03.01.2020 | Presseinfo Nr. 1

Saisonüblicher Anstieg der Arbeitslosigkeit zum Jahresende

Arbeitslosigkeit im Dezember auf niedrigstem Stand seit Jahren

Im Offenbacher Agenturbezirk waren 13.342 Personen am Stichtag im Dezember 2019 arbeitslos gemeldet, 156 mehr als im November und 503 weniger als im Vorjahresmonat. Die Arbeitslosenquote stieg auf 5,0 Prozent gegenüber 4,9 Prozent im November und 5,3 Prozent im Dezember 2018.

„Der Anstieg der Arbeitslosigkeit bewegt sich im saisonüblichen Bereich und ist zum Jahresende die Regel. Im Vergleich zum Vorjahresmonat ist sogar ein Rückgang zustande gekommen. Anstiege sind vor allem im Bereich der Arbeitslosenversicherung zu verzeichnen“, kommentiert Birgit Günther, Geschäftsführerin der Offenbacher Agentur für Arbeit, die aktuellen Zahlen. „Betrachtet man die Dezemberzahlen über die letzten beiden Jahrzehnte hinweg, zeigt sich, dass wir uns gegenwärtig auf einem erfreulich niedrigen Arbeitslosen-Niveau bewegen. Die größte Herausforderung der nächsten Zeit wird es sein, arbeitslose und arbeitsuchende Menschen so zu qualifizieren, dass sie zu den Fachkräften werden, die am Markt dringend gesucht werden.“

Stadt und Landkreis Offenbach

6.041 Personen waren im Dezember in der Stadt Offenbach arbeitslos, 0,7 Prozent mehr als im November. Im Vergleich zum Dezember des Vorjahres ergab sich ein Rückgang von 5,8 Prozent. Die Arbeitslosenquote stieg auf 8,2 Prozent gegenüber 8,1 Prozent im Vormonat (Dezember 2018: 8,9 Prozent). 

7.301 Männer und Frauen waren im Landkreis Offenbach arbeitslos gemeldet, das waren 1,6 Prozent mehr als im Vormonat. Daraus ergab sich eine Arbeitslosenquote von 3,8 Prozent gegenüber 3,7 Prozent im Vormonat und 3,9 Prozent im Dezember 2018.

Die Entwicklung in den Rechtskreisen

Arbeitslose, die nach einer vorherigen Beschäftigung Arbeitslosengeld I erhalten, werden von der Arbeitsagentur betreut. Für Arbeitslose, die keinen Anspruch (mehr) auf Arbeitslosengeld I haben und auf Leistungen der Grundsicherung (Arbeitslosengeld II, umgangssprachlich ‚Hartz IV') angewiesen sind, sind die Jobcenter MainArbeit (Stadt Offenbach) und ProArbeit (Kreis Offenbach) zuständig.

In der Arbeitslosenversicherung, also bei den Menschen, die vorher in Beschäftigung waren und Leistungen nach dem Sozialgesetzbuch (SGB) III erhalten, waren am Stichtag im Dezember 5.015 Personen gemeldet, 258 Personen mehr als im November. Im Vergleich zum Vorjahr ergab sich ein Anstieg um 334 Personen. 

Bei den Jobcentern MainArbeit und ProArbeit waren 8.327 Menschen arbeitslos gemeldet, 102 weniger als im Vormonat und 837 weniger als im Vorjahresmonat.

Entwicklung in den Personengruppen

Exakt 7.000 Männer waren im Dezember arbeitslos gemeldet, 169 mehr als im Vormonat. 6.342 Frauen waren ohne Arbeit, 13 weniger als im November. 1.279 Jugendliche waren arbeitslos, gegenüber November sind das 43 Personen weniger. 2.663 über 55-jährige waren arbeitslos gemeldet, 39 mehr als im Monat vorher. 

Sozialversicherungspflichtige Beschäftigte

Neue Daten zu den sozialversicherungspflichtig Beschäftigten (SvB) zeigen, dass es im Offenbacher Agenturbezirk mehr Arbeitsplätze gibt als im Vorjahr. Nach den neuesten verfügbaren Zahlen vom Juni 2019 ergab sich mit 176.807 sozialversicherungspflichtig Beschäftigten (SvB) am Arbeitsort ein Plus von 1,7 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal.

Im Produzierenden Gewerbe kam, verglichen mit dem Vorjahresquartal, mit 42.064 Beschäftigten ein Plus von 6,6 Prozent zustande. Auch in den Dienstleistungsbereichen gab es mehr Beschäftigte als im Vorjahr. Mit 134.453 SvB gab es hier eine Steigerung von 0,2 Prozent.

Offene Stellen

2.972 offene Stellen sind von Unternehmen beim Arbeitgeber-Service der Agentur für Arbeit Offenbach zur Vermittlung gemeldet. 508 offene Stellen konnte der Arbeitgeber-Service neu akquirieren. 699 offene Stellen konnten erledigt werden.