03.06.2020 | Presseinfo Nr. 36

Der Arbeitsmarkt ist noch im Krisenmodus

- Rund 2.000 Arbeitslosmeldungen nach Stellenverlust
- Arbeitgeber meldeten im Mai mehr als 1.200 freie Stellen
- Im Mai haben 467 Betriebe Kurzarbeit angezeigt

Im Mai waren 27.567 Frauen und Männer arbeitslos gemeldet, das sind 1.544 Personen bzw. 5,9 Prozent mehr als im Vormonat. Gegenüber dem Vorjahr ist dies ein Anstieg um 4.805 Personen bzw. 21,1 Prozent.

Die Arbeitslosenquote2 für Mai beträgt 6,6 Prozent, im April lag sie bei 6,3 Prozent. Im Mai 2019 lag der Wert bei 5,5 Prozent.

„Im Mai sind nach und nach viele Beschränkungen im Wirtschaftsleben aufgehoben worden. Viele Menschen konnten ihre Arbeit wieder aufnehmen", sagt Dr. Thorsten Müller, Leiter der Agentur für Arbeit Oldenburg-Wilhelmshaven. „Zugleich gibt es weiterhin Auswirkungen, die auf die Corona-Beschränkungen in anderen Regionen der Welt zurückgehen. So ist etwa die Arbeit in manchen Unternehmen der Verarbeitenden Industrie und der Logistik gehemmt aufgrund von Lieferschwierigkeiten ihrer Zulieferer. Denn auch in anderen Ländern ruhte zum Gesundheitsschutz zeitweise die Fertigung."

Kurzarbeit helfe den Unternehmen, auf Kündigungen zu verzichten, die Beschäftigten im Betrieb zu halten und sehr flexibel zu reagieren. „Sobald die Arbeit wieder anlaufen kann, und sei es nur in einem Teil des Betriebes oder auch für kürzere Zeit, können Mitarbeiter die Kurzarbeit beenden und sofort wieder an die Arbeit gehen", erläutert der Agenturchef. Mittlerweile hätten viele Betriebe die Kurzarbeit beenden oder deutlich reduzieren können, andere hingegen benötigten das Instrument auch weiterhin in vollem Umfang, so etwa die Veranstaltungsbranche. Auch meldeten weitere Betriebe Kurzarbeit.

Der Anstieg der Arbeitslosenzahlen geht laut Müller bislang vielfach darauf zurück, dass befristete Verträge nicht verlängert und vermehrt neue Arbeitsverhältnisse in der Probezeit gelöst wurden. Das betreffe sowohl ungelernte als auch sehr gut qualifizierte Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer.

Müller führt weiter aus: „Üblicherweise gehen die Arbeitslosenzahlen in den Monaten März bis Mai deutlich zurück. In den Fremdverkehrsgebieten ist der Rückgang dann besonders deutlich, weil die Touristen in die Region strömen. In diesem Jahr haben viele Arbeitgeber die Wiedereinstellung von bewährten Mitarbeitern verschoben." Davon seien insbesondere Friesland und die Wesermarsch betroffen.

In den Arbeitslosenzahlen sind auch Frauen und Männer enthalten, die an einer Weiterbildung oder einem Sprachkurs teilgenommen hatten und diesen Kurs aufgrund der Pandemie nicht weiterführen konnten. Sie waren zuvor arbeitssuchend gemeldet und wurden in der Unterbeschäftigung gezählt. Nun werden sie als arbeitslos geführt, solange sie den Kurs nicht wieder beginnen können.

Die Arbeitsagentur ruft Kundinnen und Kunden an, die sich arbeitslos gemeldet haben. „Auch jetzt bietet der Arbeitsmarkt Möglichkeiten, darüber wollen wir mit den arbeitslos gewordenen ins Gespräch kommen", so Müller.

Die vollständige Presseinformation finden Sie auf der rechten Seite.

PresseMarketing der Arbeitsagentur Oldenburg-Wilhelmshaven

Veranstaltungen in der Region

Jobmessen, Initiativen, Workshops und weitere interessante Veranstaltungen in der Region