01.09.2020 | Presseinfo Nr. 33

Der Arbeitsmarkt im August in Oberhausen und Mülheim an der Ruhr

Der Arbeitsmarkt in Oberhausen

Arbeitslosenzahl: 12.708 (-128 / -1,0 %)
Arbeitslosenzahl im Vorjahresvergleich: +1.591 / +14,3 %
Arbeitslosenquote (gegenüber Vormonat): 11,5% (-0,1 %-Punkte)
 
 

„Auch im August ist die Arbeitslosigkeit in der Ruhrstadt weiter angestiegen. Positiv sehe ich jedoch, dass sich die zu Beginn der Pandemie starken Zugänge an Arbeitslosen aktuell wieder normalisieren. Im August haben sich zum Beispiel 416 Menschen aus einer Beschäftigung heraus arbeitslos gemeldet, das waren zwar etwas mehr als im Juli, aber knapp 150 weniger als im April 2020. Zudem können nun auch wieder vermehrt Arbeitslose - unter Einhaltung der Hygienevorschriften - ihren Weiterbildungen nachgehen und die Zeit der Arbeitslosigkeit so optimal nutzen“ fasst Christiane Artz, Geschäftsführerin der Agentur für Arbeit Oberhausen/Mülheim an der Ruhr, die aktuelle Situation zusammen.

„Die neu eingegangenen Anzeigen auf Kurzarbeit befinden sich aktuell auf einem niedrigen Niveau. Im August haben 11 Betriebe Kurzarbeit angezeigt, sodass sich die Anzahl der Betriebe, die seit Beginn der Krise Kurzarbeit angezeigt haben, nun auf 1.602 beläuft. Im Bedarfsfall kann damit für 16.480 Beschäftigte der Lebensunterhalt durch Kurzarbeitergeld sichergestellt werden. Es ist gut, dass dieses Instrument bisher so vielen Firmen und Beschäftigten helfen konnte und dadurch eine höhere Arbeitslosigkeit verhindert wurde.“ betont Christiane Artz weiter.

Arbeitslosigkeit

Im August stieg die Arbeitslosigkeit in Mülheim um 144 Personen. Somit waren insgesamt 7.832 Mülheimer/innen arbeitslos gemeldet. Im Jahresvergleich gab es einen Anstieg der Arbeitslosigkeit um 1.625 Personen. Die Arbeitslosenquote beträgt aktuell 9,1 % (+0,2 %-Punkte).

Entwicklung in der Arbeitslosenversicherung (SGB III)

Die Agentur für Arbeit betreute im Bereich der Arbeitslosenversicherung im August 2.465 Arbeitslose, 129 Personen mehr als im letzten Monat und 745 mehr als im August 2019.

Entwicklung in der Grundsicherung

Das Jobcenter Mülheim an der Ruhr zählte in der Grundsicherung 5.367 Arbeitslose, 15 mehr als im letzten Monat und 880 mehr als im August 2019.

 

Jugendarbeitslosigkeit

Insgesamt gab es in der Ruhrstadt 473 junge Arbeitslose unter 25 Jahren, 53 mehr als im Juli und 228 mehr als im August 2019. Die Jugendarbeitslosenquote beträgt aktuell 6,2 %, das sind 0,7 %-Punkte mehr als im Juli. Von den Jugendlichen befanden sich 234 Personen in der Betreuung des Rechtskreises SGB III (Arbeitslosenversicherung), 34 mehr als im Juli und 74 mehr als im August 2019. Bei dem Mülheimer Jobcenter waren hingegen 239 arbeitslose Jugendliche registriert, 19 mehr als im Vormonat und 154 mehr als im Vorjahresmonat.

Unterbeschäftigung

Die Unterbeschäftigung[1] umfasste im August für Mülheim 9.518 Personen. Das waren 49 mehr als im Juli und 605 mehr als im August 2019. Die Unterbeschäftigungsquote beträgt 10,8 %. Im Rechtskreis des SGB III betrug die Unterbeschäftigung 2.800 Personen (118 mehr als im Vormonat). Bei dem Mülheimer Jobcenter lag die Unterbeschäftigung bei 6.718 Personen, 69 weniger als im Juli.

Arbeitskräftenachfrage

Die Vermittler/innen des Arbeitgeber-Service der Agentur für Arbeit Mülheim konnten insgesamt 249 neue Stellen akquirieren, 28 weniger als im Vormonat und 154 weniger als im Vorjahresmonat. Im Bestand befanden sich zum Stichtag 1.075 Arbeitsstellen, 5 weniger als im Juli und 405 weniger als im August 2019. Die meisten freien Stellen kamen im August aus dem Gesundheits- und Sozialwesen, gefolgt von dem Bereich Kaufmännische Dienstleistungen, Handel und Vertrieb (vor allem Verkaufsberufe).

[1] Die Unterbeschäftigung beschreibt das Volumen der Arbeitslosigkeit einschließlich der Personen, die zum Beispiel wegen der Teilnahme an Qualifizierungs-, Trainings- oder Beschäftigungsmaßnahmen, wegen Krankheit oder vorruhestandsähnlicher Regelungen nicht als arbeitslos gezählt werden.