02.03.2021 | Presseinfo Nr. 10

Der Arbeitsmarkt im Februar in Oberhausen und

Mülheim an der Ruhr

Der Arbeitsmarkt in Oberhausen

Arbeitslosenzahl: 12.113 (+185 / +1,6 %)

Arbeitslosenzahl im Vorjahresvergleich: +912 / +8,1 %

Arbeitslosenquote (gegenüber Vormonat): 10,9% (+0,1 %-Punkte)

„Im Februar ist die Arbeitslosigkeit in Oberhausen weiter leicht gestiegen. Allerdings ist der Zugang an Arbeitslosen aufgrund des Verlusts des Arbeitsplatzes um 20% im Vergleich zum Januar, aber auch um 12% im Vergleich zum Vorjahr gesunken. Aktuell mussten sich 540 Menschen aus einer Beschäftigung heraus arbeitslos melden. Eine neue Erwerbstätigkeit haben rund 400 Personen finden können, 11,6 % mehr als im Januar, aber 16,4 % weniger als im Vorjahr. Dies zeigt deutlich, dass der Arbeitsmarkt nicht so aufnahmefähig ist wie im letzten Jahr zu diesem Zeitpunkt. Es ist aber weiterhin zu spüren, dass Betriebe versuchen, ihre Beschäftigten zu halten.“ resümiert Christiane Artz, Geschäftsführerin der Agentur für Arbeit Oberhausen.

„In den kommenden Tagen jähren sich die Eindämmungsmaßnahmen aufgrund der Covid 19-Pandemie. Betrachtet man unterschiedliche Indikatoren, wie Zugang an Arbeitsstellen, Rückgang der Beschäftigung und Nutzung von Kurzarbeit, lässt sich gut der Grad der Betroffenheit der Branchen vor Ort darstellen. Sicherlich verwundert es nicht, dass an der Spitze dieser Betroffenheitsliste das Gastgewerbe steht, gefolgt vom Verarbeitenden Gewerbe sowie dem Bereich Kunst, Unterhaltung und Erholung.“

Arbeitslosigkeit

Im aktuellen Berichtsmonat stieg die Arbeitslosigkeit in Oberhausen um 185 Personen. Somit waren insgesamt 12.113 Personen arbeitslos gemeldet. Im Jahresvergleich gab es einen Anstieg um 912 Arbeitslose (+8,1 %). Die Arbeitslosenquote beträgt aktuell 10,9 % (+0,1 %-Punkte).

Entwicklung in der Arbeitslosenversicherung (SGB III)

Im Bereich der Arbeitslosenversicherung (Agentur für Arbeit) waren im Februar 3.086 Personen arbeitslos gemeldet, 9 Personen weniger als im Januar. Im Vergleich zu Februar des letzten Jahres gab es einen Anstieg um 667 Personen (+27,6 %).

Entwicklung in der Grundsicherung

Im Jobcenter Oberhausen wurden im Berichtsmonat 9.027 Arbeitslose gezählt, 194 mehr als im Vormonat und 245 mehr als im Februar 2020 (+2,8 %).

Jugendarbeitslosigkeit

858 junge Arbeitslose unter 25 Jahren im Februar bedeuten einen Anstieg von 34 Personen gegenüber Januar und von 10 Personen gegenüber dem Vorjahr. Damit lag die Jugendarbeitslosenquote bei 8,0 % (+0,3 %-Punkte zum Vormonat).

Von den Jugendlichen befanden sich 358 Personen in der Betreuung des Rechtskreises SGB III (Arbeitslosenversicherung), 28 mehr als im Januar und 62 mehr als im Vorjahresmonat. Beim Jobcenter Oberhausen waren 500 arbeitslose Jugendliche registriert, 6 mehr als im Vormonat und 52 weniger als im Februar 2020.

Langzeitarbeitslosigkeit

Mit aktuell 6.109 Personen hat die Zahl derjenigen, die bereits ein Jahr oder länger bei der Arbeitsagentur oder dem Jobcenter arbeitslos gemeldet sind, gegenüber Januar um 102 Personen zugenommen. Im Vergleich zum Vorjahresmonat gibt es einen Anstieg von 884 Frauen und Männern.

Unterbeschäftigung

Die Unterbeschäftigung[1] umfasste im Februar 16.094 Personen. Das waren 210 mehr als im Januar und 895 mehr als im Februar des letzten Jahres. Die Unterbeschäftigungsquote beträgt aktuell 14,1 %. Im Rechtskreis des SGB III lag die Unterbeschäftigung mit 3.703 Personen um 688 Personen höher als im Vorjahr. Die Unterbeschäftigung im Rechtskreis des SGB II hat hier gegenüber Februar 2020 um 207 Personen zugenommen und liegt aktuell bei 12.391 Personen.

Arbeitskräftenachfrage

Die Vermittler/innen des gemeinsamen Arbeitgeber-Service der Agentur für Arbeit Oberhausen und des Jobcenter Oberhausen haben im Berichtsmonat insgesamt 533 neue Stellen von den Unternehmen akquiriert, 12 mehr als im Januar und 138 mehr als im Vorjahresmonat. Zum Stichtag standen 1.563 freie Stellen zur Verfügung, 245 mehr als im Vormonat und 138 weniger als im Februar 2020. Die meisten freien Stellen meldete im Februar der Bereich Produktion und Fertigung, gefolgt von Verkehr, Logistik, Schutz und Sicherheit.

Kurzarbeit

Im Februar haben 248 Oberhausener Betriebe (8 mehr als im Januar) für 5.256 Beschäftigte (+ 2.378 Personen) Kurzarbeit angezeigt. Wie viele Unternehmen die Kurzarbeit dann tatsächlich in Anspruch nehmen, zeigt sich erst nach einer Wartezeit von sechs Monaten. Somit liegen aktuell die realisierten Kurzarbeiterzahlen für August vor. Im August befanden sich in Oberhausen 590 Betriebe (- 81 zu Juli) in Kurzarbeit, davon waren 3.411 (- 476 zu Juli) Mitarbeiter/innen betroffen.

Der Arbeitsmarkt in Mülheim

Arbeitslosenzahl: 7.687 (+79 / +1,0 %)

Arbeitslosenzahl im Vorjahresvergleich: +1.374 / +21,8 %

Arbeitslosenquote (gegenüber Vormonat): 8,9 % (unverändert)

„In Mülheim an der Ruhr ist die Arbeitslosigkeit weiterhin leicht gestiegen. Allerdings ist der Zugang an Arbeitslosen aufgrund des Verlusts des Arbeitsplatzes um 36 % im Vergleich zu Januar, aber auch um 7 % im Vergleich zum Vorjahr gesunken. Aktuell mussten sich 327 Menschen aus einer Beschäftigung heraus arbeitslos melden. Eine neue Erwerbstätigkeit haben rund 230 Personen finden können, 5,9 % mehr als im Januar, aber 24 % weniger als im Vorjahr. Dies spricht dafür, dass der Arbeitsmarkt nicht so aufnahmefähig ist wie im letzten Jahr zu diesem Zeitpunkt. Es ist aber weiterhin zu spüren, dass Betriebe versuchen, ihre Beschäftigten zu halten.“ resümiert Christiane Artz, Geschäftsführerin der Agentur für Arbeit Oberhausen/Mülheim.

„In den kommenden Tagen jähren sich die Eindämmungsmaßnahmen aufgrund der Covid19-Pandemie. Mit Blick auf diese können wir nun nach Auswertung diverser Indikatoren, wie z. B. dem Zugang an Arbeitsstellen, dem Rückgang der Beschäftigung und der Nutzung der Kurzarbeit, die Betroffenheit der Branchen vor Ort darstellen. Sicherlich verwundert es nicht, dass an der Spitze dieser Betroffenheitsliste das Gastgewerbe steht, gefolgt vom Verarbeitenden Gewerbe, dem Bereich Verkehr und Lagerei sowie Information und Kommunikation.“

Arbeitslosigkeit

Im Februar stieg die Arbeitslosigkeit in Mülheim um 79 Personen. Somit waren insgesamt 7.687 Mülheimer/innen arbeitslos gemeldet. Im Jahresvergleich gab es einen Anstieg der Arbeitslosigkeit um 1.374 Personen (+21,8 %). Die Arbeitslosenquote hat sich nicht verändert und beträgt weiterhin 8,9 %.

Entwicklung in der Arbeitslosenversicherung (SGB III)

Die Agentur für Arbeit betreute im Bereich der Arbeitslosenversicherung im Februar 2.331 Arbeitslose, 108 Personen weniger als im letzten Monat und 611 mehr als im Februar 2020 (+35,5 %).

Entwicklung in der Grundsicherung

Das Jobcenter Mülheim an der Ruhr zählte in der Grundsicherung 5.356 Arbeitslose, 187 mehr als im letzten Monat und 763 mehr als im Februar 2020 (+16,6 %).

Jugendarbeitslosigkeit

Insgesamt gab es in der Ruhrstadt 380 junge Arbeitslose unter 25 Jahren, einen weniger als im Januar und 110 mehr als im Februar 2020. Die Jugendarbeitslosenquote hat sich nicht verändert und beträgt weiterhin 5,0 %. Von den Jugendlichen befanden sich 165 Personen in der Betreuung des Rechtskreises SGB III (Arbeitslosenversicherung), 10 weniger als im Januar und 33 mehr als im Februar 2020. Bei dem Mülheimer Jobcenter waren 215 arbeitslose Jugendliche registriert, 9 mehr als im Vormonat und 77 mehr als im Vorjahresmonat.

Langzeitarbeitslosigkeit

Mit aktuell 3.870 Personen hat die Zahl derjenigen, die bereits ein Jahr oder länger bei der Arbeitsagentur oder dem Jobcenter arbeitslos gemeldet sind, gegenüber Januar um 77 Personen zugenommen. Im Vergleich zum Vorjahresmonat gibt es einen Anstieg von 937 Frauen und Männern.

Unterbeschäftigung

Die Unterbeschäftigung umfasste im Februar für Mülheim 9.574 Personen. Das waren 113 mehr als im Januar und 724 mehr als im Februar 2020. Die Unterbeschäftigungsquote beträgt 10,8 %. Im Rechtskreis des SGB III betrug die Unterbeschäftigung 2.753 Personen (76 weniger als im Vormonat und 568 mehr als im Februar 2020). Bei dem Mülheimer Jobcenter lag die Unterbeschäftigung bei 6.821 Personen, 189 mehr als im Januar und 156 mehr als im Vorjahresmonat.

Arbeitskräftenachfrage

Die Vermittler/innen des Arbeitgeber-Service der Agentur für Arbeit Mülheim konnten insgesamt 319 neue Stellen akquirieren, 102 mehr als im Vormonat und 17 mehr als im Vorjahresmonat. Im Bestand befanden sich zum Stichtag 981 Arbeitsstellen, 14 weniger als im Januar und 274 weniger als im Februar 2020. Die meisten freien Stellen meldeten im Februar Arbeitgeber aus der Unternehmensorganisation, Buchhaltung und Verwaltung gefolgt von dem Bereich Produktion und Fertigung.

Kurzarbeit

Im Februar haben 137 Mülheimer Betriebe (39 weniger als im Januar) für 913 Beschäftigte

(- 532) Kurzarbeit angezeigt. Wie viele Unternehmen die Kurzarbeit dann tatsächlich in Anspruch nehmen, zeigt sich erst nach einer Wartezeit von sechs Monaten. Somit liegen aktuell die realisierten Kurzarbeiterzahlen für August vor. Im August befanden sich in Mülheim 506 Betriebe (- 72 zu Juli) in Kurzarbeit, davon waren 3.886 Mitarbeiter/innen (- 434 zu Juli) betroffen.

[1] Die Unterbeschäftigung beschreibt das Volumen der Arbeitslosigkeit einschließlich der Personen, die zum Beispiel wegen der Teilnahme an Qualifizierungs-, Trainings- oder Beschäftigungsmaßnahmen, wegen Krankheit oder vorruhestandsähnlicher Regelungen nicht als arbeitslos gezählt werden.