30.01.2020 | Presseinfo Nr. 7

Zu Jahresbeginn steigt die Arbeitslosigkeit an

Jahreszeitgemäße Zunahme der Arbeitslosigkeit im Januar

Im Januar waren im Offenbacher Agenturbezirk 14.659 Personen arbeitslos gemeldet. Das sind 1.317 Menschen mehr als im Dezember, aber 487 weniger als im Januar 2019. Daraus ergab sich eine Arbeitslosenquote von 5,5 Prozent gegenüber 5,0 Prozent im Dezember 2019. Im Januar 2019 lag sie bei 5,8 Prozent.

Thomas Iser, Vorsitzender der Geschäftsführung der Offenbacher Agentur für Arbeit, zu den aktuellen Zahlen: „Saisonübliche Anstiege zum Beispiel aus Beschäftigungsverhältnissen, die bis zum Jahres- oder Quartalsende im Dezember befristet waren, sowie Zugänge aus witterungsabhängigen Branchen gibt es fast immer zu Jahresbeginn. Das ist nicht überraschend und es bleibt abzuwarten, wie sich die Entwicklung im weiteren Jahresverlauf gestalten wird. In der Arbeitslosenversicherung, also bei den kurzzeitig Arbeitslosen, steigen die Zahlen im Vorjahresvergleich schon seit einigen Monaten an. Dennoch kann man sagen, dass ungeachtet der Zuwächse die absolute Zahl der Arbeitslosen und auch die Arbeitslosenquote im Vergleich zu den vorangegangenen Jahren auf einem insgesamt niedrigen Niveau liegt.“

Stadt und Landkreis Offenbach

6.534 Personen waren im Januar in der Stadt Offenbach arbeitslos, 8,2 Prozent mehr als im Dezember 2019. Im Vergleich zum Januar des Vorjahres ergab sich ein Rückgang von 5,0 Prozent. Die Arbeitslosenquote stieg auf 8,8 Prozent gegenüber 8,2 Prozent im Vormonat (Januar 2019: 9,5 Prozent). 

8.125 Männer und Frauen waren im Landkreis Offenbach arbeitslos gemeldet, das waren 11,3 Prozent mehr als im Vormonat. Daraus ergab sich eine Arbeitslosenquote von 4,2 Prozent gegenüber 3,8 Prozent im Vormonat und 4,4 Prozent im Januar 2019.

Die Entwicklung in den Rechtskreisen

Arbeitslose, die nach einer vorherigen Beschäftigung Arbeitslosengeld I erhalten, werden von der Arbeitsagentur betreut. Für Arbeitslose, die keinen Anspruch (mehr) auf Arbeitslosengeld I haben und auf Leistungen der Grundsicherung (Arbeitslosengeld II, umgangssprachlich ‚Hartz IV') angewiesen sind, sind die Jobcenter MainArbeit (Stadt Offenbach) und ProArbeit (Kreis Offenbach) zuständig.

In der Arbeitslosenversicherung, also bei den Menschen, die vorher in Beschäftigung waren und Leistungen nach dem Sozialgesetzbuch (SGB) III erhalten, waren am Stichtag im Januar 5.594 Personen gemeldet, 579 Personen mehr als im Dezember 2019. Im Vergleich zum Vorjahr ergab sich ein Anstieg um 249 Personen. 

Bei den Jobcentern MainArbeit und ProArbeit waren 9.065 Menschen arbeitslos gemeldet, 738 mehr als im Vormonat, aber 736 weniger als im Vorjahresmonat.

Unterbeschäftigung

In der Unterbeschäftigung werden zusätzlich die Personen abgebildet, die nicht als arbeitslos gelten, weil sie zum Beispiel arbeitsmarktpolitische Maßnahmen besuchen. Sie werden nach gesetzlicher Vorgabe zur Unterbeschäftigung gerechnet, weil sie nicht in einem regulären Beschäftigungsverhältnis stehen. Im Agenturbezirk waren im Berichtsmonat 19.829 Personen unterbeschäftigt, 216 weniger als im Januar 2019. Die Unterbeschäftigungsquote lag bei 7,3 Prozent.

Entwicklung in den Personengruppen

7.761 Männer waren im Januar arbeitslos gemeldet, 761 mehr als im Vormonat. 6.898 Frauen waren ohne Arbeit, 556 mehr als im Dezember 2019. 1.351 Jugendliche waren arbeitslos, gegenüber Dezember 2019 sind das 72 Personen mehr. 2.965 über 55-jährige waren arbeitslos gemeldet, 302 mehr als im Monat vorher. 

Langzeitarbeitslose

Als langzeitarbeitslos gelten Personen, die ein Jahr und länger arbeitslos sind. 4.333 Menschen waren im Januar langzeitarbeitslos, 260 mehr als im Vormonat. 3.939 der Langzeitarbeitslosen waren im Rechtskreis II (Grundsicherung) gemeldet, 394 in der Arbeitslosenversicherung im Rechtskreis SGB III. Insgesamt machten Langzeitarbeitslose 29,6 Prozent aller Arbeitslosen aus.

Offene Stellen

2.938 offene Stellen sind von Unternehmen beim Arbeitgeber-Service der Agentur für Arbeit Offenbach zur Vermittlung gemeldet. 516 offene Stellen konnte der Arbeitgeber-Service neu akquirieren. 556 offene Stellen konnten erledigt werden.