02.12.2020 | Presseinfo Nr. 47

Auch in Zeiten der Pandemie Inklusion leben und Menschen mit Behinderung eine Chance geben!

Am 3. Dezember findet der internationale Tag der Menschen mit Behinderung statt.

Diesen nutzt die Arbeitsagentur Oberhausen, um auf die Situation von Menschen mit Behinderung in Oberhausen und Mülheim aufmerksam zu machen und die Botschaft zu platzieren: Menschen mit Handicap sind wertvoll für den Arbeitsmarkt und sollten nun nicht aus dem Blick verloren werden.

„Aktuell sind in Oberhausen und Mülheim an der Ruhr mehr als 1.200 Arbeitslose gemeldet, die eine Schwerbehinderung haben. Rund ein Drittel dieses Personenkreises gilt als Fachkraft und stellt damit ein wertvolles Fachkräftepotential für die Betriebe dar“, betont Christiane Artz, Geschäftsführerin der Agentur für Arbeit Oberhausen/Mülheim an der Ruhr. „Auch in Zeiten der Pandemie nutzen unsere Beraterinnen und Berater jede Möglichkeit, um diese Menschen zu unterstützen und Ihnen eine Chance auf dem Arbeitsmarkt zu ermöglichen. Da aktuell persönliche Beratungsgespräche nur terminiert und unter Einhaltung von Schutzmaßnahmen durchgeführt werden können, bieten wir unseren Kundinnen und Kunden neuerdings auch individuelle Gespräche per Videochat mit den Beratern an. So können trotz der Pandemie Beratungsgespräche von Angesicht zu Angesicht stattfinden. Natürlich stehen wir auch mit den Unternehmen in regem Austausch zu dem Thema Inklusion. Denn wir sind auf die Einstellungsbereitschaft der Betriebe angewiesen und hoffen, dass die Arbeitgeber sich diesem Personenkreis trotz der Einschränkungen und Herausforderungen, die die Corona – Krise mit sich bringt, auch weiterhin widmen.“

Die alljährliche Verleihung des Inklusionspreises an ein Oberhausener Unternehmen und die Überreichung eines Inklusionszertifikates an einen Mülheimer Betrieb, kann in diesem Jahr aufgrund der Kontaktbeschränkungen leider nicht stattfinden.

Dennoch möchte die Arbeitsagentur den Aktionstag nutzen, um noch mehr Arbeitgeber für das Thema Inklusion zu öffnen. Das Dienstleistungsportfolio der Arbeitsagentur ist umfangreich. So werden Unternehmen zum Beispiel unterstützt durch:

• umfassende Information und Beratung

• Hilfe bei der Rekrutierung

• behinderungsgerechte Einrichtung von Arbeits- und Ausbildungsplätzen

• finanzielle Förderung zur Schaffung neuer Arbeits- und Ausbildungsplätze für schwerbehinderte Menschen

• finanzielle Förderung bei der Beschäftigung schwerbehinderter Menschen

Beratung zu der Beschäftigung von Menschen mit Behinderung erhalten Unternehmen bei Anett Schwoy, Spezialistin für Rehabilitanden und schwerbehinderte Menschen der Agentur für Arbeit Oberhausen/Mülheim an der Ruhr, unter der Rufnummer 0208 8506 111.

Weitere Informationen gibt es auch online: https://www.arbeitsagentur.de/menschen-mit-behinderungen

Daten und Fakten zur Situation von Menschen mit Behinderung:

In Oberhausen waren im November 863 schwerbehinderte Menschen arbeitslos. Das waren 20 mehr als im Oktober und 145 mehr als im November 2019. Davon sind 54,5 % der Personen zwischen 25 und unter 55 Jahren und 42,2 % älter als 55 Jahre. Im Schnitt sind Menschen mit Behinderung in Oberhausen 730 Tage arbeitslos. Das sind 20 Tage mehr als Menschen ohne gesundheitliche Einschränkungen.

In Mülheim an der Ruhr waren im November 398 schwerbehinderte Menschen arbeitslos gemeldet. Das waren 13 weniger als im Vormonat und 72 mehr als im November 2019. Davon sind 44,1 % der Personen zwischen 25 und 55 Jahren und knapp 54 % älter als 55 Jahre. Im Schnitt sind Menschen mit Behinderung in Mülheim an der Ruhr 866 Tage arbeitslos, das sind 133 Tage mehr als Menschen ohne gesundheitliche Einschränkungen.