30.04.2019 | Presseinfo Nr. 37

Frühjahrsbelebung am Arbeitsmarkt

Weniger Arbeitslose in allen Personengruppen

„Im April ist die Arbeitslosigkeit in Stadt und Kreis Offenbach weiter zurückgegangen. Davon konnten alle Personengruppen profitieren“, sagt Thomas Iser, Vorsitzender der Geschäftsführung der Offenbacher Arbeitsagentur. „Frauen und Männer mit einer qualifizierten Ausbildung und Berufserfahrung gehen schnell wieder in Arbeit, wenn sie arbeitslos werden sollten. Denn der Markt ist aufnahmefähig und der Bedarf an Fachpersonal ist in fast allen Wirtschaftszweigen vorhanden. Problematischer ist es, wenn eine Ausbildung fehlt oder die Berufskenntnisse veraltet sind. Daher bietet die Arbeitsagentur Förderleistungen, um Menschen ohne Berufsabschluss - egal welchen Alters - ausreichend zu qualifizieren. Arbeitsuchende und arbeitslose Menschen, aber auch Arbeitgeber, die ihre Mitarbeiter weiterqualifizieren wollen, können sich dazu in der Agentur für Arbeit beraten lassen.“

13.802 Personen waren im Offenbacher Agenturbezirk im April arbeitslos gemeldet, 357 weniger als im März. Gegenüber dem Vorjahresmonat waren es 1.177 Personen weniger. Die Arbeitslosenquote ging zurück auf 5,3 Prozent gegenüber 5,4 Prozent im März und 5,8 Prozent im Vorjahresmonat.

Stadt und Landkreis Offenbach

6.370 Personen waren im April in der Stadt Offenbach arbeitslos, 1,3 Prozent weniger als im März. Im Vergleich zum April des Vorjahres ergab sich ein Rückgang von 5,5 Prozent. Die Arbeitslosenquote ging zurück auf 8,8 Prozent gegenüber 8,9 Prozent im März und 9,5 Prozent im April 2018. 

7.432 Männer und Frauen waren im Landkreis Offenbach arbeitslos gemeldet, das waren 3,6 Prozent weniger als im Vormonat. Die Arbeitslosenquote lag bei 3,9 Prozent gegenüber 4,1 Prozent im März und 4,4 Prozent im April 2018.

Die Entwicklung in den Rechtskreisen

Arbeitslose, die nach einer vorherigen Beschäftigung Arbeitslosengeld I erhalten, werden von der Arbeitsagentur betreut. Für Arbeitslose, die keinen Anspruch (mehr) auf Arbeitslosengeld I haben und auf Leistungen der Grundsicherung (Arbeitslosengeld II, umgangssprachlich ‚Hartz IV') angewiesen sind, sind die Jobcenter MainArbeit (Stadt Offenbach) und ProArbeit (Kreis Offenbach) zuständig.

In der Arbeitslosenversicherung, also bei den Menschen, die vorher in Beschäftigung waren und Leistungen nach dem Sozialgesetzbuch (SGB) III erhalten, waren am Stichtag im April 4.739 Personen gemeldet, 169 Personen weniger als im März. Im Vergleich zum Vorjahr ergab sich ein Rückgang um 104 Personen. 

Bei den Jobcentern MainArbeit und ProArbeit waren 9.063 Menschen arbeitslos gemeldet, 188 weniger als im Vormonat und 1.073 weniger als im Vorjahresmonat.

Entwicklung in den Personengruppen

7.172 Männer waren im April arbeitslos gemeldet, 198 weniger als im Vormonat. 6.630 Frauen waren ohne Arbeit, das sind 159 weniger als im März. 1.124 Jugendliche waren arbeitslos, im März waren es noch 74 mehr. 2.668 über 55-jährige waren arbeitslos gemeldet, 41 weniger als im Monat vorher. 

Unterbeschäftigung

In der Unterbeschäftigung werden zusätzlich die Personen abgebildet, die nicht als arbeitslos gelten, weil sie zum Beispiel arbeitsmarktpolitische Maßnahmen besuchen. Sie werden nach gesetzlicher Vorgabe zur Unterbeschäftigung gerechnet, weil sie nicht in einem regulären Beschäftigungsverhältnis stehen. Im Agenturbezirk waren im Berichtsmonat 19.338 Personen unterbeschäftigt, 1.234 weniger als im April 2018. Die Unterbeschäftigungsquote lag bei 7,2 Prozent.

Offene Stellen

3.280 offene Stellen sind von Unternehmen beim Arbeitgeber-Service der Agentur für Arbeit Offenbach zur Vermittlung gemeldet, das sind 20,1 Prozent mehr als im April 2018. 594 offene Stellen konnte der Arbeitgeber-Service neu akquirieren. 607 offene Stellen konnten erledigt werden.

Ausbildungsmarkt

2.873 junge Frauen und Männer meldeten sich von Oktober 2018 bis April 2019 ausbildungssuchend. Im gleichen Zeitraum wurden der Arbeitsagentur 1.987 offene Ausbildungsstellen von Betrieben gemeldet.