28.02.2020 | Presseinfo Nr. 20

Arbeitslosigkeit ging im Februar zurück

· jedoch Anstieg in der Arbeitslosenversicherung
· Woche der Ausbildung vom 16. bis 20. März

Im Februar waren im Offenbacher Agenturbezirk 14.382 Personen arbeitslos gemeldet. Das sind 277 Menschen weniger als im Januar und 287 weniger als im Februar 2019. Daraus ergab sich eine Arbeitslosenquote von 5,4 Prozent gegenüber 5,5 Prozent im Januar. Im Februar 2019 lag sie bei 5,6 Prozent.

„Die Arbeitslosigkeit ist im vergangenen Monat zurückgegangen. Der Rückgang im Bereich der Grundsicherung konnte den Anstieg in der Arbeitslosenversicherung wettmachen“, so Thomas Iser, Vorsitzender der Geschäftsführung der Offenbacher Agentur für Arbeit. „Betrachtet man die Arbeitslosenzahlen der Vorjahre, sind die Februarwerte ausgesprochen positiv. Dennoch deutet sich an, dass das Pendel zurzeit eher in Richtung Stagnation oder Anstieg der Arbeitslosigkeit auszuschlagen scheint, allerdings ausgehend von einem niedrigen Niveau.

Jugendliche und Eltern möchte ich auf die ‚Woche der Ausbildung' aufmerksam machen, die vom 16. bis 20. März ein tolles Programm bereithält: von Möglichkeiten, Ausbildungsberufe kennenzulernen über Informationen zur Teilzeitausbildung bis hin zum Probetraining mit dem Boxclub Nordend.“

Stadt und Landkreis Offenbach

6.442 Personen waren im Februar in der Stadt Offenbach arbeitslos, 1,4 Prozent weniger als im Januar. Im Vergleich zum Februar des Vorjahres ergab sich ein Rückgang von 3,5 Prozent. Die Arbeitslosenquote fiel auf 8,7 Prozent gegenüber 8,8 Prozent im Vormonat (Februar 2019: 9,2 Prozent).

7.940 Männer und Frauen waren im Landkreis Offenbach arbeitslos gemeldet, das waren 2,3 Prozent weniger als im Vormonat. Daraus ergab sich eine Arbeitslosenquote von 4,1 Prozent gegenüber 4,2 Prozent im Vormonat und im Februar 2019.

Die Entwicklung in den Rechtskreisen

Arbeitslose, die nach einer vorherigen Beschäftigung Arbeitslosengeld I erhalten, werden von der Arbeitsagentur betreut. Für Arbeitslose, die keinen Anspruch (mehr) auf Arbeitslosengeld I haben und auf Leistungen der Grundsicherung (Arbeitslosengeld II, umgangssprachlich ‚Hartz IV') angewiesen sind, sind die Jobcenter MainArbeit (Stadt Offenbach) und ProArbeit (Kreis Offenbach) zuständig.

In der Arbeitslosenversicherung, also bei den Menschen, die vorher in Beschäftigung waren und Leistungen nach dem Sozialgesetzbuch (SGB) III erhalten, waren am Stichtag im Februar 5.611 Personen gemeldet, 17 Personen mehr als im Januar. Im Vergleich zum Vorjahr ergab sich ein Anstieg um 444 Personen.

Bei den Jobcentern MainArbeit und ProArbeit waren 8.771 Menschen arbeitslos gemeldet, 294 weniger als im Vormonat und 731 weniger als im Vorjahresmonat.

Unterbeschäftigung

In der Unterbeschäftigung werden zusätzlich die Personen abgebildet, die nicht als arbeitslos gelten, weil sie zum Beispiel arbeitsmarktpolitische Maßnahmen besuchen. Sie werden nach gesetzlicher Vorgabe zur Unterbeschäftigung gerechnet, weil sie nicht in einem regulären Beschäftigungsverhältnis stehen. Im Agenturbezirk waren im Berichtsmonat 19.948 Personen unterbeschäftigt, 159 weniger als im Februar 2019. Die Unterbeschäftigungsquote lag bei 7,3 Prozent.

Entwicklung in den Personengruppen

7.616 Männer waren im Februar arbeitslos gemeldet, 145 weniger als im Vormonat. 6.766 Frauen waren ohne Arbeit, 132 weniger als im Januar. 1.380 Jugendliche waren arbeitslos, gegenüber Januar sind das 29 Personen mehr. 2.899 über 55-jährige waren arbeitslos gemeldet, 66 weniger als im Monat vorher.

Langzeitarbeitslose

Als langzeitarbeitslos gelten Personen, die ein Jahr und länger arbeitslos sind. 4.236 Menschen waren im Februar langzeitarbeitslos, 97 weniger als im Vormonat. 3.848 der Langzeitarbeitslosen waren im Rechtskreis SGB II (Grundsicherung) gemeldet, 388 in der Arbeitslosenversicherung im Rechtskreis SGB III. Insgesamt machten Langzeitarbeitslose 29,5 Prozent aller Arbeitslosen aus.

Offene Stellen

2.956 offene Stellen sind von Unternehmen beim Arbeitgeber-Service der Agentur für Arbeit Offenbach zur Vermittlung gemeldet. 760 offene Stellen konnte der Arbeitgeber-Service neu akquirieren. 742 offene Stellen konnten erledigt werden, 1,9 Prozent mehr als im Vorjahresmonat.