06.02.2019 | Presseinfo Nr. 11

Angehende Gymnasiallehrkräfte bei der Arbeitsagentur:

Künftige Gymnasiallehrerinnen und –lehrer besuchen mit dem Studienseminar Wilhelmshaven das Berufsinformationszentrum (BiZ) der Arbeitsagentur Wilhelmshaven. Ihr Antrieb: Von Berufsberatern mehr über Berufsorientierung zu erfahren. Die Gymnasien in Niedersachsen haben ab diesem Schuljahr zusätzliche Möglichkeiten und Vorgaben bekommen.

„Berufs- und Studienorientierung ist mittlerweile ein Thema in der Ausbildung von Lehrkräften für Gymnasien und Gesamtschulen“, sagt Bernhard Seelhorst, Leiter des Studienseminars Wilhelmshaven. Das Studienseminar bereitet Referendare nach ihrem Lehramtsstudium 18 Monate lang auf den Schuldienst an Gymnasien und Gesamtschulen vor. „Der digitale Wandel führt zu neuen Entwicklungen auf dem Arbeitsmarkt, zu neuen Berufsfeldern und Anforderungen. Zugleich ist die Zahl schulischer, akademischer und beruflicher Ausbildungswege gestiegen. Deshalb ist es uns wichtig, dass die Lehrenden solides Grundwissen bekommen und zudem die akademische Berufsberatung der Arbeitsagentur als Ansprechpartner kennen lernen.“

„Wir freuen uns, dass wir den jungen Lehrerinnen und Lehrern direkt vermitteln können, welche Möglichkeiten ihre Schülerinnen und Schüler heute haben“, sagt Jens Homberg, akademischer Berufsberater der Arbeitsagentur Wilhelmshaven. „Sie sind die ersten Ansprechpartner, beispielsweise für Fragen zur Schullaufbahn. Wir von der Berufsberatung als Spezialisten besprechen dann mit den Schülern die Details.“

In den Gymnasien und Gesamtschulen bietet die akademische Berufsberatung der Arbeitsagentur neben den Berufsorientierungsveranstaltungen auch regelmäßige Sprechstunden ab Klasse 10 an. Zu Beginn gibt es für alle Schülerinnen und Schüler einen Besuch im BiZ mit grundlegenden Informationen zu Beruf und Studium und zum Arbeitsmarkt. Durch neue Erlasse des Kultusministeriums findet das Thema Berufsorientierung nun Eingang in den Unterricht aller Fächer. Seelhorst: „Jetzt ist es für alle Lehrenden ein Thema, nicht nur in den Fächern Politik und Wirtschaft, sondern etwa auch in Mathematik.“

Homberg informiert zum dritten Mal eine Gruppe angehender Gymnasiallehrkräfte auf Initiative von Seminarleiter Seelhorst: „Es ist für beide Seiten ein Gewinn, wenn wir im engen Kontakt sind. Die Schülerinnen und Schüler profitieren von einer guten Zusammenarbeit.“