 weniger als im Vormonat und 375 weniger als im Oktober 2022. Im aktuellen Berichtsmonat wurden die meisten freien Stellen aus den Bereichen Verkehr, Logistik, Schutz und Sicherheit gemeldet, gefolgt von Unternehmensorganisation, Buchhaltung, Recht und Verwaltung.

Der Arbeitsmarkt in Mülheim

  • Arbeitslosenzahl: 7.085
  • Veränderung zum Vormonat: -3 / -0,0 %
  • Veränderung zum Vorjahresmonat: -164 / -2,3 %
  • Arbeitslosenquote (gegenüber Vormonat): 8,1 % (unverändert)

„Im aktuellen Monat gibt es einen geringen Rückgang der Arbeitslosigkeit, der kaum nennenswert ist. Die Arbeitslosenquote hat sich demnach nicht verändert und liegt weiterhin bei 8,1 Prozent. Die übliche Herbstbelebung fällt damit recht verhalten aus“, resümiert Jürgen Koch, Vorsitzender der Geschäftsführung der Mülheimer Agentur für Arbeit. „Im Oktober haben sich 392 Menschen nach einer Beschäftigung arbeitslos gemeldet, das waren 12,3 Prozent mehr als im Vormonat. Eine neue Beschäftigung haben hingegen 264 Personen aufnehmen können, das waren allerdings 14,8 Prozent weniger als im September. Die Stellenentwicklung hat sich kaum verändert. So wurden unserem Arbeitgeber-Service 222 neue Stellen gemeldet, neun weniger als im letzten Monat. Zusammenfassend erkennen wir also aktuell wenig Dynamik auf dem Mülheimer Arbeitsmarkt – und die Wintermonate kommen erst noch!“

Arbeitslosigkeit

Im Oktober sank die Arbeitslosigkeit in Mülheim um 3 Personen. Somit waren insgesamt 7.085 Mülheimer/innen arbeitslos gemeldet. Im Jahresvergleich gab es einen Rückgang der Arbeitslosigkeit um 164 Personen (-2,3 %). Die Arbeitslosenquote ist unverändert und beträgt 8,1 Prozent.

Entwicklung in der Arbeitslosenversicherung (SGB III)

Die Agentur für Arbeit betreute im Bereich der Arbeitslosenversicherung 1.698 Arbeitslose, 4 Personen weniger als im letzten Monat und 70 mehr als im Oktober 2022 (+4,3 %).

Entwicklung in der Grundsicherung (SGB II)

Das Jobcenter Mülheim an der Ruhr zählte in der Grundsicherung 5.387 Arbeitslose, eine Person mehr als im letzten Monat und 234 weniger als im Oktober 2022 (-4,2 %).

Jugendarbeitslosigkeit

Insgesamt gab es in der Ruhrstadt 306 junge Arbeitslose unter 25 Jahren, 2 weniger als im September und 4 mehr als im Oktober 2022. Die Jugendarbeitslosenquote liegt demnach unverändert bei 4,0 %. Von den Jugendlichen befanden sich 146 Personen in der Betreuung des Rechtskreises SGB III (Arbeitslosenversicherung), 5 weniger als im September und 23 mehr als im Oktober 2022. Bei dem Mülheimer Jobcenter waren 160 arbeitslose Jugendliche registriert, 3 mehr als im Vormonat und 19 weniger als im Vorjahresmonat.

Langzeitarbeitslosigkeit

Mit aktuell 3.879 Personen hat die Zahl derjenigen, die bereits ein Jahr oder länger bei der Arbeitsagentur oder dem Jobcenter arbeitslos gemeldet sind, gegenüber September um 19 Personen zugenommen. Im Vergleich zum Vorjahresmonat gab es einen Anstieg von 86 Frauen und Männern.

Arbeitslose Ausländer

Im Berichtsmonat waren 3.546 Ausländer/innen arbeitslos gemeldet, 4 mehr als im September und 30 weniger als im Oktober des letzten Jahres.

Unterbeschäftigung

Die Unterbeschäftigung umfasste im Berichtsmonat 9.639 Personen. Das waren 59 weniger als im Vormonat und 61 weniger als im Oktober 2022. Die Unterbeschäftigungsquote beträgt 10,7 %. Im Rechtskreis des SGB III betrug die Unterbeschäftigung 2.015 Personen (27 mehr als im Vormonat und 93 mehr als im Oktober 2022). Bei dem Mülheimer Jobcenter lag die Unterbeschäftigung bei 7.625 Personen, 85 weniger als im September und 153 weniger als im Vorjahresmonat.

Arbeitskräftenachfrage

Die Vermittler/innen des Arbeitgeber-Service der Agentur für Arbeit Mülheim konnten insgesamt 222 neue Stellen akquirieren, 9 weniger als im Vormonat und 31 Stellen weniger als im Vorjahresmonat. Im Bestand befanden sich zum Stichtag 1.165 Arbeitsstellen, 17 mehr als im September und 237 weniger als im Oktober 2022. Im aktuellen Berichtsmonat wurden die meisten freien Stellen aus dem Bereich Rohstoffgewinnung, Produktion gemeldet, gefolgt von Fertigung Gesundheit, Soziales, Lehre und Erziehung.

 

 

[1] Die Unterbeschäftigung beschreibt das Volumen der Arbeitslosigkeit einschließlich der Personen, die zum Beispiel wegen der Teilnahme an Qualifizierungs-, Trainings- oder Beschäftigungsmaßnahmen, wegen Krankheit oder vorruhestandsähnlicher Regelungen nicht als arbeitslos gezählt werden.