01.07.2019 | Presseinfo Nr. 57

Gute Zahlen zu Beginn der Sommerpause

· Arbeitslosenquote bei 5,0 Prozent
· Anstieg der Arbeitslosigkeit bei Jugendlichen

„Insgesamt ist die Arbeitslosigkeit vor der Sommerpause zurückgegangen“, so Thomas Iser, Vorsitzender der Geschäftsführung der Offenbacher Arbeitsagentur. „Für Anstiege bei den unter 25-jährigen sorgten das Ausbildungs- und teilweise auch das Schulende. Leider gehen viele Jugendliche nach dem Ausbildungsende nicht nahtlos in Beschäftigung, sondern müssen sich zunächst arbeitslos melden, obwohl sie als junge Fachkräfte gebraucht werden.

Dass der Markt aufnahmefähig ist, zeigt ein Blick auf die offenen Stellen. Unserem Arbeitgeber-Service wurden mehr offene Stellen gemeldet als im Durchschnitt der letzten fünf Jahre. Der Agenturbezirk liegt damit sogar über dem hessischen Landesdurchschnitt.“

13.450 Personen waren im Offenbacher Agenturbezirk im Juni arbeitslos gemeldet, 431 weniger als im Mai. Gegenüber dem Vorjahresmonat waren es 955 Personen weniger. Daraus ergab sich eine Arbeitslosenquote von 5,0 Prozent. Im Mai lag sie bei 5,2 Prozent und im Vorjahresmonat bei 5,5 Prozent.

Stadt und Landkreis Offenbach

6.110 Personen waren im Juni in der Stadt Offenbach arbeitslos, 2,8 Prozent weniger als im Mai. Im Vergleich zum Juni des Vorjahres ergab sich ein Rückgang von 6,1 Prozent. Die Arbeitslosenquote ging zurück auf 8,2 Prozent gegenüber 8,5 Prozent im Mai und 9,0 Prozent im Juni 2018.

7.340 Männer und Frauen waren im Landkreis Offenbach arbeitslos gemeldet, das waren 3,4 Prozent weniger als im Vormonat. Die Arbeitslosenquote lag bei 3,8 Prozent gegenüber 3,9 Prozent im Vormonat und 4,2 Prozent im Juni 2018.

Die Entwicklung in den Rechtskreisen

Arbeitslose, die nach einer vorherigen Beschäftigung Arbeitslosengeld I erhalten, werden von der Arbeitsagentur betreut. Für Arbeitslose, die keinen Anspruch (mehr) auf Arbeitslosengeld I haben und auf Leistungen der Grundsicherung (Arbeitslosengeld II, umgangssprachlich ‚Hartz IV') angewiesen sind, sind die Jobcenter MainArbeit (Stadt Offenbach) und ProArbeit (Kreis Offenbach) zuständig.

In der Arbeitslosenversicherung, also bei den Menschen, die vorher in Beschäftigung waren und Leistungen nach dem Sozialgesetzbuch (SGB) III erhalten, waren am Stichtag im Juni 4.630 Personen gemeldet, 138 Personen weniger als im Mai. Im Vergleich zum Vorjahr ergab sich ein Anstieg um 8 Personen.

Bei den Jobcentern MainArbeit und ProArbeit waren 8.820 Menschen arbeitslos gemeldet, 293 weniger als im Vormonat und 963 weniger als im Vorjahresmonat.

Entwicklung in den Personengruppen

6.863 Männer waren im Juni arbeitslos gemeldet, 308 weniger als im Vormonat. 6.587 Frauen waren ohne Arbeit, das sind 123 weniger als im Mai. 1.202 Jugendliche waren arbeitslos, gegenüber Mai sind das 97 Personen mehr. 2.612 über 55-jährige waren arbeitslos gemeldet, 93 weniger als im Monat vorher.

Sozialversicherungspflichtige Beschäftigte

Neue Daten zu den sozialversicherungspflichtig Beschäftigten (SvB) zeigen, dass es im Offenbacher Agenturbezirk mehr Arbeitsplätze gibt als im Vorjahr. Nach den neuesten verfügbaren Zahlen vom Dezember 2018 ergab sich mit 177.876 sozialversicherungspflichtig Beschäftigten (SvB) am Arbeitsort ein Plus von 3,1 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal.

Im Produzierenden Gewerbe kam, verglichen mit dem Vorjahresquartal, mit 41.779 Beschäftigten ein Plus von 6,6 Prozent zustande. Auch in den Dienstleistungsbereichen gab es mehr Beschäftigte als im Vorjahr. Mit 135.832 SvB gab es hier eine Steigerung von 2,2 Prozent.

Offene Stellen

3.239 offene Stellen sind von Unternehmen beim Arbeitgeber-Service der Agentur für Arbeit Offenbach zur Vermittlung gemeldet, das sind 19,4 Prozent mehr als im Juni 2018. 718 offene Stellen konnte der Arbeitgeber-Service neu akquirieren, 21,9 Prozent mehr als im Vorjahresmonat. 783 offene Stellen konnten erledigt werden, 40,1 Prozent mehr als im Vorjahresvergleich.

Ausbildungsmarkt

3.115 junge Frauen und Männer meldeten sich von Oktober 2018 bis Juni 2019 ausbildungssuchend. Im gleichen Zeitraum wurden der Arbeitsagentur von den Betrieben 2.220 offene Ausbildungsstellen gemeldet.