01.12.2020 | Presseinfo Nr. 46

Der Arbeitsmarkt im November

in Oberhausen und Mülheim an der Ruhr
 

Der Arbeitsmarkt in Oberhausen

  • Arbeitslosenzahl: 11.842 (-270
  • Arbeitslosenzahl im Vorjahresvergleich: +1.297 / +12,3 %
  • Arbeitslosenquote (gegenüber Vormonat): 10,7% (-0,2 %-Punkte)

„Auch der November bringt einen Rückgang der Arbeitslosigkeit in Oberhausen. Damit ist nun zum vierten Mal in Folge die Arbeitslosigkeit gesunken. Mit Blick auf den weichen Lockdown des öffentlichen Lebens bleibt nun abzuwarten, wie sich die Arbeitsmarktsituation entwickelt. Bisher ist der saisonale Rhythmus nicht beeinträchtigt worden und große Entlassungswellen konnten mit Hilfe der Kurzarbeit vermieden werden. Wir hoffen, dass die Nutzung von Kurzarbeit die Unternehmen auch weiterhin so gut unterstützen kann. Trotz der aktuellen Einschränkungen, haben uns die Oberhausener Betriebe mehr Stellen gemeldet als im Oktober. Die größte Nachfrage kam aus dem Bereich Verkehr und Logistik, was bei dem aktuellen Boom des Onlinehandels nicht verwunderlich ist. Das klassische Weihnachtsgeschäft ist in diesem Jahr nicht so stark ausgeprägt, es gibt zwar eine steigende Anfrage nach Verkaufspersonal, aber dies ist nicht vergleichbar mit den Vorjahren.“ berichtet Christiane Artz, Geschäftsführerin der Agentur für Arbeit Oberhausen.

Arbeitslosigkeit

Im aktuellen Berichtsmonat sank die Arbeitslosigkeit in Oberhausen um 270 Personen. Somit waren insgesamt 11.842 Personen arbeitslos gemeldet. Im Jahresvergleich gab es einen Anstieg um 1.297 Arbeitslose. Die Arbeitslosenquote beträgt aktuell 10,7 % (-0,2 %-Punkte).

Entwicklung in der Arbeitslosenversicherung (SGB III)

Im Bereich der Arbeitslosenversicherung (Agentur für Arbeit) waren im November 2.856 Personen arbeitslos gemeldet, 117 Personen weniger als im Oktober. Im Vergleich zu November des letzten Jahres gab es einen Anstieg um 781 Personen.

Entwicklung in der Grundsicherung

Im Jobcenter Oberhausen wurden im Berichtsmonat 8.986 Arbeitslose gezählt, 153 weniger als im Vormonat und 516 mehr als im November 2019.

Jugendarbeitslosigkeit

930 junge Arbeitslose unter 25 Jahren im November bedeuten eine Abnahme von 90 Personen gegenüber Oktober und um ein Anstieg 212 Personen gegenüber dem Vorjahr. Damit lag die Jugendarbeitslosenquote bei 8,7 % (-0,9 %-Punkte zum Vormonat).

Von den Jugendlichen befanden sich 302 Personen in der Betreuung des Rechtskreises SGB III (Arbeitslosenversicherung), 60 weniger als im Oktober und 71 mehr als im Vorjahresmonat. Beim Jobcenter Oberhausen waren 628 arbeitslose Jugendliche registriert, 30 weniger als im Vormonat und 141 mehr als im November 2019.

Unterbeschäftigung

Die Unterbeschäftigung[1] umfasste im November 15.693 Personen. Das waren 143 weniger als im Oktober und 940 mehr als im November des letzten Jahres. Die Unterbeschäftigungsquote beträgt aktuell 13,7 %. Im Rechtskreis des SGB III lag die Unterbeschäftigung mit 3.484 Personen um 809 Personen höher als im Vorjahr. Die Unterbeschäftigung im Rechtskreis des SGB II hat hier gegenüber November 2019 um 131 Personen zugenommen und liegt aktuell bei 12.209 Personen.

Arbeitskräftenachfrage

Die Vermittler/innen des gemeinsamen Arbeitgeber-Service der Agentur für Arbeit Oberhausen und des Jobcenter Oberhausen haben im Berichtsmonat insgesamt 429 neue Stellen von den Unternehmen akquiriert, 38 mehr als im Oktober und 76 mehr als im Vorjahresmonat. Zum Stichtag standen 1.651 freie Stellen zur Verfügung, 79 mehr als im Oktober und 358 weniger als im November 2019. Die meisten freien Stellen meldete im November der Bereich Verkehr, Logistik, Schutz und Sicherheit gefolgt von Produktion und Fertigung sowie dem Gesundheits- und Sozialwesen.

Kurzarbeit

Im November haben 83 Oberhausener Betriebe für 926 Beschäftigte Kurzarbeit angezeigt. Da die Unternehmen mehrere Monate Zeit haben, die tatsächliche Auszahlung zu beantragen, lässt sich die realisierte Kurzarbeit nur mit einer zeitlichen Verzögerung darstellen. Somit liegen aktuell die realisierten Kurzarbeiterzahlen für Mai vor. Im Mai befanden sich in Oberhausen 1.116 Betriebe in Kurzarbeit, davon waren 7.459 Mitarbeiter/innen betroffen.

Der Arbeitsmarkt in Mülheim

  • Arbeitslosenzahl: 7.350 (-144 / -1,9 %)
  • Arbeitslosenzahl im Vorjahresvergleich: +1.333 / +22,2 %
  • Arbeitslosenquote (gegenüber Vormonat): 8,6 % (-0,1 %-Punkte)

„In der Ruhrstadt ist die Arbeitslosigkeit nun zum dritten Mal in Folge gesunken. Mit Blick auf den weichen Lockdown des öffentlichen Lebens bleibt nun abzuwarten, wie sich die Arbeitsmarktsituation entwickelt. Bisher ist der saisonale Rhythmus nicht beeinträchtigt worden und große Entlassungswellen konnten mit Hilfe der Kurzarbeit vermieden werden. Wir hoffen, dass die Nutzung von Kurzarbeit die Unternehmen auch weiterhin so gut unterstützen kann.“ betont Christiane Artz, Geschäftsführerin der Agentur für Arbeit Oberhausen. „Trotz der aktuellen Einschränkungen, haben uns die Mülheimer Betriebe mehr Stellen gemeldet als im Oktober. Die größte Nachfrage gab es dabei nach Kaufleuten und nach Praxispersonal. Das klassische Weihnachtsgeschäft ist in diesem Jahr etwas abgeschwächt. Die Nachfrage nach Verkaufspersonal im Einzelhandel ist zwar da, aber es ist auch absehbar, dass in diesem Jahr vieles online über den Ladentisch gehen wird.“

Arbeitslosigkeit

Im November sank die Arbeitslosigkeit in Mülheim um 144 Personen. Somit waren insgesamt 7.350 Mülheimer/innen arbeitslos gemeldet. Im Jahresvergleich gab es einen Anstieg der Arbeitslosigkeit um 1.333 Personen. Die Arbeitslosenquote beträgt aktuell 8,6 % (-0,1 %-Punkte).

Entwicklung in der Arbeitslosenversicherung (SGB III)

Die Agentur für Arbeit betreute im Bereich der Arbeitslosenversicherung im November 2.182 Arbeitslose, 90 Personen weniger als im letzten Monat und 597 mehr als im November 2019.

Entwicklung in der Grundsicherung

Das Jobcenter Mülheim an der Ruhr zählte in der Grundsicherung 5.168 Arbeitslose, 54 weniger als im letzten Monat und 736 mehr als im November 2019.

Jugendarbeitslosigkeit

Insgesamt gab es in der Ruhrstadt 336 junge Arbeitslose unter 25 Jahren, 25 weniger als im Oktober und 116 mehr als im November 2019. Die Jugendarbeitslosenquote beträgt aktuell 4,4 %, das sind 0,4 %-Punkte weniger als im Oktober. Von den Jugendlichen befanden sich 139 Personen in der Betreuung des Rechtskreises SGB III (Arbeitslosenversicherung), 36 weniger als im Oktober und 30 mehr als im November 2019. Bei dem Mülheimer Jobcenter waren 197 arbeitslose Jugendliche registriert, 11 mehr als im Vormonat und 86 mehr als im Vorjahresmonat.

Unterbeschäftigung

Die Unterbeschäftigung[1] umfasste im November für Mülheim 9.330 Personen. Das waren 4 weniger als im Oktober und 486 mehr als im November 2019. Die Unterbeschäftigungsquote beträgt 10,5 %. Im Rechtskreis des SGB III betrug die Unterbeschäftigung 2.618 Personen (58 weniger als im Vormonat). Bei dem Mülheimer Jobcenter lag die Unterbeschäftigung bei 6.712 Personen, 54 mehr als im Oktober.

Arbeitskräftenachfrage

Die Vermittler/innen des Arbeitgeber-Service der Agentur für Arbeit Mülheim konnten insgesamt 328 neue Stellen akquirieren, 39 mehr als im Vormonat und 67 mehr als im Vorjahresmonat. Im Bestand befanden sich zum Stichtag 1.182 Arbeitsstellen, 76 mehr als im Oktober und 238 weniger als im November 2019. Die meisten freien Stellen meldeten im November Arbeitgeber aus dem Gesundheits- und Sozialwesen gefolgt von dem Bereich Unternehmensorganisation, Buchhaltung, Recht und Verwaltung.

Kurzarbeit

Im November haben 87 Mülheimer Betriebe für 850 Beschäftigte Kurzarbeit angezeigt. Da die Unternehmen mehrere Monate Zeit haben, die tatsächliche Auszahlung zu beantragen, lässt sich die realisierte Kurzarbeit nur mit einer zeitlichen Verzögerung darstellen. Somit liegen aktuell die realisierten Kurzarbeiterzahlen für Mai vor. Im Mai befanden sich in Mülheim 966 Betriebe in Kurzarbeit, davon waren 6.936 Mitarbeiter/innen betroffen.

[1] Die Unterbeschäftigung beschreibt das Volumen der Arbeitslosigkeit einschließlich der Personen, die zum Beispiel wegen der Teilnahme an Qualifizierungs-, Trainings- oder Beschäftigungsmaßnahmen, wegen Krankheit oder vorruhestandsähnlicher Regelungen nicht als arbeitslos gezählt werden.

[1] Die Unterbeschäftigung beschreibt das Volumen der Arbeitslosigkeit einschließlich der Personen, die zum Beispiel wegen der Teilnahme an Qualifizierungs-, Trainings- oder Beschäftigungsmaßnahmen, wegen Krankheit oder vorruhestandsähnlicher Regelungen nicht als arbeitslos gezählt werden.