01.11.2019 | Presseinfo Nr. 83

Frostschutz für den Arbeitsmarkt: Das Saison-Kurzarbeitergeld

Unternehmen in witterungsabhängigen Branchen müssen kein Personal entlassen.

Um zu verhindern, dass Arbeitnehmer witterungsabhängiger Branchen im Winter arbeitslos werden, gibt es das Saison-Kurzarbeitergeld (Saison-KUG). Betriebe des Baugewerbes, des Dachdeckerhandwerks sowie des Garten- und Landschaftsbaus können auf diese Weise vom 1. Dezember bis zum 31. März ihre Mitarbeiter in der Schlechtwetterzeit weiterbeschäftigen. In Gerüstbauunternehmen hat die Förderzeit bereits am 1. November begonnen. Darauf weist die Arbeitsagentur Offenbach hin.

Mit dem Saison-Kurzarbeitergeld können bei Auftragsmangel und Arbeitsausfällen in Folge des Winterwetters die Beschäftigten ihren Arbeitsplatz und die Betriebe das eingearbeitete Personal behalten. Unternehmen können sich dann bei Änderung der Witterung die Personalsuche ersparen und sofort auf ihre bewährten Mitarbeiter zurückgreifen. Das Saison-KUG ermöglicht ferner, im Winter kleinere Aufträge oder Nachbesserungen auszuführen.

Das Saison-Kurzarbeitergeld entspricht der Höhe des Arbeitslosengeldes. Für jede Ausfallstunde erhalten kinderlose Arbeitnehmer 60 Prozent und Arbeitnehmer mit Kindern 67 Prozent des pauschalierten Nettolohnes. In der Regel wird das Saison-Kurzarbeitergeld von der ersten Ausfallstunde an gewährt. Abweichende Regelungen gelten für Beschäftigte im Gerüstbau.

Im Sommer angesammelte Arbeitszeitguthaben müssen jedoch zuvor aufgebraucht werden, sofern sie nicht durch Tarifverträge geschützt sind. Beantragt wird das Saison-Kurzarbeitergeld durch die betroffenen Unternehmen bei der Agentur für Arbeit. Weitere Informationen sind hier erhältlich: Frankfurt-Main.031-OS@arbeitsagentur.de