31.03.2020 | Presseinfo Nr. 28

Seit Mitte März ist Kurzarbeit das wichtigste Thema

- Anzeigen von Kurzarbeit sehr stark gestiegen
- Arbeitsagentur verstärkt Teams für Telefon-Hotlines
- Vermittlung in freie Stellen läuft weiter
 

„Von den Auswirkungen der Pandemie ist auch der Arbeitsmarkt betroffen, sowohl Arbeitgeber als auch Arbeitnehmer“, sagt Dr. Thorsten Müller, Leiter der Agentur für Arbeit Oldenburg-Wilhelmshaven. „Seit Anfang März ist die Zahl der Unternehmen, die Kurzarbeit erwägen und sich beraten lassen, sehr stark gestiegen. Bis zum vergangenen Freitag haben in unserem Agenturbezirk rund 4.200 Betriebe Kurzarbeit angemeldet.“

Die Arbeitsagentur hat darauf reagiert: „Wir setzen mehr Kolleginnen und Kollegen für die Beratung zu Kurzarbeit ein. An unserer Arbeitgeber-Hotline nehmen rund 30 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zwischen 8 und 18 Uhr Anrufe entgegen und geben Hilfestellung. Die Betriebe sind froh, dass es diesen direkten Draht gibt, auch wenn die Leitungen zeitweise sehr stark ausgelastet waren.“ Das sei umso wichtiger, weil viele Betriebe, insbesondere Kleinbetriebe, bislang keine Erfahrung mit Kurzarbeit hatten. Die Arbeitsagentur habe auf ihrer Homepage alle Informationen auf einer Seite zusammengestellt. Dennoch blieben vielfach Fragen, die die Arbeitgeber mit den Beratern an der Hotline klären.

Müller weiter: „Aktuell schulen wir eine große Zahl an Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus der Beratung für die Abrechnung von Kurzarbeitergeld, wir stützen dort, wo aktuell am dringendsten Verstärkung gebraucht wird.“ Jeweils am Monatsende reichen die Betriebe Listen ein, aus denen hervorgeht, welche Arbeitnehmer wie viele Stunden Kurzarbeit gemacht, also aufgrund von Arbeitsmangel nicht gearbeitet haben. Die Arbeitsagentur errechnet den Betrag und überweist ihn an den Betrieb. Müller betont: „Wir stellen sicher, dass die Unternehmen das Geld schnellstmöglich von uns bekommen.“

Die Telefon-Hotlines der Agentur für Arbeit nehmen auch Anrufe von Menschen entgegen, die ihren Arbeitsplatz verloren haben. „Wer von seinem Arbeitgeber eine Kündigung erhält, sollte sich so schnell wie möglich bei der Arbeitsagentur melden, und zwar per Telefon“, appelliert der Agenturchef. „So ist sichergestellt, dass wir alle wichtigen Daten beim ersten Kontakt aufnehmen. Wir bieten Arbeitsuchenden und Arbeitslosen auf Wunsch per Telefon Beratung zur Stellensuche an.“ Kommt es zu einer Kündigung, muss sich der bzw. die Beschäftigte so schnell wie möglich bei der Arbeitsagentur melden. Er oder sie gilt damit als arbeitsuchend. Erst wenn die Kündigungsfrist abgelaufen und damit das Arbeitsverhältnis tatsächlich beendet ist, ist die Person arbeitslos.

Aktuell ist der Bedarf an zusätzlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in der Pflege, im Lebensmitteleinzelhandel, im Transportwesen, der Lagerei und in der Landwirtschaft besonders hoch. Der gemeinsame Arbeitgeber-Service von Arbeitsagentur und Jobcentern nimmt über seine Hotline Stellenangebote an, Arbeitgeber können ihre freien Stellen aber auch eigenständig in die Jobbörse der Bundesagentur für Arbeit eingeben. Die Arbeitsagentur vermittelt auch jetzt mit Hochdruck Arbeitsuchende in freie Stellen.

Dir Rufnummern sind Montag bis Freitag von 8 bis 18 Uhr besetzt, die Arbeitnehmer-Rufnummer lautet 0800 4 5555 00, die Arbeitgeber-Rufnummer 0800 4 5555 20.

Zur Entlastung der Rufnummer für Arbeitnehmer ist zusätzlich die Nummer 0441/228-2288 eingerichtet worden.

Alle wichtigen Informationen über Kurzarbeit hat die Agentur für Arbeit Oldenburg-Wilhelmshaven auf dieser Seite zusammengestellt: 

www.arbeitsagentur.de/vor-ort/oldenburg-wilhelmshaven/kurzarbeitergeld

PresseMarketing der Arbeitsagentur Oldenburg-Wilhelmshaven

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