04.04.2022 | Presseinfo Nr. 20

Austausch zur Gewinnung von internationalen Fachkräften

In der Ortenau fehlen immer mehr Arbeitskräfte. Dies war Anlass für einen Austausch in der Arbeitsagentur Offenburg. 

Theresia Denzer-Urschel, Vorsitzende der Geschäftsführung der Arbeitsagentur Offenburg hat im Namen der FachkräfteAllianz Südlicher Oberrhein Marion Gentges, Ministerin der Justiz und für Migration Baden-Württemberg begrüßt, sowie Markus Biercher, Leiter Internationales der Bundesagentur für Arbeit.

Ministerin Gentges berichtete, dass in Baden-Württemberg rund 35.000 Flüchtlinge aus der Ukraine registriert wurden, darunter viele Frauen mit kleinen Kindern. Durch das in Kraft treten der Massenzustrom-Richtlinie haben die geflüchteten Menschen Zugang zum Arbeitsmarkt und zu Bildung. Seit der Einführung des Fachkräfteeinwanderungsgesetztes im März 2020, sind über das beschleunigte Fachkräfteeinwanderungsverfahrens bereits rund 600 Fachkräfte nach Baden-Württemberg gekommen.

Markus Biercher erklärte, dass Deutschland die Erwerbsmigration zur Sicherung des Wohlstandes, Wirtschaft und sozialen Gefüges braucht. Die Bundesagentur für Arbeit hat 170 Länder nach diversen Kriterien, die über die Engpassanalyse hinausgehen, analysiert. Bei der Gewinnung von internationalen Fachkräften sollten Mensch, Herkunftsland und Aufnahmeland profitieren. Die Zuwanderung muss sozial vertretbar sein. Damit das Ankommen in Deutschland einfacher wird, werden schon im Heimatland Kurse zum Erlernen der deutschen Sprache und Kultur organisiert. Hürden gibt es dennoch zum Beispiel bei der Berufsanerkennung, beim Spracherwerb, bei der Kostenübernahme sowie bei der sozialen und gesellschaftlichen Integration.

Die Wirtschaftsregion Ortenau GmbH (WRO) und die Handwerkskammer Freiburg stellten im Rahmen des Fachaustausches ihre jeweiligen Projekte zur Gewinnung von internationalen Fachkräften vor.

Arbeitgeber aus dem Ortenaukreis zeigten aus deren Erfahrung die Chancen und Hürden bei der Rekrutierung von Personal aus dem Ausland auf und traten hierzu mit Markus Biercher in den Dialog.