17.04.2019 | Presseinfo Nr. 31

In der Ausbildung läuft was schief? Die Agentur für Arbeit kann helfen

Wenn junge Menschen während der Ausbildung straucheln, kann die Agentur für Arbeit unterstützend eingreifen: mit ausbildungsbegleitenden Hilfen (abH)

Bei manchen Jugendlichen ist es ein bestimmtes Fach in der Berufsschule oder Prüfungsangst, bei anderen stecken familiäre Konflikte dahinter: Probleme während einer Ausbildung kann es immer geben; sie müssen aber nicht dramatisch sein.

Wenn Schwierigkeiten aber von Dauer sind und dazu führen, dass Jugendliche sich überfordert fühlen, den Anschluss verlieren und alles hinschmeißen möchten, besteht jedoch Handlungsbedarf. Das Gute: Sowohl ihnen als auch den Ausbildungsbetrieben kann geholfen werden.

Mit ausbildungsbegleitenden Hilfen (abH) unterstützt die Agentur für Arbeit Offenbach Jugendliche in der Ausbildung punktgenau dort, wo sie es benötigen. Das kann beispielsweise ein Stützunterricht begleitend zur Berufsschule sein. Auszubildende erhalten in kleinen Gruppen individuell auf sie zugeschnittene Hilfe, arbeiten Unterricht nach oder bereiten sich auf Tests und Prüfungen vor.

Mohamed A. trat im Oktober 2016 in die ausbildungsbegleitenden Hilfen bei der Gesellschaft für Wirtschaftskunde e.V. (GfW) ein. Er hat Zerspanungsmechaniker bei der Georg Martin GmbH in Dietzenbach gelernt, seine Abschlussprüfung mittlerweile bestanden und ist Fachkraft im Unternehmen.

Ausbildungsverantwortlicher Patrick von der Lieth ist sehr zufrieden mit der Unterstützungsleistung der GfW. „Durch den Stütz- und Förderunterricht konnte die Ausbildung erfolgreich abgeschlossen werden. Mohamed hat nun die Qualifikationen, die in einem Metallberufsbild notwendig sind.“

Auch sozialpädagogische Unterstützung wird gewährt, wenn es Konfliktlagen gibt, die die Ausbildung gefährden und die ein junger Mensch nicht allein lösen kann. All das geschieht außerhalb der betrieblichen und schulischen Ausbildungszeiten.

Die Kosten trägt die Agentur für Arbeit in Offenbach. Ausbildungsbegleitende Hilfen (abH) können während der gesamten Ausbildungszeit sowohl von den Auszubildenden selbst als auch von den Betrieben veranlasst werden. Die Unterstützung ist unabhängig von der Größe des Betriebes.

„Der Abbruch einer Ausbildung sollte nach Kräften vermieden werden“, ist Ulrike Kelepouris, Teamleiterin der Berufsberatung in der Offenbacher Arbeitsagentur, überzeugt. „Ausbilder und Auszubildende sollten nicht erst kurz vor der Abschlussprüfung zu uns kommen. Ein frühzeitiger Beratungstermin, weil man das Gefühl hat, dass ‚etwas klemmt' oder aber die erste Klassenarbeit in der Berufsschule nicht zur vollen Zufriedenheit geführt hat, ist in jedem Fall gut investierte Zeit. Denn ein Abbruch der Ausbildung führt zu Frustration bei den betroffenen Auszubildenden und lässt sie mit dem Gefühl des Versagens zurück. Auch für Betriebe, die Zeit und Engagement in jeden Azubi investiert haben, ist ein Abbruch eine unschöne Angelegenheit. Dabei bedarf es manchmal nur einer kleinen Hilfestellung, und schon kann es wieder rund laufen.“

Firmenleiter Christoph Martin ist froh, dass es eine solche Unterstützung gibt: „Die Anforderungen an Auszubildende in den Metallberufen sind so hoch, dass wir kleineren Ausbildungsbetriebe für diese Unterstützung der Agentur für Arbeit und die Umsetzung durch die fachkompetenten Mitarbeiter der GfW sehr dankbar sind.“

Ausbildungsbetriebe, die ihre Auszubildenden auch in schwierigen Zeiten nicht allein lassen wollen, können sich unter offenbach.arbeitgeber@arbeitsagentur.de oder Telefon 0800 405555 20 an den Arbeitgeber-Service der Arbeitsagentur wenden. Auszubildende können unter offenbach.berufsberatung@arbeitsagentur.de oder Telefon 0800 4 5555 00 einen Termin in der Berufsberatung zu abH vereinbaren.