31.01.2019 | Presseinfo Nr. 11

Saisonüblicher Anstieg der Arbeitslosigkeit

Arbeitslosenquote dennoch niedrig wie nie in einem Januar

„Der Anstieg der Arbeitslosigkeit im Januar ist mehr oder weniger die Regel, so auch in diesem Jahr. Beschäftigungsverhältnisse, die bis zum Jahres- oder Quartalsende befristet waren, und Zugänge aus witterungsabhängigen Branchen sorgen dafür, dass zu Jahresbeginn die Zahl der Arbeitslosen regelmäßig ansteigt“, erläutert Thomas Iser, Vorsitzender der Geschäftsführung der Offenbacher Arbeitsagentur. „Langfristig betrachtet ist aber die Zahl der arbeitslos gemeldeten Menschen im Monat Januar seit mehr als zwanzig Jahren noch nie so niedrig gewesen und die Arbeitslosenquote ist auf einem neuen Tiefstand angekommen“.

15.146 Personen waren im Januar arbeitslos gemeldet, 1.301 mehr als im Dezember und 208 weniger als im Januar 2018. Daraus ergab sich eine Arbeitslosenquote von 5,8 Prozent gegenüber dem Dezemberwert von 5,3 Prozent und 5,9 Prozent im Vorjahresmonat.

Stadt und Landkreis Offenbach

6.878 Personen waren im Januar in der Stadt Offenbach arbeitslos, 7,2 Prozent mehr als im Dezember. Im Vergleich zum Januar des Vorjahres ergab sich ein Rückgang von 1,6 Prozent. Die Arbeitslosenquote stieg auf 9,5 Prozent an gegenüber 8,9 Prozent im Dezember und 9,9 Prozent im Januar 2018. 

8.268 Männer und Frauen waren im Landkreis Offenbach arbeitslos gemeldet, das waren 11,3 Prozent mehr als im Vormonat. Die Arbeitslosenquote lag bei 4,4 Prozent gegenüber 3,9 Prozent im Dezember und 4,5 Prozent im Januar 2018.

Die Entwicklung in den Rechtskreisen 

Arbeitslose, die aufgrund einer vorherigen Beschäftigung Arbeitslosengeld I erhalten, werden von der Arbeitsagentur betreut. Für Arbeitslose, die keinen Anspruch (mehr) auf Arbeitslosengeld I haben und auf Leistungen der Grundsicherung (Arbeitslosengeld II, umgangssprachlich ‚Hartz IV') angewiesen sind, sind die Jobcenter MainArbeit (Stadt Offenbach) und ProArbeit (Kreis Offenbach) zuständig.

In der Arbeitslosenversicherung, also bei den Menschen, die vorher in Beschäftigung waren und Leistungen nach dem Sozialgesetzbuch (SGB) III erhalten, waren am Stichtag im Januar 5.345 Personen gemeldet, 664 Personen mehr als im Dezember. Im Vergleich zum Vorjahr ergab sich ein Anstieg von 246 Personen. 

Bei den Jobcentern MainArbeit und ProArbeit waren 9.801 Menschen arbeitslos gemeldet, 637 mehr als im Vormonat und 454 weniger als im Vorjahresmonat.

Entwicklung in den Personengruppen

7.814 Männer waren im Januar arbeitslos gemeldet, 790 mehr als im Vormonat. 7.332 Frauen waren ohne Arbeit, das sind 511 mehr als im Dezember 2018. 1.214 Jugendliche waren arbeitslos gemeldet, 96 mehr als im Dezember. 2.943 über 55-jährige waren arbeitslos gemeldet, 266 mehr als im Dezember. 

Langzeitarbeitslose

Als langzeitarbeitslos gelten Personen, die ein Jahr und länger arbeitslos sind. 4.915 Menschen waren im Januar 2019 langzeitarbeitslos, 201 mehr als im Vormonat. 4.538 der Langzeitarbeitslosen waren im Rechtskreis II (Grundsicherung) gemeldet, 377 in der Arbeitslosenversicherung im Rechtskreis SGB III. Insgesamt machten Langzeitarbeitslose 32,5 Prozent aller Arbeitslosen aus.

Unterbeschäftigung

In der Unterbeschäftigung werden zusätzlich die Personen abgebildet, die nicht als arbeitslos gelten, weil sie zum Beispiel arbeitsmarktpolitische Maßnahmen besuchen. Sie werden nach gesetzlicher Vorgabe zur Unterbeschäftigung gerechnet, weil sie nicht in einem regulären Beschäftigungsverhältnis stehen. Im Agenturbezirk waren im Berichtsmonat 19.872 Personen unterbeschäftigt, 1.111 weniger als im Januar 2018. Die Unterbeschäftigungsquote lag bei 7,4 Prozent.

Offene Stellen 

3.033 offene Stellen sind von Unternehmen beim Arbeitgeber-Service der Agentur für Arbeit Offenbach zur Vermittlung gemeldet, 7,3 Prozent mehr als im Vorjahresmonat. 662 offene Stellen konnte der Arbeitgeber-Service neu akquirieren, 8,9 Prozent mehr als im Januar 2018. 671 offene Stellen konnten erledigt werden.