04.01.2019 | Presseinfo Nr. 3

Arbeitslosigkeit steigt zum Jahresende leicht an

Arbeitslosenquote stabilisiert sich auf Novemberwert

„Wie häufig zum Jahresende gab es auch im vergangenen Monat Dezember eine leichte Zunahme der Arbeitslosigkeit. Da der Anstieg vor allem in der Arbeitslosenversicherung zustande kam, ist davon auszugehen, dass sich die Zahlen in den nächsten Wochen wieder nivellieren“, so Christian Kacialla, Bereichsleiter der Geschäftsführung der Offenbacher Agentur für Arbeit. „Denn der Markt ist aufnahmefähig. Die Sicherung des Bedarfs an qualifizierten Fachkräften wird uns auch im nächsten Jahr beschäftigen. Unser Ziel ist es, auch Menschen mit Hemmnissen dauerhaft in den Arbeitsmarkt zu integrieren.“

13.845 Personen waren im Dezember 2018 arbeitslos gemeldet, 57 mehr als im November und 395 weniger als im Dezember 2017. Auf die Arbeitslosenquote wirkte sich der Anstieg nicht aus; sie verharrte auf dem Novemberwert von 5,3 Prozent gegenüber 5,5 Prozent im Vorjahresmonat.

Stadt und Landkreis Offenbach

6.416 Personen waren im Dezember 2018 in der Stadt Offenbach arbeitslos, 0,5 Prozent mehr als im November. Im Vergleich zum Dezember des Vorjahres ergab sich ein Rückgang von 2,3 Prozent. Die Arbeitslosenquote stieg an auf 8,9 Prozent gegenüber 8,8 Prozent im November und 9,3 Prozent im Dezember 2017.

7.429 Männer und Frauen waren im Landkreis Offenbach arbeitslos gemeldet, das waren 0,3 Prozent mehr als im Vormonat. Die Arbeitslosenquote lag wie im November bei 3,9 Prozent gegenüber 4,1 Prozent Dezember 2017.

Die Entwicklung in den Rechtskreisen

Arbeitslose, die aufgrund einer vorherigen Beschäftigung Arbeitslosengeld I erhalten, werden von der Arbeitsagentur betreut. Für Arbeitslose, die keinen Anspruch (mehr) auf Arbeitslosengeld I haben und auf Leistungen der Grundsicherung (Arbeitslosengeld II, umgangssprachlich ‚Hartz IV') angewiesen sind, sind die Jobcenter MainArbeit (Stadt Offenbach) und ProArbeit (Kreis Offenbach) zuständig.

In der Arbeitslosenversicherung, also bei den Menschen, die vorher in Beschäftigung waren und Leistungen nach dem Sozialgesetzbuch (SGB) III erhalten, waren am Stichtag im Dezember 2018 4.681 Personen gemeldet, 112 Personen mehr als im November. Im Vergleich zum Vorjahr ergab sich ein Anstieg von 77 Personen. 

Bei den Jobcentern MainArbeit und ProArbeit waren 9.164 Menschen arbeitslos gemeldet, 55 weniger als im Vormonat und 472 weniger als im Vorjahresmonat.

Entwicklung in den Personengruppen

7.024 Männer waren im Dezember 2018 arbeitslos gemeldet, 84 mehr als im Vormonat. 6.821 Frauen waren ohne Arbeit, das sind 27 weniger als im November 2018. 1.118 Jugendliche waren arbeitslos gemeldet, 37 weniger als im November. 2.677 über 55-jährige waren arbeitslos gemeldet, 14 mehr als im November.

Langzeitarbeitslose

Als Langzeitarbeitslose gelten Personen, die ein Jahr und länger arbeitslos sind. 4.714 Menschen waren im Dezember 2018 langzeitarbeitslos, 61 weniger als im Vormonat. 4.394 der Langzeitarbeitslosen waren im Rechtskreis II (Grundsicherung) gemeldet. 320 waren in der Arbeitslosenversicherung im Rechtskreis SGB III gemeldet. Insgesamt machten Langzeitarbeitslose 34,0 Prozent aller Arbeitslosen aus.

Unterbeschäftigung

In der Unterbeschäftigung werden zusätzlich die Personen abgebildet, die nicht als arbeitslos gelten, weil sie zum Beispiel arbeitsmarktpolitische Maßnahmen besuchen. Sie werden nach gesetzlicher Vorgabe zur Unterbeschäftigung gerechnet, weil sie nicht in einem regulären Beschäftigungsverhältnis stehen. Im Agenturbezirk waren im Berichtsmonat 19.201 Personen unterbeschäftigt, 1.194 weniger als im Dezember 2017. Die Unterbeschäftigungsquote lag bei 7,2 Prozent.

Offene Stellen

3.042 offene Stellen sind von Unternehmen beim Arbeitgeber-Service der Agentur für Arbeit Offenbach zur Vermittlung gemeldet, 3,6 Prozent mehr als im Vorjahresmonat. 811 offene Stellen konnte der Arbeitgeber-Service neu akquirieren, 21,2 Prozent mehr als im Dezember 2017. 808 offene Stellen konnten erledigt werden.