29.10.2020 | Presseinfo Nr. 41

Der Arbeitsmarkt im Oktober

in Oberhausen und Mülheim an der Ruhr

1. Der Arbeitsmarkt in Oberhausen

Arbeitslosenzahl: 12.112 (-130 / -1,1 %)

Arbeitslosenzahl im Vorjahresvergleich: +1.362 / +12,7 %

Arbeitslosenquote (gegenüber Vormonat): 10,9% (-0,2 %-Punkte)

Die Herbstbelebung führte auch im Oktober zu einem Rückgang der Arbeitslosigkeit. Damit ist diese in Oberhausen zum dritten Mal in Folge gesunken.“ berichtet Christiane Artz, Geschäftsführerin der Agentur für Arbeit Oberhausen.

„Im Oktober konnten mehr als 600 Oberhausener/innen ihre Arbeitslosigkeit beenden und eine Erwerbstätigkeit aufnehmen. Das waren 9,2 % mehr als im September und 17,9 % mehr als im Oktober des letzten Jahres. Zudem gab es einen Anstieg der gemeldeten Arbeitsstellen um 24,9 % zu September. Fachkräfte werden nach wie vor gesucht. Dennoch sind die Auswirkungen der Corona-Virus-Pandemie sichtbar – und werden es noch länger bleiben. So liegt die Arbeitslosigkeit nach wie vor deutlich über dem Vorjahr. Viele Branchen leiden weiterhin extrem unter den Einschränkungen, die die Pandemie mit sich bringt. Welche Auswirkungen darüber hinaus die aufgrund des schnellen Infektionsgeschehens neuen Einschränkungen des öffentlichen Lebens auf den Arbeitsmarkt haben werden, kann ich natürlich nicht vorhersagen. Klar ist jedoch, dass dank der regen Nutzung des Kurzarbeitergeldes tausende Arbeitsplätze vor Ort gerettet werden konnten: Im April 2020 haben 1.302 Oberhausener Betriebe für 8.727 Beschäftigte Kurzarbeitergeld bezogen.“

Arbeitslosigkeit

Im aktuellen Berichtsmonat sank die Arbeitslosigkeit in Oberhausen um 130 Personen. Somit waren insgesamt 12.112 Personen arbeitslos gemeldet. Im Jahresvergleich gab es einen Anstieg um 1.362 Arbeitslose. Die Arbeitslosenquote beträgt aktuell 10,9 % (-0,2 %-Punkte).

Entwicklung in der Arbeitslosenversicherung (SGB III)

Im Bereich der Arbeitslosenversicherung (Agentur für Arbeit) waren im Oktober 2.973 Personen arbeitslos gemeldet, 98 Personen weniger als im September. Im Vergleich zu Oktober des letzten Jahres gab es einen Anstieg um 832 Personen.

Entwicklung in der Grundsicherung

Im Jobcenter Oberhausen wurden im Berichtsmonat 9.139 Arbeitslose gezählt, 32 weniger als im Vormonat und 530 mehr als im Oktober 2019.

Jugendarbeitslosigkeit

1.020 junge Arbeitslose unter 25 Jahren im Oktober bedeuten einen Anstieg von 14 Personen gegenüber September und um 178 Personen gegenüber dem Vorjahr. Damit lag die Jugendarbeitslosenquote bei 9,6 % (+0,2 %-Punkte zum Vormonat).

Von den Jugendlichen befanden sich 362 Personen in der Betreuung des Rechtskreises SGB III (Arbeitslosenversicherung), 8 weniger als im September und 97 mehr als im Vorjahresmonat. Beim Jobcenter Oberhausen waren 658 arbeitslose Jugendliche registriert, 22 mehr als im Vormonat und 81 mehr als im Oktober 2019.

Unterbeschäftigung

Die Unterbeschäftigung[1] umfasste im Oktober 15.769 Personen. Das waren 195 weniger als im September und 981 mehr als im Oktober des letzten Jahres. Die Unterbeschäftigungsquote beträgt aktuell 13,8 %. Im Rechtskreis des SGB III lag die Unterbeschäftigung mit 3.590 Personen um 875 Personen höher als im Vorjahr. Die Unterbeschäftigung im Rechtskreis des SGB II hat hier gegenüber Oktober 2019 um 106 Personen zugenommen und liegt aktuell bei 12.179 Personen.

Arbeitskräftenachfrage

Die Vermittler/innen des gemeinsamen Arbeitgeber-Service der Agentur für Arbeit Oberhausen und des Jobcenter Oberhausen haben im Berichtsmonat insgesamt 391 neue Stellen von den Unternehmen akquiriert, 78 mehr als im September und 90 mehr als im Vorjahresmonat. Zum Stichtag standen 1.572 freie Stellen zur Verfügung, 23 weniger als im September und 513 weniger als im Oktober 2019. Die meisten freien Stellen meldete im Oktober der Bereich Verkehr, Logistik, Schutz und Sicherheit gefolgt von Bau, Architektur, Vermessung und Gebäudetechnik.

Kurzarbeit

Im Oktober haben 12 Oberhausener Betriebe für 75 Beschäftigte Kurzarbeit angezeigt. Wie viele Unternehmen die Kurzarbeit dann tatsächlich in Anspruch nehmen, zeigt sich erst nach einer Wartezeit von sechs Monaten. Somit liegen aktuell die realisierten Kurzarbeiterzahlen für März und April vor und damit für den Beginn der Corona Krise. Im März befanden sich in Oberhausen 770 Betriebe in Kurzarbeit, davon waren 4.032 Mitarbeiter/innen betroffen. Im April waren es 1.302 Betriebe mit 8.727 Beschäftigten.

Der Arbeitsmarkt in Mülheim

Arbeitslosenzahl: 7.494 (-162 / -2,1 %)

Arbeitslosenzahl im Vorjahresvergleich: +1.438 / +23,7 %

Arbeitslosenquote (gegenüber Vormonat): 8,7 % (-0,2 %-Punkte)

„Die Herbstbelebung führte auch im Oktober zu einem Rückgang der Arbeitslosigkeit. Damit ist diese in Mülheim zum zweiten Mal in Folge gesunken.“ betont Christiane Artz, Geschäftsführerin der Agentur für Arbeit Oberhausen. „Im Oktober konnten rund 380 Mülheimer/innen ihre Arbeitslosigkeit beenden und eine Erwerbstätigkeit aufnehmen. Das waren 6 % mehr als im September und 19,8 % mehr als im Oktober des letzten Jahres. Dennoch sind die Auswirkungen der Corona-Virus-Pandemie sichtbar – und werden es noch länger bleiben. So liegt die Arbeitslosigkeit nach wie vor deutlich über dem Vorjahr. Viele Branchen leiden weiterhin extrem unter den Einschränkungen, die die Pandemie mit sich bringt. Welche Auswirkungen darüber hinaus die aufgrund des schnellen Infektionsgeschehens neuen Einschränkungen des öffentlichen Lebens auf den Arbeitsmarkt haben werden, kann ich natürlich nicht vorhersagen.“

Die Arbeitsmarktexpertin fügt hinzu: „Klar ist jedoch, dass dank der regen Nutzung des Kurzarbeitergeldes tausende Arbeitsplätze vor Ort gerettet werden konnten: Im April haben 1.123 Mülheimer Firmen für 7.302 Beschäftigte Kurzarbeitergeld bezogen.“

Arbeitslosigkeit

Im Oktober sank die Arbeitslosigkeit in Mülheim um 162 Personen. Somit waren insgesamt 7.494 Mülheimer/innen arbeitslos gemeldet. Im Jahresvergleich gab es einen Anstieg der Arbeitslosigkeit um 1.438 Personen. Die Arbeitslosenquote beträgt aktuell 8,7 % (-0,2 %-Punkte).

Entwicklung in der Arbeitslosenversicherung (SGB III)

Die Agentur für Arbeit betreute im Bereich der Arbeitslosenversicherung im Oktober 2.272 Arbeitslose, 75 Personen weniger als im letzten Monat und 666 mehr als im Oktober 2019.

Entwicklung in der Grundsicherung

Das Jobcenter Mülheim an der Ruhr zählte in der Grundsicherung 5.222 Arbeitslose, 87 weniger als im letzten Monat und 772 mehr als im Oktober 2019.

Jugendarbeitslosigkeit

Insgesamt gab es in der Ruhrstadt 361 junge Arbeitslose unter 25 Jahren, 64 weniger als im September und 168 mehr als im Oktober 2019. Die Jugendarbeitslosenquote beträgt aktuell 4,8 %, das sind 0,8 %-Punkte weniger als im September. Von den Jugendlichen befanden sich 175 Personen in der Betreuung des Rechtskreises SGB III (Arbeitslosenversicherung), 24 weniger als im September und 78 mehr als im Oktober 2019. Bei dem Mülheimer Jobcenter waren 186 arbeitslose Jugendliche registriert, 40 weniger als im Vormonat und 90 mehr als im Vorjahresmonat.

Unterbeschäftigung

Die Unterbeschäftigung[1] umfasste im Oktober für Mülheim 9.314 Personen. Das waren 86 weniger als im September und 459 mehr als im Oktober 2019. Die Unterbeschäftigungsquote beträgt 10,5 %. Im Rechtskreis des SGB III betrug die Unterbeschäftigung 2.667 Personen (52 weniger als im Vormonat). Bei dem Mülheimer Jobcenter lag die Unterbeschäftigung bei 6.647 Personen, 34 weniger als im September.

Arbeitskräftenachfrage

Die Vermittler/innen des Arbeitgeber-Service der Agentur für Arbeit Mülheim konnten insgesamt 289 neue Stellen akquirieren, 17 mehr als im Vormonat und 22 weniger als im Vorjahresmonat. Im Bestand befanden sich zum Stichtag 1.106 Arbeitsstellen, 40 weniger als im September und 445 weniger als im Oktober 2019. Die meisten freien Stellen meldeten im Oktober Arbeitgeber aus dem Gesundheits- und Sozialwesen gefolgt von dem Bereich Produktion und Fertigung (vor allem Maschinen- und Fahrzeugtechnikberufe).

Kurzarbeit

Im Oktober haben 10 Mülheimer Betriebe für 943 Beschäftigte Kurzarbeit angezeigt. Wie viele Unternehmen die Kurzarbeit dann tatsächlich in Anspruch nehmen, zeigt sich erst nach einer Wartezeit von sechs Monaten. Somit liegen aktuell die realisierten Kurzarbeiterzahlen für März und April vor und damit für den Beginn der Corona Krise. Im März befanden sich in Mülheim 601 Betriebe in Kurzarbeit, davon waren über 3.391 Mitarbeiter/innen betroffen. Im April waren es 1.123 Betriebe mit 7.302 Beschäftigten.

[1] Die Unterbeschäftigung beschreibt das Volumen der Arbeitslosigkeit einschließlich der Personen, die zum Beispiel wegen der Teilnahme an Qualifizierungs-, Trainings- oder Beschäftigungsmaßnahmen, wegen Krankheit oder vorruhestandsähnlicher Regelungen nicht als arbeitslos gezählt werden.

[1] Die Unterbeschäftigung beschreibt das Volumen der Arbeitslosigkeit einschließlich der Personen, die zum Beispiel wegen der Teilnahme an Qualifizierungs-, Trainings- oder Beschäftigungsmaßnahmen, wegen Krankheit oder vorruhestandsähnlicher Regelungen nicht als arbeitslos gezählt werden.