05.02.2019 | Presseinfo Nr. 10

Umzug der Arbeitsagentur Wildeshausen:

Am 5. Februar um 8 Uhr öffnete die Arbeitsagentur Wildeshausen erstmals in der
Bahnhofstraße 24 die Türen für ihre Kunden. Auf knapp 500 Quadratmetern gibt es
jetzt alle Dienstleistungen der Agentur für Arbeit – einschließlich der persönlichen
Arbeitslosmeldung.

„Wir freuen uns, dass Kundinnen und Kunden jetzt auch wieder ohne Termin zu uns kommen können. Vormittags von 8 bis 12 Uhr können sie kleinere Anliegen und Fragen direkt am Empfang klären“, sagt Karin Kayser, Geschäftsstellenleiterin für die Standorte Delmenhorst und Wildeshausen. „Vieles kann man mittlerweile zuhause am Computer bequem erledigen, etwa den Antrag auf Arbeitslosengeld oder Berufsausbildungsbeihilfe stellen. Wer zuhause kein Internet nutzt, kann sich alle Formulare in der Geschäftsstelle abholen.“

In der neuen Geschäftsstelle arbeiten 17 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, vier mehr als in der Westerstraße. „Für die Kurzbesucher ohne vorherige Terminvereinbarung sind am Empfang zwei neue Kolleginnen tätig“, so Kayser. „Wir freuen uns, dass wir den Kundinnen und Kunden eine Anlaufstelle bieten, die gut zu erreichen, bestens an den Nahverkehr angebunden und dazu barrierefrei ist.“ Eine dritte Kollegin betreue als Berufsberaterin Schülerinnen und Schüler der Gymnasien, wo Berufsorientierung künftig eine noch stärkere Rolle spiele. Im Arbeitgeber-Service in Wildeshausen gibt es nun drei statt zuvor zwei Vermittlerinnen und Vermittler

Die Agentur für Arbeit Wildeshausen ist Ansprechpartnerin für junge Menschen zum Thema Berufs- und Studienwahl, für Menschen auf der Suche nach einem Arbeits- oder Ausbildungsplatz und für Unternehmen, die neue Mitarbeiter suchen oder ihre Beschäftigten qualifizieren wollen.

Dort arbeiten Berufsberaterinnen, spezialisierte Beratungs- und Vermittlungskräfte für arbeitslose Menschen mit und ohne Einschränkungen sowie Vermittler, die die Arbeitgeber der Region bei der Suche nach Arbeitskräften unterstützen.

Knapp zehn Jahre hatte die Arbeitsagentur Wildeshausen ihren Standort in der Westerstraße 36, wo sich die Büros in der ersten und zweiten Etage befanden. Sie ist zuständig für den südlichen Teil des Landkreises Oldenburg.

Der Arbeitsmarkt im Landkreis Oldenburg bewegte sich im Jahr 2018 in Richtung Vollbeschäftigung.
Im Jahresdurchschnitt lag die Arbeitslosenquote bei 3,5 Prozent, 0,2 Prozentpunkte unter dem Vorjahreswert. Im Durchschnitt der zwölf Monate waren 2.528 Frauen und Männer arbeitslos gemeldet, 161 oder 6,0 Prozent weniger als 2017.

Am stärksten sank die Arbeitslosigkeit der unter 25-jährigen: um 34 oder 11,9 Prozent auf 253 Personen.

Die Zahl der Langzeitarbeitslosen sank um 62 oder 8,2 Prozent auf 696 Personen. 27,5 Prozent aller Arbeitslosen im Landkreis Oldenburg waren 2018 langzeitarbeitslos, waren also ein Jahr oder länger arbeitslos gemeldet. Ausländerinnen und Ausländer profitierten ebenfalls von der starken Nachfrage nach Arbeitskräften. Hier sank die Arbeitslosigkeit um 48 oder 8,0 Prozent auf 557 Personen.

Die positive Entwicklung kam bei den 55-jährigen und älteren Arbeitslosen nicht an. Ihre Zahl stieg um 30 oder 4,9 Prozent auf 640 Personen. Frauen und Männer, die grundsätzlich einen Arbeitsplatz suchen, aber zurzeit an einer Fortbildung, einem Sprach- oder Integrationskurs teilnehmen, werden nicht als arbeitslos gezählt. Sie werden als unterbeschäftigt gezählt. Zu den 2.528 Arbeitslosen kommen im Landkreis Oldenburg 1.429 unterbeschäftigte Menschen hinzu (Vorjahr: 1.493).

Die so genannte Unterbeschäftigungsquote, die arbeitslose und unterbeschäftigte Menschen einschließt, betrug im Durchschnitt des vergangenen Jahres 5,3 Prozent. Das sind 0,4 Prozentpunkte weniger als 2017Unter den Unterbeschäftigten gibt es auch geflüchtete Frauen und Männer. Im Januar 2019 sind im Landkreis Oldenburg 433 arbeitssuchend gemeldet.

Darüber hinaus sind bei Arbeitsagentur und Jobcenter weitere 251 Geflüchtete arbeitslos gemeldet.Etwas unter dem Vorjahreswert lag die Zahl der freien Stellen, die die Arbeitgeber im Landkreis Oldenburg dem Arbeitgeber-Service der Agentur für Arbeit und dem Jobcenter Landkreis Oldenburg zur Besetzung meldeten: Mit 3.023 Stellen waren es 98 oder 3,1 Prozent weniger als 2017.

Zugleich stieg der Bestand an freien gemeldeten Stellen im Jahresdurchschnitt auf 1.099, das sind 139 oder 14,4 Prozent mehr als im Vorjahr.Die Zahl der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten stieg weiter. Am Stichtag 30. Juni 2018 waren 35.419 Frauen und Männer im Landkreis Oldenburg in einem sozialversicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnis. 9,1 Prozent der Beschäftigten bzw. 3.216 Personen hatten eine ausländische Staatsangehörigkeit.

Mit 935 Personen stellen Beschäftigte aus Polen die größte Gruppe. Besonders stark ist mit 22,9 Prozent der Beschäftigten (plus 2,8 Prozent auf 8.109 Beschäftigte) das Verarbeitende Gewerbe, gefolgt vom zweitstärksten Wirtschaftsbereich „Handel; Instandhaltung und Reparatur von Kraftfahrzeugen“ mit 15,9 Prozent (+1,5 Prozent; 5.626 Personen) und dem Gesundheits- und Sozialwesen, in dem 14,2 Prozent bzw. 5.044 der sozialversicherungspflichtig beschäftigten Frauen und Männer tätig sind (+4,0 Prozent).

Mit einem Plus von 5,6 Prozent oder 181 Beschäftigten war die Zuwachsrate in der Baubranche am höchsten. Insgesamt sind dort 3.431 Personen beschäftigt. Die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten, die aus den acht Haupt- Fluchtländern stammen, wuchs im vergangenen Jahr auch im Landkreis Oldenburg, und zwar von 201 auf 275. Mit 111 Beschäftigten stellten die Iraker die größte Gruppe. Die Zahl der Beschäftigten aus Syrien stieg innerhalb eines Jahres von 44 auf 86.