30.04.2020 | Presseinfo Nr. 31

Die Zeichen stehen aktuell auf "Corona"

- Mehr als 2.500 Menschen melden sich nach Verlust der Stelle arbeitslos
- Stellenmeldungen gehen deutlich zurük auf 738
- Über 6.650 Betriebe zeigten im März und April Kurzarbeit an

Im April waren 26.023 Frauen und Männer arbeitslos gemeldet, das sind 2.790 Personen bzw. 12,0 Prozent mehr als im Vormonat. Gegenüber dem Vorjahr ist dies ein Anstieg um 14,8 Prozent (3.363 Personen).

Die Arbeitslosenquote für April beträgt 6,3 Prozent, im März lag sie bei 5,6 Prozent. Im April 2019 lag der Wert bei 5,5 Prozent.

„Die Pandemie hat am Arbeitsmarkt eine deutliche Spur hinterlassen", sagt Dr. Thorsten Müller, Leiter der Agentur für Arbeit Oldenburg-Wilhelmshaven. „Schon im Februar waren Lieferketten aufgrund fehlender Lieferungen aus Asien unterbrochen, das führte zu Schwierigkeiten in den Produktionsabläufen des Verarbeitenden Gewerbes. Parallel dazu ist auch der Umschlag im Jade Weser Port gesunken. Nach den ersten Kurzarbeit-Anzeigen im Februar folgten im März und April zahlreiche weitere Anzeigen, als in vielen Branchen nicht oder deutlich weniger gearbeitet werden konnte. Das betraf Läden, Hotels und Restaurants, Personenbeförderung, Physiotherapie-Praxen, Friseure, aber auch viele andere Gewerke."

Zugleich sei die Suche nach neuen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in einigen Branchen deutlich zurückgefahren worden. „Das betrifft insbesondere die Branchen, in denen es viele Anzeigen auf Kurzarbeit gibt", so Müller. In systemrelevanten Branchen wie dem Lebensmittel-Einzelhandel und der Lebensmittelerzeugung habe es vereinzelt zusätzliche Stellenmeldungen gegeben. Auch seien aufgrund der Krise einige neue Stellen geschaffen worden, so hätten manche Apotheken Auslieferungsfahrer für Medikamente eingestellt, Sicherheitspersonal sei bei Lebensmittelmärkten gefragt.

„Die Zahl der Menschen, die sich im April nach Erwerbstätigkeit arbeitslos gemeldet haben, ist viel höher als vor einem Jahr", so Müller. „Einen Anstieg von Arbeitslosmeldungen gibt es in nahezu allen Branchen, mit Ausnahme der Außenberufe. Aus unseren telefonischen Beratungen wissen wir, dass etliche Arbeitgeber die Kündigung mit einer Zusage verbunden haben, ihre Mitarbeiter wieder einzustellen, wenn das Geschäft wieder aufgenommen wird und Fahrt gewinnt." Dies betreffe unter anderem Frauen und Männer, die in der Gastronomie, im Tourismus und im Gesundheitswesen beschäftigt seien. Unter den arbeitslos gemeldeten sind auch junge Akademikerinnen und Akademiker kurz nach dem Studienabschluss.

Die Arbeitsagentur berät arbeitslos gewordene Kundinnen und Kunden per Telefon: „Wer sich telefonisch arbeitslos meldet, bekommt bald darauf einen Anruf von der Arbeitsvermittlung", erläutert Müller. „Unsere Beratung läuft weiter, jetzt eben über das Telefon."

Die vollständige Presseinformation finden Sie auf der rechten Seite.

PresseMarketing der Arbeitsagentur Oldenburg-Wilhelmshaven

Veranstaltungen in der Region

Jobmessen, Initiativen, Workshops und weitere interessante Veranstaltungen in der Region